Datenschutz und Web 2.0

Wissen | Hintergrund

Ist in Zeiten von Facebook, Twitter und Co. die althergebrachte Vorstellung von Datenschutz überholt? Muss man heutzutage nicht wesentlich freizügiger mit seinen Daten umgehen? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle? Denn Webdienste sammeln nicht nur Informationen über ihre Kunden, sondern auch über deren Bekannte. Die Kontrolle über die eigenen Daten droht verloren zu gehen. Jeder ist betroffen, doch scheint das nicht jeden gleichermaßen zu stören. Das halböffentliche Leben im Web 2.0 birgt neben Gefahren auch Möglichkeiten – es gibt den Nutzern neue Macht.

Macht und Ohnmacht, c't 14/10, S. 112


Facebook scheint es mit der Ausbreitung auf fremde Websites und immer offeneren Privatsphäreeinstellungen bei gleichzeitigen Sicherheitslücken überzogen zu haben.

Facebook greift nach dem Web, c't 11/10, S. 34

Facebook als "Einwohnermeldeamt für die ganze Welt", heise online, 17.07.2010

Boykott-Book, c't 12/10, S. 46

Apples Datenschutzrichtlinien für's iPhone, heise online, 20.07.2010

Betreiber von Online-Rollenspielen protokollieren jede Aktion ihrer Spieler sekundengenau. Scheinbar unverfängliche Verbindungsdaten liefern tiefe Einblicke in die Struktur der Spielergruppen.

Der vermessene Spieler, c't 16/10, S. 86

Datenschutz stellt nur noch ein Rückzugsgefecht dar, auf den sich keine Zukunft im Netz bauen lässt. "Wir wissen so wenig von der Datentechnik der nächsten fünf Jahre, wie Tutenchamun von der heutigen wusste."

Archäologie der Zukunft, c't 14/10, S. 114

Die Abgesänge auf den Datenschutz sind fast so alt wie er selbst. "Alle Hoffnungen in die Selbstregulierung der Informationstechnik sind nur Wunschträume von Politikern, die die Technikentwicklung verschlafen haben."

Das Leben bewahren, c't 14/10, S. 116

Mit einer neuen Regelung des Datenschutzes will die EU Klarheit schaffen – und teilt dabei auch kräftig in Richtung der USA aus. Ein Entwurf enthält viele Neuerungen gegenüber dem bisherigen europäischen Datenschutzregime.

Gegen den unkontrollierten Datenstrom, heise online, 7.12.2011

Wer sich in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter betätigt, sollte genau abwägen, welchen Nutzerkreisen er welche Inhalte zukommen lässt. Mit folgenden Anleitungen ziehen Sie Grenzen zwischen Privatsphäre und öffentlichem Leben im Web 2.0.

Privat eingestellt, c't 14/10, S. 118

Damit aus der Beteiligung der Angestellten am Mitmachweb keine PR-Katastrophe erwächst, sollten Unternehmen mit Social Media Guidelines regeln, wer was wo und wann veröffentlichen darf:

Bloggen oder arbeiten?, c't 15/10, S. 74

Behördliche Datenschützer fordern auch in Bezug auf Soziale Netzwerke eine Modernisierung des Datenschutzrechts:

Wirksameren Schutz beim Datensammeln verlangt, heise online, 24.06.2010

Mehr Transparenz mit elektronischen Mitteln, heise online, 06.07.2010

Wissen Sie, was alles im Internet über Sie kursiert? c't hat untersucht, was bei einer gründlichen Recherche herauskommt und wie man Rufschädigendes aus dem Netz bannen kann. Eine Datenschutzanleitung für Facebook verhilft zu mehr Diskretion.

Ein Netizen entdeckt den Wunsch nach Privatsphäre, c't 1/11, S. 108

Es ist kein Verbrechen, seine Spuren im Browser zu löschen oder seine IP-Adresse zu verschleiern. Anonymität verhindert vor allem, dass die eigenen Daten zu Profilen zusammengefasst und gehandelt werden. Um sich aber wirklich anonym durchs Netz zu bewegen, muss man viele Tricks kennen.

Unerkannt durchs Internet, c't 18/11, S. 86

Die Gefällt-mir-Buttons von Facebook, Google+ und Twitter sind ein Datenschutzproblem. Das 2-Klick-Konzept auf heise online entschärft es.

2 Klicks für mehr Datenschutz, heise online, 1.9.2011

Konnten Facebook-Mitglieder bislang selbst entscheiden, ob sie die neue Chronik nutzen wollen oder die klassische Profilansicht bevorzugen, haben sie künftig keine Wahl mehr. c’t erklärt, was die neue Chronik eigentlich ist und was man bei der Umstellung beachten muss.

FAQ: Facebook-Chronik, heise online, 27.1.2012

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