Funk-Analyst

USB-Stick hilft bei der Fehlersuche in WLANs

Wenn das WLAN nur stockend Daten überträgt, ist guter Rat oft teuer: Wer funkt dazwischen? Ein USB-Stöpsel hilft bei der Aufklärung.

Seite : Funk-Analyst

Bild 1 [150 x 111 Pixel @ 14,4 KB]

Vergrößern

WLAN-Spezialisten, die regelmäßig Fehlersuche in Funknetzen betreiben, bekommen mit dem USB-Mikrowellenempfänger Wi-Spy ein handliches Werkzeug, um die Ursache einzugrenzen. Im Stick verbirgt sich ein zweckentfremdeter Juno-Adapter von Unigen für Wireless USB. Das zugehörige Programm tastet über den Stift etwa im Sekundenabstand das 2,4-GHz-ISM-Band (2,400 bis 2,483 GHz) ab, in dem WLAN, Bluetooth, Zigbee und andere Funkdatendienste arbeiten. Es stellt mit einer Auflösung von einem Megahertz wahlweise als Linienzug oder Spektrogramm (zeitlicher Verlauf der Bandbelegung) dar, auf welcher Frequenz Signale wie stark vorhanden sind: WLAN funkt als 20 oder 40 MHz breiter, konstanter Block, Bluetooth dagegen als 1 MHz schmaler Hüpfer.

Der Wi-Spy erhebt schon wegen seines fehlenden Antenneneingangs und schmalen Frequenzbereichs nicht den Anspruch, mit professionellen Spektrumanalysatoren zu konkurrieren, die ein Hundertfaches kosten. Doch für eine qualitative Analyse – Identifizieren verschiedener 2,4-GHz-Funker, Finden der besten Position für die WLAN-Basisstation, Ausleuchtungsmessungen – genügen seine Empfindlichkeit (ca. -60 dBm) und Dynamik (ca. 35 dB).

Ferner hilft der Hochfrequenzschnüffler Antennenbastlern, gute von schlechten Konstruktionen zu unterscheiden, ist aber auch dabei nicht aufs dB genau. Software liefert der Hersteller nur für Windows, doch auch die Open-Source-Szene war bereits rege: Tools für Linux, BSD und Mac OS X findet man über www.metageek.net/wi-spy/altos.php. (ea)


Wi-Spy
Spektrumanalysator für 2,4 GHz
HerstellerMetageek
AnbieterFreebird
SystemanforderungenPC/Notebook mit USB-Anschluss, Windows 2000/XP
Preis120 EUR

Anzeige