Die einen behaupten, Linux habe keine Zukunft auf dem Desktop und werde nie über den Bereich der Internet-Server hinauskommen. Linux-Fans halten dagegen, das freie Betriebssystem sei längst tauglich für den Einsatz auf Workstations und unternehmenskritischen Servern. Wir wollten es genau wissen - und fast 10 000 heise-online-Besucher gaben uns ihre Antwort.
Ahnungen, Vorurteile und Prophezeiungen hinsichtlich der Verbreitung von Linux gibt es viele, konkrete Zahlen nur wenige. ’Wie setzen Sie Linux ein?’ fragten wir daher Ende Juni eine Woche lang die heise-online-Leser. 9960 Personen beteiligten sich an der Umfrage und hinterließen uns 9213 auswertbare Datensätze - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die sich ein paar Minuten Zeit genommen und uns lang gehegte Vermutungen bestätigt, aber auch einige überraschende Erkenntnisse beschert haben.
Womit sich gleich die Frage nach der Repräsentativität stellt. Sind die gut 9200 Teilnehmer an unserer Umfrage repräsentativ für die Linux-Anwender in Deutschland? Streng statistisch gesehen nicht, schließlich handelt es sich um keine echte Zufallsstichprobe. Andererseits sind 9200 Personen angesichts einiger Hunderttausend Linux-Fans in Deutschland eine recht große Stichprobe; und Verfälschungen im großen Stil dürfte unsere manuelle Anmeldeprozedur verhindert haben, die systematische Verzerrungen der Ergebnisse durch automatisch per Skript generierte identische Antworten unmöglich macht.
Bei der Bewertung der Ergebnisse muss man freilich im Hinterkopf behalten, dass hier Linuxer Auskunft über ‘ihr’ Betriebssystem geben. Das sieht man allein schon an der Erfahrung mit Linux: Über 60 Prozent der Befragten setzen Linux schon über zwei Jahre ein. Diejenigen, die nach einigen Experimenten mit dem PC-Unix frustriert aufgegeben haben, kommen hier also nicht zu Wort.
Gleich zum Einstieg wollten wir wissen, ob Linux auf dem Server oder auf dem Desktop eingesetzt wird - und erlebten die erste Überraschung: Bei fast zwei Dritteln der Teilnehmer lautet die Antwort ‘sowohl als auch’. Bei einem Fünftel beschränkt sich der Linux-Einsatz auf den Desktop, bei gut 15 Prozent auf den Server. Unterm Strich setzen also fast 85 Prozent der Befragten das freie Betriebssystem (auch) auf dem Desktop ein - so viel zum Thema ‘Linux taugt nicht für den Desktop’.
Noch interessanter sieht es aus, wenn man berücksichtigt, wie lange die Teilnehmer unserer Online-Umfrage schon mit Linux zu tun haben: Von den ganz alten Hasen mit mehr als fünf Jahren Linux-Erfahrung (immerhin ein gutes Fünftel aller Teilnehmer) setzen gut 80 Prozent Linux auf Server und Desktop ein. Die Linux-Neulinge hingegen konzentrieren sich überwiegend auf einen Einsatzzweck - und das ist meist der Desktop.
| Die alten Hasen setzen Linux überall ein, Neulinge starten meist mit dem Desktop. |
Bei den allermeisten Personen, die unseren Online-Fragebogen ausgefüllt haben, läuft mehr als ein Rechner unter Linux. Sind die Linux-User also - ganz wie im Klischee - die verschrobenen Rechner-Freaks, die in Keller, Arbeits-, Wohn- oder Schlafzimmer einen ganzen Rechnerpark aufgebaut haben? Nun, nicht ganz: Zwar setzen fast alle Teilnehmer der Befragung (90 Prozent) Linux privat ein, aber immerhin 70 Prozent haben auch beruflich mit dem freien Betriebssystem zu tun. Und die sind es vor allem, die mehrere Rechner betreiben: Über 90 Prozent der Profis haben mindestens zwei, immerhin noch ein gutes Viertel (27,5 Prozent) über zehn Linux-Systeme im Einsatz. Hingegen kommen fast die Hälfte derjenigen, die Linux ausschließlich privat nutzen, mit einem PC aus; und nur eine kleine Minderheit betreibt mehr als drei Rechner mit Linux.
Wenig überraschende Ergebnisse erbrachte die Frage nach der Hardware-Plattform: Bei nahezu allen Teilnehmern (99,5 Prozent) läuft Linux auf Intel-Hardware. Anders als man vielleicht erwarten würde, liegt auf Platz zwei jedoch weder der PowerPC (350 Nennungen) noch der Alpha-Prozessor (270 Nennungen) - sondern mit 400 Nennungen die SPARC-Plattform. Wenn man bedenkt, dass man SPARC-Rechner gemeinhin nur mit einem kommerziellen Unix (Solaris oder früher SunOS) kaufen kann, ist dies schon ein bisschen verwunderlich. Immerhin 90 Befragte haben Linux auf einem Mainframe laufen, rund 50 Befragte auf ‘Kleingeräten’ (überwiegend PDAs mit StrongARM-Prozessor). Selbst der eine oder andere Itanium wurde schon unter ‘Sonstige Hardware’ genannt.
Dass Hardware-Plattformen jenseits der x86-Architektur vorwiegend im professionellen Kontext zum Einsatz kommen, ist nicht allzu erstaunlich - welcher Privatmann hat schon einen Mainframe im Keller stehen? Unter privaten Linux-Anwendern schlägt sich der PowerPC-Prozessor noch am besten (Apple lässt grüßen!) und kommt immerhin auf einen Anteil von gut 2 Prozent.
Wenn Linuxer nicht gerade ‘ihr’ System gegen Attacken von Windows- oder BSD-Fans verteidigen, streiten sie untereinander, welche Distribution wohl am gelungensten ist - zumindest könnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man in einschlägige Diskussionsforen schaut. In der Praxis scheinen derartige Auseinandersetzungen allerdings keine so große Rolle zu spielen: Über ein Drittel der Befragten setzt mehr als eine Distribution ein. Spitzenreiter ist mit deutlichem Abstand die deutsche SuSE-Distribution (74 Prozent). Mit einigem Abstand folgen Red Hat (29 Prozent) und Debian (23 Prozent), nochmals etwas abgesetzt Mandrake (zehn Prozent). Die zahlreichen anderen Distributionen scheinen keine bedeutsame Rolle zu spielen.
| Deutsche Linuxer greifen am liebsten zu SuSE. |
Linux-Profis tendieren dabei eher zum Einsatz mehrerer Distributionen als Privatleute - schließlich betreiben sie ja auch häufiger mehrere Linux-Rechner. Red Hat ist im professionellen Umfeld mit 33 Prozent Anteil deutlich beliebter als bei privaten Linux-Anwendern (16 Prozent); ansonsten sind die verschiedenen Distributionen im privaten und beruflichen Einsatz ähnlich weit verbreitet.
Interessant ist dabei, dass die Anteile der Distributionen auch über unterschiedliche Benutzergruppen, eingeteilt nach ihrer Erfahrung mit Linux, relativ konstant bleiben. Typische Einsteiger- oder Profi-Distributionen existieren offensichtlich nicht. Dabei gibt es allerdings eine auffällige Ausnahme: Je mehr Erfahrung die Befragten mit Linux haben, desto häufiger greifen sie zu Debian - 3 Prozent der Neulinge, aber 28 Prozent der alten Hasen mit mehr als fünf Jahren Linux-Erfahrung setzen diese Distribution ein. Das scheint den Stimmen Recht zu geben, die Debian besondere Reife und innere Qualitäten zusprechen - oder auch eine besonders kryptische Installation und Konfiguration ...
Immerhin gut 1,6 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich ihr Linux selbst zusammengestellt haben - etwa die Hälfte davon auf der Basis des ‘Linux From Scratch’-Projektes [1]. Auf rund 1,2 Prozent beläuft sich der Anteil der fli4l-Nennungen. Dieser ‘One-Disk-Router’ bringt auf einer Floppy einen kompletten DSL- und ISDN-Router unter [2].
Natürlich interessierte uns vor allem, wie zufrieden Linux-Anwender mit ihrem System sind. Hier erhalten diejenigen, die das freie Betriebssystem als längst reif für den Desktop-Einsatz sehen, einen ersten Dämpfer: Mit Linux auf dem Server sind nahezu alle Teilnehmer der Online-Umfrage zufrieden, mit Linux auf dem Desktop allerdings ‘nur’ knapp 77 Prozent. Ob freilich andere Systeme einen größeren Anteil zufriedener Anwender vorweisen können, steht auf einem anderen Blatt ...
Angesichts der hohen Zufriedenheit beim Server-Einsatz ist es nicht weiter erstaunlich, dass 84 Prozent der Befragten keinerlei Probleme mit Linux auf dem Server haben. Ansonsten spiegeln die genannten Probleme recht gut die gängigen (Vor-)Urteile wider, die in den Diskussionen um das PC-Unix immer wieder auftauchen: Komplizierte Bedienung und hoher Administrationsaufwand, fehlende Anwendungen und mangelnde Hardware-Unterstützung, zu wenig Support und Defizite bei der Dokumentation.
| Gut 70 Prozent der Befragten nutzen Linux beruflich. |
Interessant sind die Problemfelder, die so selten gewählt wurden, dass sie in der Grafik auf dieser Seite lediglich unter ‘Sonstiges’ auftauchen: Probleme mit Zuverlässigkeit und Stabilität, mit der Sicherheit oder Skalierbarkeit sowie bei der Integration der verschiedenen Serverdienste bemängeln bei 40 bis 70 Nennungen durchgängig weniger als 1 Prozent derjenigen, die Linux auf dem Server einsetzen.
Einige weitere Aspekte kommen zum Vorschein, wenn man sich ansieht, welche Problemfelder die Umfrageteilnehmer über die von uns vorgegeben Kritikpunkte hinaus genannt haben. Immer wieder taucht hier fehlende Unterstützung durch das Management als Problem für den Linux-Einsatz auf. Manch einer erlebt die Vielfalt der Distributionen eher als Mangel an Standardisierung und zu großer Uneinheitlichkeit denn als Chance zur Auswahl, und auch die noch nicht durchgängige deutsche Lokalisierung stört einige wenige. Mehrere Befragte bemängeln das Fehlen eines Journaling Filesystem. Auf technischer Seite scheint NFS bei Linux-Servern immer mal wieder Ärger zu machen.
| Die allermeisten Linux-Anwender erleben auf dem Server keine ernsthaften Probleme. |
Die Bereiche, in denen Linux-Server eingesetzt sind, entsprechen weitgehend dem Erwarteten: Es dominieren Internet- sowie Datei- und Druckdienste, die jeweils auf mehr als der Hälfte aller Linux-Server laufen. Bei den ebenfalls relativ häufig genannten Datenbanken dürfte es sich wohl weniger um unternehmenskritische Systeme handeln, sondern eher um Datenbanken hinter dynamisch arbeitenden Webservern. In der Rangfolge der eingesetzten Dienste gibt es kaum Unterschiede zwischen privaten und professionellen Linux-Usern - abgesehen davon, dass fast 90 Prozent der Profis, aber nur gut die Hälfte der Privatanwender überhaupt einen Linux-Server betreiben.
Auf den ersten Blick bestätigen die am häufigsten eingesetzten Serveranwendungen das Klischee, dass Linux vor allem für Aufgaben zum Einsatz kommt, bei denen es ‘nicht so drauf ankommt’. Aber unter den ‘anderen Serveranwendungen’ finden sich immerhin auch zehn SAP-R/3-Systeme, 25 Backup-Rechner und ein Redaktionssystem - sicherlich keine ganz unwichtigen Aufgaben. Ansonsten haben die Teilnehmer unserer Online-Umfrage hier ein Sammelsurium an weiteren Applikationen genannt, das vor allem die Flexibilität des PC-Unix belegt. Um nur die häufigsten zu nennen: DNS- und DHCP-Server, CVS und Netzwerkdiagnose, FTP-, News- und IRC-Server, Dialin- und Fax-Server, Compute-Cluster und Spieleserver zeigen das Spektrum dessen, was mit Linux möglich ist.
| Auf dem Server macht Linux glücklicher. |
Schließlich haben wir die Anwender, die Linux nur auf dem Server einsetzen, gefragt, unter welchen Voraussetzungen sie das freie Betriebssystem auch auf dem Desktop in Betracht ziehen würden. Hier stehen vor allem zwei Dinge auf der Wunschliste: Die Verfügbarkeit bestimmter Anwendungen - Platz eins: ein MS-Office-kompatibles Büropaket, gefolgt von Grafikprogrammen wie Photoshop und DTP-Anwendungen sowie Spielen - und einfachere Bedienbarkeit. Lediglich für gut vier Prozent kommt Linux auf dem Desktop grundsätzlich nicht in Frage.
Unsere Umfrage zeigt wieder einmal, dass die EDV-Landschaft in der Realität eher heterogen ist. Ganz für sich alleine werkeln Linux-Server lediglich bei 38 Prozent der Befragten; ein Viertel setzt neben dem PC-Unix sogar noch mehrere andere Server-Betriebssysteme ein.
Windows NT/2000 läuft bei 42 Prozent; die kommerziellen Unix-Versionen - von Solaris bis Tru64 - addieren sich auf 41 Prozent, Free-, Net- und OpenBSD kommen gemeinsam auf acht Prozent. Die meisten Linuxer kennen also die Konkurrenz - und nutzen sie auch.
Und was machen Linux-User mit ihrem System auf dem Desktop? Auf den ersten Blick nicht viel anderes als die Anwender anderer Betriebssysteme: Sie gehen ins Internet, benutzen Office-Programme, brennen CDs oder bearbeiten Bilder. Aber rund zwei Drittel der Linuxer entwickeln auch Software oder verwalten Netzwerke - sicher keine alltäglichen Aufgaben für den Durchschnitts-PC-User.
| Die Stärken von Linux liegen im Bereich Internet. |
Hier bestehen allerdings auch Unterschiede zwischen Linux-Profis und Privatanwendern. Programmieren, Netzwerkadministration oder das Erstellen von Webseiten sind Aufgaben, mit denen Linuxer vor allem beruflich zu tun haben. Allerdings entwickelt auch mehr als Hälfte der Privatanwender Software: Linuxer scheinen doch ein etwas anderes Nutzerprofil zu haben als Anwender anderer Betriebssysteme. Das zeigt sich auch, wenn man die Angaben in der Kategorie ‘sonstige Anwendungen’ auswertet. Spitzenreiter mit über 80 Nennungen ist TeX (wobei das wohl manch einer noch unter ‘Office’ eingeordnet haben dürfte), gefolgt von wissenschaftlichen Anwendungen aller Art - Rechencluster, Simulationen, Datenerfassung und -auswertung und so weiter.
Dabei kommen nur die wenigsten mit Linux alleine aus: Lediglich zehn Prozent der Befragten booten überhaupt kein anderes Betriebssystem. Als ‘Zweitsysteme’ dominieren - wen wunderts - Windows NT/2000 und Windows 95/98/ME. Weder MacOS noch die freien BSDs oder kommerzielle Unix-Versionen werden bei irgendeiner der abgefragten Anwendungen in größerem Umfang genannt - was sicher auch daran liegt, dass klassische Mac-Anwendungen wie DTP für die Teilnehmer an unserer Umfrage insgesamt keine große Rolle spielen und die Unix-Varianten deutlich seltener auf dem Desktop anzutreffen sind als Linux.
| Internet-Programme sind die Killeranwendungen auf dem Linux-Desktop. |
Wenn ein zweites Betriebssystem neben Linux zum Einsatz kommt, ist es eher Windows NT oder 2000 als ein Anhöriger der Windows-9x-Familie - Linux-Anwender bevorzugen es offenbar etwas solider. Wenn es allerdings um Spiele und Edutainment geht, ist Windows 95/98/ME das System der Wahl. Spiele sind auch der einzige Bereich, in dem das Windows für Heimanwender überhaupt nennenswerte Anteile verbuchen kann: Zum Spielen starten immerhin 37 Prozent der Linuxer das ‘kleine’ Windows.
Immerhin fast ein Viertel aller Befragten zeigte sich mit Linux auf dem Desktop unzufrieden, wobei der Anteil der Unzufriedenen unter den Privatanwendern noch etwas größer ist als bei den Profis. Zwar überwiegt damit deutlich die Zahl der Anwender, die Linux ohne Probleme auf dem Desktop einsetzen, aber verglichen mit dem Server (96 Prozent Zufriedene) ist dieser Wert doch recht hoch.
| Noch immer sind fehlende Anwendungen das größte Problem. |
Deutlicher Spitzenreiter bei den Problemen ist der Mangel an Anwendungen: Gut 20 Prozent aller Befragten vermissen Spiele, knapp zehn Prozent Office-Anwendungen; und auch Homebanking- und Multimedia-Software fehlen einigen Linux-Anwendern. Mit einigem Abstand folgen nicht (oder nicht vernünftig) unterstützte Hardware sowie komplizierte Administration, Bedienung oder Installation. Die klassische Palette der Linux-Vorurteile scheint also nicht ganz unbegründet zu sein - auch wenn man nicht vergessen darf, dass gut 70 Prozent der Befragten überhaupt keine Probleme mit Linux auf dem Desktop haben.
| Vor allem die Spiele werden unter Linux vermisst. |
Unter ‘Sonstiges’ tauchen diverse konkrete Probleme auf, unter denen Linux-Fans schon länger leiden: schlechte Fontdarstellung unter X11, Ärger beim Drucken, Schwierigkeiten beim Dokumentenaustausch mit der Windows-Welt. Überrascht haben uns jedoch die rund 40 Beschwerden über Ressourcengier und mangelnde Performance, sagt man Linux doch gerne geringere Ansprüche an die Rechnerausstattung nach. Mit aufwendigen Desktops à la KDE oder Gnome und Anwendungen vom Kaliber eines Netscape Communicator oder StarOffice scheint man hier umdenken zu müssen.
Im Serverbereich, und da vor allem auf den Internet- und File-/Print-Servern, hat sich Linux seinen festen Platz erobert. Dort scheint das PC-Unix seine Stärken voll ausspielen zu können: 96 Prozent zufriedene Anwender und nur minimale Probleme sprechen eine deutliche Sprache - wobei man allerdings nicht vergessen darf: Die richtig Frustrierten, die Linux komplett durch andere Systeme abgelöst haben, sind in dieser Umfrage nicht repräsentiert.
Und wie sieht es auf dem Desktop aus? Nicht ganz so eindeutig: Einerseits setzen mehr Befragte Linux auf dem Desktop ein als auf dem Server, und drei Viertel der Desktop-Anwender sind auch zufrieden - es geht also. Andererseits ist die Zufriedenheit deutlich geringer als beim Servereinsatz. Mehr Spiele und ein MS-Office-kompatibles Büropaket stehen ganz oben auf der Wunschliste und dürften der Grund dafür sein, warum 90 Prozent der Befragten nicht ohne ein zweites Betriebssystem auskommen.
Immerhin zeigen unsere Ergebnisse auch, dass es kaum einen Anwendungsbereich gibt, der Linux völlig verschlossen wäre. Allerdings scheinen Linuxer ihre Rechner schon etwas anders zu nutzen als die Mehrzahl der PC-Anwender: Software-Entwicklung oder Netzwerkadministration gehören sicher nicht zu den Anwendungen, die typischerweise auf Büro- oder Heim-Rechnern laufen. Ob Linux aus dem ‘Ghetto’ der technischen PC-User ausbrechen kann, muss sich erst noch zeigen. (odi)
[2] One-Disk-Router
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