Tuning für Gnome 3

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Mit Gnome Shell Extensions kann man die viel kritisierte Gnome-3-Oberfläche erweitern – oder ihr einen Gnome-2-Touch verleihen.

Gnome 3 hat seit seiner Einführung einiges an Kritik einstecken müssen, denn längst nicht jedem gefallen die neuen Bedienkonzepte. In den vergangenen Monaten entstanden allerlei Erweiterungen für die Gnome Shell, die individuelle Vorstellungen oder von Gnome 2 gewohnte Funktionen bei Gnome 3 nachrüsten, wie man es ähnlich von Erweiterungen für Firefox oder Thunderbird kennt. Die Anfang Dezember von den Gnome-Entwicklern eingerichtete Website extensions.gnome.org sammelt diese Erweiterungen zur einfachen Nachinstallation, wie es die Website addons.mozilla.org für die Internet-Software des Mozilla-Projekts macht.

Die relativ einfach gehaltene und mit einem dicken roten "Alpha" im Titel gekennzeichnete Website enthielt kurz nach der Vorstellung knapp dreißig Erweiterungen; Mitte Dezember waren es schon sechzig, mittlerweile sind es um die hundert. Die Website bietet Kommentar- und Ratingfunktionen. Eine Anzeige der meist genutzten Erweiterungen fehlt allerdings ebenso wie eine Kategorisierung oder eine Suchfunktion; auch die Sortierung lässt sich nicht beeinflussen.

Jede Extension hat eine eigene Beschreibungsseite. Nutzer von Gnome 3.2 und Firefox können die Erweiterung direkt über diese installieren, indem sie den Schiebeschalter umlegen, der sich links neben dem Namen der Extension befindet. Bei WebKit-Browsern wie Chromium oder Epiphany funktioniert das Ganze aufgrund eines Fehlers in der Shell nicht, den das im März erwartete Gnome 3.4 beheben wird. Die Erweiterungs-Website hält Patches bereit, die dies Manko beseitigen, macht allerdings keine Angaben, welche Distributoren diese Korrekturen an ihre Nutzer verteilen.

Die Gnome Shell lässt sich die Installation bestätigen und aktiviert die Erweiterungen sogleich. Auf einer eigenen Seite listet die Website alle installierten Extensions und bietet dort Schiebeschalter, um installierte Erweiterungen ein- oder auszuschalten; letzteres gelingt über das Gnome-Tweak-Tool auch offline.

Das Angebot an Erweiterungen ist vielfältig; einige der interessantesten stellt der Text im Folgenden vor. Außerdem haben wir eine Bilderstrecke mit über 30 nützlichen Erweiterungen zusammengestellt – vielfach sagt ein Bild der Extension im Einsatz mehr als tausend Worte.

Nicht wenige der Erweiterungen ändern nur Details – aber vielfach jene, die einige Anwender bei Gnome 3 nachhaltig nerven. Durch die Erweiterung "Alternative Status Menu" etwa zeigt das Benutzermenü unterhalb des Eintrags "Bereitschaft" auch die Punkte "Ruhezustand" und "Ausschalten" an. Durch die "Permanent Notifications" bleiben per Empathy eingegangene IM-Nachrichten bis zu einer Bestätigung eingeblendet, sodass man keine Instant Messages verpasst, wenn man einige Sekunden mal nicht auf den Schirm schaut.

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