Trusted Computing 2004:

Was vom Schlagwort übrig blieb

Ein Update

 

 

Gerald Himmelein

c't Magazin für Computertechnik

 

Online: http://www.heise.de/ct/Redaktion/ghi/tc/

Überblick

  1. Trusted Computing
  2. Microsoft und NGSCB
  3. Politisches
  4. Trusted Computux

1. Trusted Computing

Akronyme

T... Computing

Grundziele

Plattformübergreifender Standard

Aufdeckung von Manipulationen

Datenschutz in beide Richtungen

Die TCG

TCG: Trusted Computing Group, Nachfolger der TCPA

Ziel: TCPA-Standard vorantreiben

derzeit 73 Mitglieder (Stand: 6/2004)

drei Mitgliedsklassen:

  1. Promoters (50.000 USD)
  2. Contributors (15.000 USD)
  3. Adopters (7000 USD)

Organisationsstrukturen:

Die Mitglieder der TCG

TCG-Mitglieder

Details: https://www.trustedcomputinggroup.org/about/members/

Promoters (7)

TCG-Mitglieder (...)

Contributors (51)

TCG-Mitglieder (...)

Adopters (15)

TCG-Mitglieder (...)

Zusätzliche Kategorien

Kategorien ohne Mitgliedsbeitrag, seit Mitte 2003 in Planung

Zero-Fee Liaison

Advisory

Bedrohungen aus dem Netz

Schutzmöglichkeiten

Lösung der TCG

Konkrete Ziele

  1. Beglaubigung (Attestation) der Systemintegrität gegenüber Dritten
  2. Sicherung von Daten gegen Angriffe
  3. Sicherung von kryptographischen Schlüsseln gegen Angriffe
  4. Bereitstellung kryptographischer Funktionen: Hash, Zufallsgenerator

Grenzen des Konzepts

Grundsteine des TCG-Konzepts

Erzeugung einer "Vertrauenskette" (Chain Of Trust) durch Messung der Hardware

Zwei Formen des Boot-Vorgangs

Übergabe der Systemkonfiguration an das Betriebssystem

Das Trusted Platform Module (TPM)

Grundsätzliches

Bauweise wie SmartCard, aber andere Anbindung/Umsetzung

Anschluss am LPC-Bus (Low Pin Count)

Aufbau des TPM

Schlüssel-Management

Der Endorsement Key (EK)

Endorsement Key Pair: ein privater und ein öffentlicher

Schlüsseltypen

  1. Non-migratable
  2. Migratable

Fixierte Schlüssel

Non-migratable Keys

Beispiele:

Migrierbare Schlüssel

Migratable Keys

Beispiele:

Schlüsselsicherung & -transport

Schlüsseltransport

Migration

Übertragung auf andere TPMs

Maintenance

Schlüssel sichern und wiederherstellen (bewegen)

Aufgaben des TPM

1. Versiegelung von Dateien (Sealing)

Bindung von Daten an Systemkonfiguration

2. Schutz von Schlüsseln

TPM-gebundene Schlüssel (s.o.)

migrierbare Schlüssel

Aufgaben des TPM (...)

3. Authentifizierung des Systems (Attestation)

Authentifizierung gegenüber Dritten per

Einsatzzweck: z.B. Authentifizierung gegenüber

4. Zufallsgenerator

Garantie sicherer Zufallszahlen durch Hardware

essentiell zur Generierung sicherer Schlüssel

Attestation

"Beglaubigung" der Plattform gegenüber Dritten für

verwendet öffentlichen Teil der AIK (Attestation Identity Key)

Verifizierung durch

Attestation: Missverständnisse

Missverständnisse

Das ist neu: TCG Update

Fortschritte in der Spezifikation

TPM-Spezifikation 1.2

TCG Software Stack (TSS) Spezifikation 1.1

Unerreichte Ziele

Coming "Real Soon Now"

Zusammenfassung - TCG

Vier Aufgaben

  1. Daten versiegeln
  2. Schlüssel sicher speichern
  3. Plattform gegenüber Dritten beglaubigen
  4. sichere Zufallszahlen generieren

Komponenten

Hardware: TPM, TCPA-BIOS

Software: CRTM (Core Root Of Trust Measurement), TSS (Trusted platform Support Service)

bietet Authentifizierung und Beglaubigung der Plattform, nicht des Anwenders

2. Microsoft und NGSCB

Next-Generation Secure Computing Base ("Inscabb")

alias "Palladium" (Änderung aus namensrechtlichen Gründen)

vom ursprünglichen Konzept ist nur noch die grobe Richtung übrig

Was kümmert uns Windows

NGSCB Reloaded

NGSCB erster großer Ansatz zu einem TC-Betriebssystem

Ziele:

NGSCB 2003: erste, sehr ambitionierte Architektur

NGSCB 2004: neue Architektur, alte Namen für neue Konzepte

Ziele von NGSCB

Aufgaben

  1. starker Speicherschutz (Process Isolation)
  2. Beglaubigung (Attestation) *
  3. versiegelter Speicher (Sealed Storage) *
  4. gesicherter Pfad zum Anwender (Trusted Path) [2003]
  5. Sicherung vor DoS-Attacken [2004]

Das war NGSCB 2003

Grundüberlegung

Konsequenz

Das Janus-Betriebssystem

Zweiteilung des Betriebssystems

Standardmodus (Left Hand Side, LHS)

Nexus-Modus (Right Hand Side, RHS)

NGSCB 2003: Aufbau

NGSCB 2003: Datenaustausch

NGSCB 2003: Pfade

NGSCB 2003: Fehlschläge

Das hat nicht geklappt

Mangelnde Kundenakzeptanz

Performance-Probleme

Was Microsofts Kunden wollen

Das ist NGSCB 2004

NGSCB 2004: Abschied von...

NGSCB 2004: Status Quo

NGSCB 2004: Das bleibt

NGSCB 2004: Das kommt

NGSCB 2004: Aufbau

NGSCB 2003: Aufbau (Reprise)

NGSCB 2004: Pfade

NGSCB 2003: Pfade (Reprise)

NGSCB 2004: Grundkonzept

Lesen im Kaffeesatz (aus einer [1] Präsentation)

(alle grundlegenden Informationen von Peter N. Biddle, dem Mann mit der TCPA-Lizenz)

NGSCB 2004: Anpassungen

Windows (ehemals LHS)

Compartments (ehemals RHS)

Das ist (hoffentlich) neu: NGSCB

Das kann es jetzt (vermutlich)

Das tut es (vermutlich) nicht mehr

Intermezzo: LaGrande

Ziele

  1. geschützte Ausführung von Code *
  2. Speicherschutz *
  3. Schutz des Grafikkartenspeichers *
  4. geschützte Anbindung von: TPM und Eingabegeräten

Funktionsweise

Konkrete Anwendungen für NGSCB

Cornerstone

(engl. "Grundstein, Eckpfeiler")

Code Integrity Rooting

Ungelöste Probleme

4. Politisches

Ansätze der Kritik

Betriebe:

Entwickler:

Anwender:

Der Chaos Computer Club (CCC)

Forderungskatalog für TCG, überreicht auf CeBIT 2003

  1. vollständige Kontrolle des Anwenders über alle Schlüssel im TPM,
    inkl. EK und SRK
  2. verborgenen Kanäle zur Schlüsselübertragung ausschließen,
    Schutz vor Covert Channels
  3. Schlüsselübertragung auf andere Rechner ermöglichen
    keine Non-Migratable Keys
    keine neue Freischaltung von Software bei neuem Rechner
  4. transparente Zertifizierungsmechanismen,
    Bekanntgabe der Bedingungen zur Zertifikatausstellung
    kein Missbrauch durch unfaire Preispolitik oder Verweigerung

Die Electronic Frontier Foundation (EFF)

Überraschend differenzierte Betrachtungsweise

Vorteile von TC

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) (...)

Nachteile von TC

Dritte können Richtlinien gegen den Computer-Besitzer faktisch durchsetzen

Lösungsvorschlag der EFF

Lösungsvorschlag: Owner Override

Vorteile von Owner Override

Nachteile von Owner Override

Die Bundesregierung

Forderungskatalog vom 24.10.2003, bekanntgeworden im Frühling 2004

Forderungen

Die Bundesregierung und OSS

Wünsche für Open Source

Mit Linux wäre das nicht passiert

Linux ist schon weiter als Windows

Warum TC für Linux

von Regierungsseite aus nicht mal ein Rückzugsgefecht

niemand geht heute noch davon aus, dass man TC "stoppen" kann

Empfohlene Betrachtungsweise: TC als Naturkatastrophe

Das wahre Ziel von TC (Reprise)

GELD VERDIENEN!

TCG benötigt neue Hardware

LaGrande benötigt neue Hardware

NGSCB benötigt neue Hardware

Ende des Vortrags

Sie haben überstanden:

Trusted Computing 2004: Was vom Schlagwort übrig blieb

Ein Update

 

vorgeturnt von: Gerald Himmelein

c't Magazin für Computertechnik

 

Online: http://www.heise.de/ct/Redaktion/ghi/tc/

 

(Diese <html>-Präsentation entstand mit OperaShow.)