Wenn auch keine Computermesse, so zeigt die IFA doch, dass mobile Computertechnik immer mehr ins Blickfeld des normalen Anwenders rückt.
Waren vor ein paar Jahren Notebooks und PDAs noch seltener auf der IFA vertreten, erkennen die großen Hersteller mittlerweile, dass längst nicht nur gut betuchte Geschäftsleute Interesse für die kleinen, mobilen Helfer bekunden.
So präsentiert Elektronik-Riese Sony dieses Jahr auf seinem Stand den MP3-fähigen Handheld Clié PEG-N770C. In den USA hat Sony schon längst Farb-PDAs auf Palm-OS-Basis im Programm; nun macht der Konzern auch in Deutschland ernst. Der PDA hat ein reflektives TFT-Farbdisplay (320 x 320 Pixel), das über 65 000 Farben darstellt. Natürlich darf auch das für Sony übliche Jog-Dial-Rädchen und der Memory-Stick-Slot nicht fehlen. Als Systemsoftware kommt das brandneue Palm OS 4.1 zum Einsatz.
Die mittlerweile von Intel aufgekaufte Firma Xircom erfreut die Nutzer der Palm-m50x-Serie mit einem brandneuen WLAN-Modul für drahtlose Netzwerkintegration. Die Erweiterung wird auf den Sync-Port des Organizers gesteckt und macht den Palm etwa doppelt so dick. Davon abgesehen wird sich Xircom auf der IFA vor allem der Werbung für das Prozesor-Flaggschiff Pentium 4 des Mutterkonzerns Intel widmen (müssen).
Eines der großen Notebook-Highlights präsentiert das Team von Sharp: Mit einer Höhe von nur 16,6 Millimetern und einem Gewicht von nur 1,31 Kilogramm ist das Muramasa-Notebook PC-UM10 eines der kleinsten und leichtesten der 12,1-Zoll-Display-Klasse. Eine spezielle Magnesium-Legierung verschafft dem Kleinrechner den entscheidenden Gewichtsvorteil.
Im Inneren des Laptops verrichtet ein Ultra-Low-Voltage-Pentium-III-Prozessor mit 600 MHz Taktfrequenz seine Arbeit, der auf 128 MByte Haupt- und 20 GByte Festplattenspeicher zugreift. Für die bunten Bilder sorgt ein ATI Rage Mobility-Grafikchip mit 4 MByte Grafikspeicher. Ein 56K-Modem und Ethernet hat das schmale Gerät bereits eingebaut. Ob der mobile Silberling in Europa seine (betuchten) Freunde finden wird, bleibt eine spannende Frage. Immerhin erlitten Hewlett-Packard und Mitsubishi mit dem bis dato flachsten Notebook OmniBook Sojourn ordentlich Schiffbruch (c't 10/98, S. 82), weil die Ergonomie unter dem Diktum der flachen Bauweise leidet und das Gerät einfach zu teuer war. (dal)
Sony: Halle 18, Stand 01
Xircom: Halle 9, Stand 35
Sharp: Halle 3.2, Stand 01
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