Surfstationen

Kompakte Tablets mit Android und Windows CE

Mit fünf bis sieben Zoll großen Tablets wollen Archos, Dell und Toshiba das Web in den Griff bekommen – und Couch-Potatoes in begeisterte Sofa-Surfer verwandeln.

Mit fünf bis sieben Zoll großen Tablets wollen Archos, Dell und Toshiba das Web in den Griff bekommen – und Couch-Potatoes in begeisterte Sofa-Surfer verwandeln. Doch auf zwei der drei Kandidaten tippt man sich die Finger wund.

Mit einem Preis von gerade einmal 180 Euro ist das Archos 7 eines der billigsten Android-Tablets. Toshiba verlangt für sein ebenfalls sieben Zoll großes Journ.E Touch mit Windows CE und selbstentwickelter Touch-Oberfläche 250 Euro. Dells Streak spielt mit seinem Preis von rund 500 Euro in einer anderen Liga, bietet aber mit UMTS, GPS und Telefonfunktion auch reichlich Gegenwert.

Touchscreen-Techniken

Resistive Touchscreens bestehen aus einer mit Metall bedampften Glasscheibe und einer darüber gespannten Polyesterfolie, die mit einer leitfähigen Beschichtung versehen ist. Kleine Kügelchen halten die beiden Schichten auf Abstand. Drückt man sie zusammen, bestimmt der Controller aus dem Spannungsabfall die Koordinaten. Multitouch-fähig sind resistive Touchscreens nicht.

Bei kapazitiven Touchscreens liegt über dem Schirm eine mit hauchdünnem Metall beschichtete Glasscheibe. Von den Ecken wird eine niedrige Spannung angelegt, die ein schwaches elektrisches Feld erzeugt. Fasst der Nutzer den Schirm an, erdet er das Feld. Aus dem Strom, der durch den Finger abgeleitet wird, ermittelt der Controller die Koordinaten. Daher reagieren kapazitive Screens nur auf leitende Gegenstände (Metallstift, Finger oder Ähnliches).

Außerdem hat das Streak einen kapazitiven Multitouch-Screen, der auch sanfte Streichler registriert und brillante Farben zeigt. Die günstigen resistiven Singletouch-Screens von Archos und Toshiba können da nicht mithalten – bei ihnen muss man mit der Fingerspitze feste drücken. Manchmal sieht man sich sogar gezwungen, den Fingernagel einzusetzen. Außer der Bedienbarkeit leidet auch die Bildqualität, denn unter der resistiven Folie wirken Kontraste stumpf und Farben blass.

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