Leseprobe aus c't 26/09
OpenSuse zählt hierzulande zu den beliebtesten Linux-Distributionen. Seinen guten Ruf hat sich das System durch die traditionell gute Hardware-Unterstützung, eine riesige Software-Auswahl und das benutzerfreundliche grafische Einrichtungswerkzeug Yast erarbeitet.
Auf der beiliegenden doppelseitigen DVD finden Sie die aktuelle Linux-Distribution OpenSuse 11.2 für 32- und 64-Bit-Systeme. Sie lässt sich problemlos neben Windows installieren, sodass man Linux ohne große Umstände ausprobieren kann. OpenSuse 11.2 hält eine ganze Reihe Verbesserungen bereit, etwa einen rund laufenden KDE-4-Desktop und Ext4 als neues Standarddateisystem.
Das Schöne am OpenSuse-Installer ist, dass er dem Benutzer freie Hand lässt: Er kann von der Partitionierung über die Software-Auswahl bis zur Druckereinrichtung alles bis ins Detail konfigurieren, ist aber nicht dazu gezwungen. Linux-Neulinge, für die Gerätenamen wie /dev/sda1 böhmische Dörfer sind, können einfach den Vorgaben des Installers folgen und OpenSuse mit einigen wenigen Klicks auf „Weiter“ aufspielen.
Wer Linux parallel zu Windows installieren möchte, sollte zunächst unter Windows die Festplatte defragmentieren, damit alle Dateien an den Anfang der Partition geschoben werden und OpenSuse das Dateisystem verkleinern kann. Außerdem sollten Sie vor der Parallelinstallation Ihre Daten sichern. Normalerweise geht bei der Installation von Linux nichts schief, aber wenn doch, etwa wegen eines Stromausfalls oder weil Sie die falsche Partition zum Formatieren markieren, müssen Sie sich hinterher nicht ärgern.
OpenSuse installiert standardmässig die Desktop-Umgebung KDE 4.3.1, alternativ stehen Gnome und XFCE zur Auswahl.
Um OpenSuse 11.2 von der Heft-DVD zu installieren, muss der Rechner so konfiguriert sein, dass er vom DVD-Laufwerk bootet. Das stellen Sie in der Regel im BIOS ein, einige Rechner bieten aber auch die Option, beim Systemstart über den Druck auf eine Funktionstaste das Boot-Laufwerk auszuwählen. Nach dem Willkommensbildschirm im neuen dunkelgrün-grauen Design können Sie über einen Druck auf F2 die Sprache auf Deutsch umstellen. Mit F3 lässt sich die Bildschirmauflösung einstellen. Zeigt OpenSuse bei der Installation nur einen schwarzen Bildschirm, hilft es oft, hier einen niedrigeren Wert oder gleich VESA zu wählen. Auch die Optionen, die Sie über F5 erreichen, helfen bei eventuell auftretenden Problemen: Sie können dort ACPI deaktivieren oder – wenn auch damit nichts geht – die Installation mit „Sicheren Einstellungen“ starten.
Sobald Sie den Menüpunkt „Installation“ auswählen, wird der Kernel geladen und der Installer gestartet. Im ersten Bildschirm können Sie sich für eine Sprache und Tastaturbelegung entscheiden. OpenSuse stellt dort automatisch die im Boot-Bildschirm getroffene Sprache ein. Danach müssen Sie sich für den Installationsmodus entscheiden, vorausgewählt ist die Neuinstallation. Alternativ besteht hier die Möglichkeit, ein Update oder das Rettungssystem zu starten, mit dem Sie beispielsweise einen zerschossenen Bootmanager reparieren können.
Den vollständigen Artikel finden Sie in c't 26/2009.
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Heft bestellen
Permalink: http://heise.de/-874078
Kommentare lesen (48 Beiträge)
Das aktuelle Heft ist jetzt im Handel erhältlich.
Ältere Artikel können Sie über unser Zeitschriften-Archiv bestellen.