Ergänzungen & Berichtigungen: Sina-Box

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"E-Mail-Provider mit mehr als 10.000 Kunden müssen eine sogenannte Sina-Box betreiben, die den Mail-Verkehr aller Kunden ausleiten kann, ohne dass es der Provider oder gar der Kunde bemerkt." - steht in c't 4/14. Ein Detail stimmt daran nicht.

Im Test von E-Mail-Providern in Ausgabe 4/14 steht über die Mail-Überwachungs-Infrastruktur hierzulande:

"E-Mail-Provider mit mehr als 10.000 Kunden müssen eine sogenannte Sina-Box betreiben, die den Mail-Verkehr aller Kunden ausleiten kann, ohne dass es der Provider oder gar der Kunde bemerkt."

Dass die Box den E-Mail-Verkehr selbst ausleiten kann und dass der Provider von der Übertragung nichts bemerkt, ist nicht korrekt. Vielmehr dient die SinaBox als Hilfsmittel, mit dem der Provider die Daten an die Behörden weitergibt, sofern ein richterlicher Beschluss zur Herausgabe eines Postfachs vorliegt. Kleinere Provider schicken sie auf DVD.

Richtig bleibt, dass der Kunde in beiden Fällen nichts von der Weitergabe seiner Daten mitbekommt. Weitere Informationen enthält unser Online-Artikel Lauschverhalten unter der Lupe.

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