CSS2 und der Internet Explorer
Eigentlich gibt es nur noch einen Grund, seine Site nicht komplett auf Cascading Style Sheets CSS Level 2 umzustellen. Dummerweise benutzt die Mehrheit der Web-Surfer diesen Grund: den Internet Explorer von Microsoft. Der Browser, dessen Marktdurchdringung entweder 44,9 oder 94,8 Prozent beträgt (abhängig davon, ob man Heise oder Onestat glaubt), unterstützt viele CSS-Elemente nur unzureichend, andere überhaupt nicht.
Ohne hier die Artikel von Alexander Oberdörster [ heise Kiosk Links: Teil 1, Teil 2 ] nacherzählen zu wollen, besitzt der Internet Explorer in den vier meistverbreiteten Varianten (Windows: MSIE 6.0, 5.5x, 5.0x; Mac OS: MSIE 5.0x, 4.5) unterschiedliche, teilweise gegeneinander arbeitende Bugs. Für einige gibt es taugliche Workarounds, aber Workarounds sind bekanntlich böse -- vor allem, wenn dabei die Gültigkeit des Codes auf der Strecke bleibt.
Douglas Bowman, der Designer der überarbeiteten Wired-News-Seiten nennt das Problem den
IE Factor:
Without a doubt, the biggest challenge I encounter each time is in wrangling Microsoft’s Internet Explorer browser. This devil does not play fair. It often follows no rules, and its behavior defies all common logic. It will double margins for no apparent reason. Borders disappear, 62 pixels magically turn into 143 pixels. It dodges left when other browsers go right.
http://www.stopdesign.com/log/2004/01/26/ie_factor.html
Er nennt auch eines der hässlichsten Probleme mit Textblöcken, die
aus den sie umgebenden Boxen herauswandern:
The problem: A simple series of content boxes (I call them “modules”) appearing in succession within a 200-pixel wide sidebar. Nothing out of the ordinary, certainly nothing complex. Each module started with a title marked up with the <h2> tag. Each module’s title was followed by two generic paragraphs of text.
http://www.stopdesign.com/log/2004/01/30/ie_factor_example.html
Die Lösung: "border-bottom:"-Definitionen einfügen. Also ein Hack, immerhin ein halbwegs harmloser. Aber ärgerlich, sehr ärgerlich. Bei Mozilla kann man Bug-Berichte an die Entwickler schreiben und bekommt Feedback über die Problemlösung. Beim MSIE kann man genausogut in eine Tüte husten.
- CSS-Hacks sind blöd
Der IE-Faktor
Beispiel für den IE-Faktor
- Browser-Verteilung laut Onestat / Heise (Heise Online Meldung)
Zuletzt geändert am 12.02.2004 um 18:39
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