Leseprobe aus c't 19/10
Desktop-Rechner der 500-Euro-Klasse glänzen mit modernen Prozessoren, viel Arbeitsspeicher und großen Festplatten. Zum Arbeiten und Internetsurfen reicht das, aber bei Spielen und der Ausstattung muss man schon einige Kompromisse machen.
Wer viel Rechenleistung für wenig Geld sucht, seinen Rechner auch mal erweitern will oder nach spannenden 3D-Spielen lechzt, landet nach wie vor bei einem herkömmlichen Desktop-PC. Ab ungefähr 500 Euro bekommt man sowohl im örtlichen Elektronikmarkt als auch beim Online-Händler oder Direktversender PCs mit aktuellem Innenleben und ordentlicher Performance. Zu den möglichen Ingredienzen dieser Allround-Rechner zählen Quad-Core-Prozessoren, Festplatten mit 1,5 TByte Kapazität, 4 GByte RAM sowie DirectX-11-Grafikkarten. Um die knapp kalkulierten Preispunkte bei den Discountern zu treffen, gehen die Hersteller jedoch Kompromisse ein: So steckt längst nicht in jedem Rechner eine spieletaugliche Grafikkarte oder ein Vierkernprozessor, andere sind zu laut oder verheizen viel Strom. Dennoch lohnt ein Blick auf die Rechner dieser Klasse, denn für viele Aufgaben wie beispielsweise auch anspruchsvolle Bildbearbeitung sind sie schnell genug. Im Preissegment unterhalb von 500 Euro dominieren indes Angebote mit lahmen Atom-Prozessoren oder Uralt-Hardware sowie Lockangebote, denen beispielsweise das Betriebssystem fehlt.
Apropos Betriebssystem: Auf allen getesteten Rechnern hatten die Hersteller die 64-Bit-Version von Windows 7 vorinstalliert. Somit stehen dem Betriebssystem auch die vollen 4 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Auch wenn in einigen AMD-Systemen noch ältere Chipsätze Dienst tun, gehören brachliegende Speicherblöcke – aufgrund fehlender Memory-Remapping-Funktion – der Vergangenheit an.
Wir haben vier PCs der großen Hersteller ins c’t-Labor geholt: Bei Notebooksbilliger.de ergatterten wir einen Acer Aspire X1301 mit Quad-Core-Prozessor von AMD für 499 Euro. Dell offeriert in der Inspiron-Baureihe sehr ähnlich ausgestattete Rechner mit CPUs von AMD und Intel. Erstere vertritt in diesem Test der Inspiron 570 für 558 Euro und Letztere der Inspiron 580 für 598 Euro. HP steuerte mit dem 599 Euro teuren Pavilion p6502de ebenfalls einen Rechner mit AMD-Prozessor bei.
Die Dell-PCs gibt es mit Dual-Core-Prozessoren und Onboard-Grafik auch deutlich billiger. Sowohl Acer als auch HP bieten in dieser Preisklasse auch Systeme mit Intel-CPUs an. Bei HP waren diese aber zum Testzeitpunkt nicht lieferbar und das entsprechende Acer-Modell (Aspire X3900) sowie ein etwas potenteres (Aspire M5400) hatten wir erst kürzlich im Test [1, 2]. Spieletaugliche Rechner der nächsthöheren Preisklasse haben wir in [3] vorgestellt.
(bbe)
Den vollständigen Artikel finden Sie in c't 19/2010.
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