Die Saga vom widerspenstigen Wurzelknoten

Als der Himmelein noch ein kleines Hascherl war, ein frisch gebackener Redakteur bei einem Computer-Blatt, das es nicht mehr gibt, stieß er im Rahmen eines Produkttests zum ersten Mal auf folgende Fehlermeldung:

Der Wurzelknoten kann nicht gelöscht werden.

Der Gaga-Faktor riss ihn damals derart mit, dass die Software-Besprechung seinerzeit (1998) den Titel "Angriff des Wurzelknotens" trug. Es war insgesamt keine positive Beurteilung des Programms.

Fünf Jahre vergingen. Neuer Arbeitgeber, neue Windows-Version, aber wieder ein Test von CD/DVD-Brennprogrammen (c't 17/2003, S. 122). Ein Testkandidat kam dem Himmelein dabei sehr vertraut vor. Ein Klick bestätigte, dass es sich dabei nicht um Déjà-vu handelte:

Der Wurzelknoten kann immer noch nicht gelöscht werden.

Arrgh. Fünf Jahre waren ins Land gegangen. Der Fehler war in einer großen, fetten Überschrift angeprangert worden. Es hat nichts geholfen. Seitdem weiß der Himmelein, dass man nie darauf bauen sollte, dass sich Dinge im Laufe der Zeit von selbst bessern und testet bei jeder neuen Programmversion zuerst, ob die alten Fehler noch drinstecken. Leider war es seinerzeit nicht möglich, den c't-Vergleichstest mit "Rückkehr des Wurzelknotens" zu betiteln.

Ashampoo hat das CD Recording Studio zwischenzeitlich vom Markt genommen.

Verfasst am 26.04.2007 um 16:30
Zuletzt geändert am 21.05.2007 um 19:20

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