Leseprobe aus c't 3/08
Heutzutage ist es völlig normal, dass man seine Fotos Verwandten und Bekannten im Online-Album präsentiert, statt Abzüge zu verschicken. Selbst ganze Musiksammlungen kann man inzwischen online speichern und bequem via Webplayer von überall abrufen. Inzwischen tauchen sogar erste Anbieter auf, die komplette Medienarchive online für Sie speichern wollen.
Auch bei Freunden oder im Büro bequem Zugriff auf die komplette eigene Musik- und Videosammlung haben - dieser Traum erfüllt sich gerade: Spezielle Medienserver für den PC hieven die Inhalte indes direkt per DSL-Leitung aus dem trauten Heim ins Internet. Dass es dafür durchaus komfortablere Lösungen als FTP-Server gibt, zeigt der Artikel in c't 3/08 ab Seite 148. Die hier vorgestellten Musikspeicherdienste halten in-des Ihre komplette Musiksammlung online vor und spielen sie über einen meist Flash-basierten Webplayer ab. Letztere erinnern nicht selten an ein ins Web verfrachtetes iTunes oder Winamp. Wenn in der Tabelle auf Seite 146 in c't 3/08 nicht anders vermerkt, stehen dem Nutzer alle üblichen Abspielfunktionen (Play/Pause, Spulen, Skip, Shuffle, Repeat, Playlistenerstellung et cetera) zur Verfügung. Mit Ausnahme von Wixi gewähren alle Services auch bei kostenloser Nutzung unbeschränkten Speicherplatz, um die Musiksammlung online zu verwahren. Alle behalten sich vor, kostenpflichtige (Zusatz-)Angebote einzuführen.
Die Songs müssen Sie nicht mühsam einzeln hochladen; einen Web-basierten Upload-Manager gibt es in jedem Fall. Zusätzlich offerieren viele Dienste Desktop-Software für den Import einzelner Verzeichnisse oder ganzer Musikbibliotheken (iTunes, Windows Media Player, Winamp). Alle nehmen MP3s entgegen - darf man auch andere Formate hochladen, werden diese meist transkodiert. Ausnahmen stellen hier MP3tunes, das auf Wunsch die Originalformate via Playlisten zur Verfügung stellt, und künftig Simfy dar, das direkt AAC streamen will, dafür aber den jüngsten Flash Player 9 voraussetzt.
Schon aus rechtlichen Gründen erspart einem kein Dienst den auch mit ADSL langwierigen Upload. Andererseits würde man sich auch ärgern, wenn statt der mit der besten Qualitätsstufe von LAME selbst umgewandelten Songs schnell dahinkodierten Kram aus den Lautsprechern plärren würden.
Ebenfalls aus rechtlichen Gründen darf man bei den wenigsten Diensten (MP3tunes, Lala, Jooce, Wixi) die eigenen Dateien wieder herunterladen, einzig löschen darf man sie freilich überall wieder. So wollen die Anbieter verhindern, dass Nutzer ihre Account-Daten weitergeben und es Dritten ermöglichen, die Musik herunterzuladen. Zwar helfen einem solche Angebote nicht weiter, wenn man eben unterwegs den MP3-Player befüllen will oder sich ein sicheres dezentrales Backup der Musiksammlung wünscht. Sie reichen aber aus, um Freunden mal eben die neueste Scheibe übers Netz vorzuspielen oder sich am Arbeitsplatz mit der eigenen Musik vom Umgebungslärm abzuschotten. Tatsächlich gestatten es einige Services dank Lizenzvereinbarungen mit Verwertungsgesellschaften, Musik als Radiostream auch außerhalb der jeweiligen Community zugänglich zu machen, also „öffentlich aufzuführen“.
Die Online-Musikspeicher nutzen die in den Songs gespeicherten Metainformationen, um im Klangarchiv zu navigieren - der kleinste gemeinsame Nenner besteht dabei in Künstler, Album und Titel. Die wichtigsten Merkmale der Speicherdienste haben wir in der Tabelle auf Seite 146 in c't 3/08 zusammengefasst.
Freilich darf man laut den Geschäftsbedingungen aller Portale nur legale Musik hochladen, also von eigenen CDs gegrabbte oder bei Online-Shops erworbene Songs.
Den vollständigen Artikel finden Sie in c't 3/2008.
| "Ihr Online-Musikarchiv" | |
| Artikel zum Thema "Ihr Online-Musikarchiv" finden Sie in der c't 03/2008: | |
| Internet-Speicherdienste f;ürs Medienarchiv | S. 138 |
| Der eigene PC als Medienserver | S. 148 |
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Heft bestellen
Permalink: http://heise.de/-291416
Das aktuelle Heft ist jetzt im Handel erhältlich.
Ältere Artikel können Sie über unser Zeitschriften-Archiv bestellen.