Friede, Freude und freie Eierkuchen-Rezepte, Teil 3

Wissen | Hintergrund

Unsere dreiteilige Serie spürt den freien Inhalten im Netz hinterher – von Unterhaltung und Bildung über Forschung und Lehre bis zu Strickmustern und Fotosammlungen. Thema des dritten Teils sind Hobby und Kultur -- von Bastelanleitungen bis Journalismus.

Unsere dreiteilige Serie spürt den freien Inhalten im Netz hinterher – von Unterhaltung und Bildung über Forschung und Lehre bis zu Strickmustern und Fotosammlungen. Im dritten Teil geht es um Spiel, Spaß, Hobby und Kultur: Bastelanleitungen, Strickmuster, Fotosammlungen, freier Journalismus und mehr.

Teil 1: Freie Musik, Filme und Bücher
Teil 2: Freie Forschung, Lehre und Bildung
Teil 3: Hobby und Kultur

Beeindruckend ist das schon, welche Kreise die Idee freier Software in andere Bereiche zieht. Die Idee von frei verfügbaren Musikstücken, Videos und Büchern dürfte natürlich durch den Verbreitungsgrad von Tauschbörsen (mit allerdings häufig raubkopiertem, urheberrechtlich geschütztem Material) einen ordentlichen Schub erhalten haben. Der freie Zugang zu Forschungsdaten und wissenschaftlichen Publikationen erhält zusätzlichen Druck durch die allgegenwärtige Zukunft der Wissensgesellschaft und die vielfach postulierte Konkurrenz durch Länder wie China und Indien, aber auch durch die politischen Forderungen von Schwellenländern, die sich nicht mehr durch Patente und Markenrechte in ihrer medizinischen Grundversorgung behindern lassen wollen.

Und sonst? Es bleibt ein Großteil der Bevölkerung mit seinen Freizeitaktivitäten. Ein Blick in die Menge an Blogs zeigt: Immer mehr Blogger stellen ihre Inhalte unter die Creative-Commons-Lizenz (CC). Nun mag das Alltagsgeschreibsel nicht als das Allerwichtigste erscheinen, wozu man freien Zugang haben möchte – interessant ist aber der Gedanke dahinter: Der Gebrauch von freien Lizenzen zieht in den Alltag von Otto Normalverbraucher im Internet ein.

Die Freigiebigkeit reicht mittlerweile von Rezepten bis zu Medienkunst und Elektronikbasteleien, von Origami bis zu frei nutzbaren Fotos, von Icons und Buttons über Printvorlagen für T-Shirts bis zu freier Clipart. Die Idee des freizügig geteilten Wissens und der Weitergabe von Erfahrung – etwas, was man aus der Software-Welt in Form von Howtos schon lange kennt – findet in der Welt außerhalb der IT sein Abbild in Form von Sprachkurs-Podcasts, Screencasts zum Erlernen von Grafikprogrammen, Lehrvideos zum Stricken und zu Basteleien mit Microcontrollern, Veranstaltungen zum Skill Sharing.

Das Hauptproblem dieser Art von freiem Zugang ist: Er ist in der Regel nirgendwo zentral erfasst, sondern weit verstreut im Internet zu finden – besonders in Blogs, in denen man mal hier, mal dort eine Handvoll CC-lizenzierter Inhalte findet.

Weiter: Freiheit für Amateure und Bastler

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