Web-Entwickler: Dumm, faul und böse
In einem Interview mit der britischen Zeitschrift "The Guardian" durfte der Usability-Experte Jakob Nielsen mal so richtig die Sau rauslassen:
Having a coffee and cake with Jakob Nielsen, [...] I asked him what was holding up progress on the web. "Three things, really: I call them lazy, stupid and evil design," he replies.
{.newin}http://www.guardian.co.uk/online/story/0,3605,1511967,00.html
Böses Design laut J. Nielsen:
- Seiten, die sich dem Besucher im Weg stellen
- z.B. Popups oder andere Elemente, die beharrlich den Seiteninhalt verdecken (per CSS oder JavaScript)
- Konsequenz: Pop-up-Fenster sind als legitimes Design-Mittel mittlerweile tabu, da Anwender sie automatisch wegklicken ("wird wohl Werbung sein, bloß nicht hingucken")
Dummes Design laut J. Nielsen:
- wenn Firmen Dinge versuchen, die erwiesenermaßen nicht funktionieren
- z. B. Flash-Intros
- Konsequenz: Web-Designer fortbilden, indem man ihnen die häufigsten Fehler der Vergangenheit vorführt und erklärt, was daran falsch war
Faules Design laut J. Nielsen:
- wenn sich Web-Entwickler keine Mühe geben
- z. B. keine oder ungenügende Suchfunktion
- z. B. Dokumente in PDFs statt in HTML
Warum ich davon berichte? Weil ich gestern ein abartiges Flash-Intro erdulden musste, am Freitag meinen Popup-Blocker mit eine neue Domain zum Ausblenden gefüttert habe (Poker-Werbefenster) und archivierte Artikel auf dem Heise-Server schneller per Google finde als mit der Suchfunktion des Servers.
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Zuletzt geändert am 21.07.2005 um 18:28
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