Der Wunsch nach einem Buch, das beim Händler um die Ecke nicht mehr erhältlich ist, verleitet zur Suche nach alternativen Quellen. Statt zahllose Bücherwühltische abzuklappern, kann man auch systematisch im Internet nach Angeboten forschen - mit Preisvergleichen.
Der ideale Weg zu einer bestimmten Lektüre hängt von der eigenen Erwartung ab: Wer vor der Anschaffung eines Buches zurückschreckt, das in der gewünschten Ausführung nicht mehr im Handel ist, kann per Internet nach einem gebrauchten Exemplar suchen. Bibliophile Interessenten werden sich eher an Antiquariate wenden - auch dafür bietet das Netz der Netze viele Kontaktmöglichkeiten. Wenn es schließlich ‘nur’ um den Inhalt der gesuchten Literatur geht, hilft womöglich die nächstgelegene Bücherei oder gar das Lesen direkt im Netz.
Hilfe zur Buchbeschaffung bieten sowohl Händler mit Gewinnabsichten als auch Vermittlungsstellen, die dem Suchenden geeignete Bezugsquellen kostenlos aufzeigen. Wie bei realen Buchhandlungen, so verschwimmt auch im Internet die Grenze zwischen Antiquariaten, in denen der Kenner vielleicht nur Liebhaberstücke vermutet hätte, und Quellen für Preisbewusste, also Secondhandshops oder Moderne Antiquariate mit solchen Büchern, die die Verlage aus ihren Katalogen gestrichen haben.
Das von der buecher.de AG betriebene Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher ZVAB bietet eine Suchmaschine, die nach Betreiberangaben auf mehr als 1 Million Bücher sowie Autographen, Grafiken, Noten und Schallplatten verweist.
Leider hat die Suchmaske nur ein einziges Feld für die Eingabe von Begriffen, und wer beispielsweise den Roman ‘Stiller’ von Max Frisch nur anhand des Titels sucht, bekommt mehr als 100 andere Bücher gezeigt, die zu diesem Suchbegriff passen, bevor die zahlreichen Hinweise auf das gesuchte Werk anfangen. Gibt man stattdessen nach dem Muster ‘Stiller Frisch’ mehrere Suchwörter ein, bekommt man nur Antworten, die sowohl ‘Stiller’ als auch ‘Frisch’ enthalten.
Die Angebote, die man dann findet, stammen von Buchhandlungen irgendwo im deutschsprachigen Raum, und der Suchende kann sich entscheiden, ob er das entdeckte Buch gleich in einem Warenkorb ablegt, oder ob er per Hyperlink erst einmal Näheres über das entsprechende Geschäft erfahren möchte.
Von den offerierten Büchern kann man sich vor einer Bestellung einen passablen Eindruck machen: Neben den bibliographischen Daten stehen oft auch Kurzbeschreibungen und Qualitätshinweise über Zustand, Widmungen oder Namensetiketten, immer findet man auch einen Verweis auf den Katalog, in dem das angebotene Buch aufgeführt ist. Wird man also ständig auf dieselbe Liste hingewiesen, sollte man sich die vielleicht direkt zustellen lassen. Wer ganz genaue Angaben über die beschriebenen Bücher braucht, muss sich sowieso genauer mit diesen Zusammenstellungen beschäftigen, weil in jeder Liste ein eigener Satz von Abkürzungen verwendet wird, die man - wenn überhaupt - nur dort nachschlagen kann. Für ein bestimmtes, in der deutschen Ausgabe leinengebundenes Buch haben wir beispielsweise in verschiedenen Angeboten folgende Beschreibungen bekommen: ‘Olwd. mit Schutzumschlag’, ‘Orig. Leinen m. Rücken- und Decktitel’, ‘Olwd.’ (mit oder ohne Umschlag?), ‘Oln’, ‘OLn OU WaV.’ und ‘OKt.’ Ein zentrales Abkürzungsverzeichnis gibt es derzeit weder hier noch in den anderen genannten Websites.
Neben der Suchmaschine existiert beim ZVAB auch ein schwarzes Brett, in dem man unter Angabe der eigenen E-Mail-Adresse Suchanzeigen aufgeben kann.
Interessant ist aber nicht nur, was man kaufen kann, sondern auch wie: Da erscheint zum Beispiel unter den Bezugsquellen ein Baseler Antiquariat, das seine Preise in Schweizer Franken angibt und neue Kunden nur gegen Vorauskasse beliefern will. Der Interessent lernt zwar aus den Geschäftsbedingungen, dass er zusätzlich mit Versandkosten von etwa sechs Franken je Kilogramm rechnen muss, erfährt aber nicht, wie er am besten einen Geldbetrag in dieser Währung überweist. Auch auf die Idee, sich vor der Geldüberweisung nach der Lieferbarkeit des gesuchten Buches zu erkundigen, muss er selbst kommen. Dieser Fall ist nicht typisch, zeigt aber einige Hemmnisse auf, die bei solchen Buchbeschaffungen auftreten können.
Das Antiquariatsnetz ist ein Zusammenschluss von derzeit acht deutschsprachigen Antiquariaten. Deren auf knapp 50 000 Titel bezifferter Gesamtbestand kann durch Angabe eines einzigen Suchstrings erforscht werden, aber anders als bei ZVAB ist hier keine Einschränkung der Antworten durch das Eintragen mehrerer Wörter möglich.
Für private Anbieter stellt der Betreiber Ray Henkel ein schwarzes Brett als kostenlosen Service in Aussicht, und schon jetzt besteht die Möglichkeit, einen Rundruf mit Suchanzeigen oder ein Verkaufsangebot an alle beteiligten Antiquariate zu richten.
Der Dritte im Bunde ist die im Oktober 1999 gegründete Buchhandlung justbooks, die nach eigener Aussage schon jetzt etwa 100 000 Titel im Angebot hat.
Im Unterschied zu anderen Seiten sind die Angebote hier übersichtlich sortiert. Gliederung und Seitendesign haben sich seit der Vorstellung in c't 23/99 sichtbar weiterentwickelt. Die ebenfalls vorhandene Suchmaschine zeichnet sich mittlerweile durch differenzierte Abfragemöglichkeiten nach Titel, Autor, Stichworten, Einbandform, Erscheinungsjahr und Einschränkungen nach Mindest- oder Höchstpreisen aus.
Das ermöglicht die Abschätzung des Verkaufswertes auch bei Bucheigentum, das man im Moment gar nicht verkaufen möchte.
Justbooks richtet sich an Einzelpersonen als Anbieter, es sind aber auch Antiquariate vertreten. Kaufinteressenten und Verkäufer müssen sich per WWW anmelden, bevor sie Angebote machen oder wahrnehmen können. Justbooks gibt an Käufer und Verkäufer ausführliche Hinweise für die Nutzung des Vermittlungsangebots und behält sich vor, Teilnehmer auszuschließen, wenn Klagen etwa über die Qualität ihrer Handelsware laut werden.
Im Gegensatz zu den anderen Stellen darf der Kunde hier ausdrücklich über Preisvorstellungen mit dem Anbieter verhandeln, trotzdem stellt sich auch diese Site nicht als Auktionshaus dar, wo nur der Meistbietende zum Zuge kommt.
Bei unseren Stichproben erschienen die Beschreibungen der Bücher bei justbooks am kürzesten, dafür finden sich hier aber auch die meisten Angebote für den kleinen Geldbeutel, selbst Conan-Hefte für 3 Mark.
Die neueste Stelle bislang ist der ‘in Partnerschaft mit buecherwurm.de’ betriebene Umschlagplatz für gebrauchte Bücher unter der Adresse http://www.booklooker.de/, der sich mit einer etwas marktschreierischen Erscheinung als kostenloser Dienstleister für Schnäppchenjäger und Gelegenheitsbuchverkäufer anbietet: Versand- und Zahlungsbedingungen handeln Käufer und Verkäufer selbst aus. Allerdings kündigen die Betreiber an, Anbieter nach Kundenbeschwerden auszuschließen.
Obwohl auf Käufer- und Verkäuferseite hauptsächlich Privatpersonen angesprochen werden, sind zurzeit auch zehn Buchläden mit im Anbieterpool. Aktuell sind etwa 8000 Titel registriert, von denen fast die Hälfte in der Sparte Comics/Sciencefiction auftaucht. Insgesamt kann man das Repertoire statt mit der Suchmaschine auch in zwei Dutzend Sparten (nach Autoren sortiert) durchblättern. Da jedoch immer nur etwa 20 Titel auf einer laufend durchnummerierten Seite zu sehen sind, gestaltet sich dieses Unterfangen selbst bei Sachgebieten mit nur wenigen Hundert Einträgen recht mühselig.
Überhaupt drängt sich der Eindruck auf, dass Besuchern der Site nicht ohne Hintergedanken die Suchmaschine angepriesen wird. Die quittiert nämlich jede erfolglose Suche mit dem wohlmeinenden Vorschlag, man möge sich doch lieber bei buecherwurm.de nach neuen Büchern umsehen.
Eine amerikanische Meta-Suchmaschine, die schon wegen ihrer Größe Erwähnung neben den deutschsprachigen Webseiten verdient, ist der Book-Finder. Er kennt die Bestände von weltweit 10 000 Gebrauchtbuchläden und leitet Kaufinteressenten an diese Händler weiter.
Zwar kann man in BookFinder keine Sprache als Filterkriterium vorgeben, aber manchmal genügt bei der Suche nach deutschsprachigen Büchern schon der genaue Titel, um die fremdsprachigen Ausgaben des gesuchten Werks auszuschließen. Im Erfolgsfall erscheinen dann auf der englisch geschriebenen Webseite mit den Kaufinstruktionen für amerikanische Nutzer vielleicht die deutschen Kommentare eines deutschen Händlers. Immerhin wird man dann in der Regel einen Telefon- oder Faxkontakt herstellen können.
Einige Suchergebnisse der genannten Seiten sind in der Tabelle auf dieser Seite zusammengestellt. Wir haben nach verschiedenen Büchern gesucht, anhand des Autors (Sir J. Hackett und E. H. Gombrich) sowie des Titels (‘Unternehmen Schwerkraft’ und ‘Der fremde Freund’); außerdem je einmal nach einem Thema (Olympiade 1972) und einem Autor (G. Bibby), die für mehrere Antworten gut waren. Auch da, wo vollständige Angaben möglich gewesen wären, haben wir bewusst nur die in der Tabelle aufgeführte, fragmentarische Suchanfrage vorgelegt. In der Spalte ‘Ergebnis’ ist jeweils vermerkt, wie viele der gefundenen Angebote tatsächlich das gesuchte Profil treffen.
Christoph Heins Roman ‘Der fremde Freund’ war nur in der DDR unter diesem Titel, in der BRD unter dem Namen ‘Drachenblut’ erschienen und ist in beiden Varianten lange vergriffen. Wer in einer Suchmaschine nur nach ‘Der fremde Freund’ recherchiert, erfährt höchstens per Zufall von dem anderen Titel, und die hier vorgestellten Register verraten auch nicht, dass das Buch gerade erst mit einem Listenpreis von 14 Mark neu aufgelegt worden ist. Dieses Beispiel zeigt, dass ein menschlicher Buchhändler seine Kunden umfassender beraten kann als jedes Suchprogramm.
Beim kunstgeschichtlichen Bildband von E. H. Gombrich, der im Laden neu 128 Mark kostet, glänzt allerdings das Web mit billigeren Angeboten.
Hat man nun einen Hinweis auf das gesuchte Buch, stellt sich die Frage: Wie kommt das Stück ins Haus? Alle bisher genannten Stellen verweisen die fündigen Interessenten an den Buchhändler oder Privatmann, der das Angebot gemacht hat. Von dessen Vorstellungen hängt es ab, ob man Vorkasse leisten soll, das Buch gegen Rechnung oder als Nachnahmesendung beziehen kann.
Auch über Porto und Verpackung muss man sich von Fall zu Fall im Voraus informieren, entweder in den Geschäftsbedingungen des Anbieters oder bei Privatleuten durch gezielte Absprache. Wer den für alle Seiten wohl sichersten (und bei unseren Stichproben in Deutschland immer auch angebotenen) Weg der Nachnahmebestellung wählt, muss nicht nur möglicherweise Porto und Verpackung, sondern auf jeden Fall auch die Nachnahmegebühren von 6,50 Mark oder mehr zum Kaufpreis hinzurechnen.
Noch aufwändiger wird es, wenn die Anlieferung aus dem Ausland erfolgt - manche Händler geben ihre Preise in DM, manche in ihrer eigenen Landeswährung an. In diesem Fall muss dann man auch noch klären, wie man solche Forderungen begleichen kann, zu welchem Umrechnungskurs das geschieht, und ob vielleicht noch zusätzliche Bankgebühren anfallen.
Vor diesem Hintergrund ist die Dienstleistung der Buchhandlung J. F. Lehmanns erwähnenswert. Wer auf dieser Webseite, die eigentlich der Bestellung handelsüblicher Bücher dient, auf ein nicht mehr lieferbares Stück stößt, findet den Hinweis, dass antiquarische Suche möglich sei.
Bernhard Singelnstein, Ansprechpartner bei Lehmanns in Berlin, erklärt das so: Auf Kundenwunsch startet die Buchhandlung eine antiquarische Suche, bei Bedarf auch mit Suchanzeige, und teilt dem Kunden in der Regel nach drei bis vier Wochen das Ergebnis mit. So gefundene, billige Bücher bietet Lehmanns dann etwa zu deren ursprünglichem Listenpreis an. Dafür muss sich der Kunde um keine Verhandlungen, Verpackung und keine Versandkosten kümmern. Lehmanns sieht in diesem Angebot vorrangig einen Service für preisorientierte Kunden im Gegensatz zu Sammlern, die auch Liebhaberpreise zahlen würden. Der Kalkulationsaufschlag sei meistens nicht einmal kostendeckend.
Wer in den Quellen nicht fündig wird, braucht noch nicht aufzugeben, allerdings setzen die folgenden Instanzen durchaus höheren Einsatz voraus. Zunächst einmal gibt es auch im Internet mehr einschlägige Läden, als von den obigen Suchmaschinen abgedeckt werden. Wer ausreichend verzweifelt für eine Rasterfahndung ist, findet ganze Listen von elektronisch erreichbaren Antiquariaten unter den Adressen http://www.antiquariate.de/ und unter http://www.antiquare.de/fgm_katalog_einfach.html. Und schließlich existiert auch eine deutsche Newsgroup namens de.markt.buecher für Büchersuchende und Anbieter.
Interessenten für deutsch- und fremdsprachige Literatur finden weiterhin sehr viel Hilfe bei [OLLi]plus - Olliver Gassners Webseite mit dem FAQ zur Newsgroup de.rec.buecher unter der Adresse http://www.carpe.com/lit/plus/o_drbfaq.html. Die dort zusammengestellten Spezialhinweise reichen weit über den Rahmen dieses Beitrags hinaus.
Fazit: Bei der Suche nach vergriffener Literatur bieten Internet-Suchmaschinen wirksame Hilfe, die es früher nicht einmal im Ansatz gab - wenn man präzise Angaben für ein Buch machen kann. Weiss man dagegen nur ungefähr, wonach man sucht, verleitet ein gut sortierter Katalog wie bei justbooks.de genauso zum Stöbern wie der hilfsbereite Händler um die Ecke. Im Netz ist die Auswahl käuflicher Bücher meist größer, der Kauf dafür aber umständlicher - und wegen der Versandkosten oft auch teurer als im Laden. (hps)
[1] Axel Kossel, Einkaufsbummel durchs Netz, Schnell und bequem einkaufen über das Internet, c't 11/98, S. 142
[2] Websites aktuell, Besser als der Bücher-Wühltisch, c't 23/99, S. 110
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| Stichprobe Büchersuchmaschinen | |||
| Suchziel | Eingabe | Website | Ergebnis |
| J. Hackett: Sachbuch ‘Der Dritte Weltkrieg’ | |||
| Hackett | Antiqnet | 2 Angebote, 1 Treffer zu 34 DM | |
| booklooker | kein Angebot | ||
| justbooks | kein Angebot | ||
| ZVAB | 36 Angebote, 5 Treffer ab 25 DM | ||
| BookFinder | 1 Angebot (Englisch) zu 13,50 US-Dollar | ||
| H. Clement: Sciencefiction-Roman ‘Unternehmen Schwerkraft’ | |||
| Unternehmen Schwerkraft | Antiqnet | kein Angebot | |
| booklooker | 4 Angebote, 4 Treffer ab 3 DM | ||
| justbooks | 1 Treffer zu 15 DM | ||
| ZVAB | 1 Treffer zu 15 DM | ||
| BookFinder | kein Angebot | ||
| Christoph Hein: Roman ‘Der fremde Freund’ | |||
| Der fremde Freund | Antiqnet | kein Angebot | |
| booklooker | kein Angebot | ||
| justbooks | kein Angebot | ||
| ZVAB | 9 Angebote, 5 Treffer ab 8 DM | ||
| BookFinder | 4 Angebote, 1 Treffer (Deutsch) zu 14,95 US-Dollar | ||
| E. H. Gombrich: Bildband ‘Die Geschichte der Kunst’ | |||
| Gombrich | Antiqnet | 1 Angebot, kein Treffer | |
| booklooker | kein Angebot | ||
| justbooks | kein Angebot | ||
| ZVAB | 19 Angebote, 6 Treffer ab 49/25 DM deutsche/englische Ausgabe | ||
| BookFinder | mehr Angebote als auf der Webseite darstellbar (nur Englisch) | ||
| Bücher zu den olympischen Spielen in München | |||
| Olympiade 1972 | Antiqnet | 8 Angebote ab 18 DM | |
| booklooker | kein Angebot | ||
| justbooks | kein Angebot | ||
| ZVAB | 73 Angebote ab 12 DM | ||
| BookFinder | 7 Angebote (Deutsch) zu Preisen in verschiedenen Währungen | ||
| Bücher von G. Bibby (Populärwissenschaftler für Frühgeschichte) | |||
| Bibby | Antiqnet | 5 Angebote, 1 Treffer zu 28 DM | |
| booklooker | kein Angebot | ||
| justbooks | 5 Angebote, 5 Treffer ab 20 DM | ||
| ZVAB | 35 Angebote, 19 Treffer ab 12 DM | ||
| BookFinder | mehr Angebote als auf der Webseite darstellbar (nur Englisch) | ||
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Wer auf Klassiker aus ist, die 70 Jahre nach dem Tod von Autor und Übersetzer nicht mehr dem Copyright unterliegen, kann viele Literatur gleich im Internet lesen. Das Projekt Gutenberg lebt von der kostenlosen Unterstützung durch Freiwillige, die Copyright-freie Texte erfassen und einsenden.
Die deutsche Abteilung unter http://gutenberg.aol.de/ hält Werke von über 300 Autoren zum Lesen online parat. Allerdings sind diese Texte wirklich nur zum Lesen am Browser geeignet. Wer beispielsweise aus dieser Quelle Wilhelm Buschs Geschichte von der frommen Helene mit ihren vielen Illustrationen in Papierform genießen wollte, müsste annähernd 50 HTML-Dateien per Mausklick anwählen und über 100 Screenshots starten - nicht sehr verlockend. Da reizt schon eher das Angebot einer CD-ROM für 39,80 Mark, mit der die meisten Texte des Projekts ohne lange Online-Zeiten ins Haus kommen. Trotzdem muss sich der Interessent natürlich die Frage stellen, ob das Lesevergnügen am Bildschirm seinen Wünschen mehr entgegenkommt als bedrucktes Papier.
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