Was OpenSuse 12.1 bringt

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Mit Version 12.1 vollzieht auch OpenSuse den Umstieg auf Systemd, was den Systemstart beschleunigt. Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung des Dateisystems Btrfs, dessen Snapshot-Funktion die Entwickler in Yast integriert haben.

Der KDE-4-Desktop von OpenSuse 12.1
Vergrößern Der KDE-4-Desktop von OpenSuse 12.1

OpenSuse 12.1 ist da und hat bündelweise Neuerungen im Gepäck – darunter Systemd, der das klassische SysVInit ablöst, Unterstützung für Btrfs sowie einige Software-Neuzugänge in den Repositories. Wir hatten bereits Gelegenheit, uns die Neuerungen im Vorfeld anzusehen und zu testen.

Dass auf die im März freigegebene Version 11.4 nun OpenSuse 12.1 und nicht 12.0 folgt, hat seinen Grund in der Versionsdiskussion innerhalb des OpenSuse-Teams. Die Mitglieder haben mehrere Modelle diskutiert, letztlich jedoch entschieden, dem klassischen Versionsschema treu zu bleiben. Die "Nuller-Versionen" hätten jedoch als vermeintliche "Major Updates" immer eine hohe Erwartungshaltung der Nutzer geschürt, obwohl sie innerhalb des Projekts nie als Versionen mit großen Neuerungen behandelt worden seien. Deshalb hätten die Entwickler beschlossen, Versionsnummer 12.0 zu überspringen – diese Praxis wollen sie auch in Zukunft beibehalten.

Wie bei OpenSuse üblich kann man bei den Installationsmedien zwischen der DVD-Version, installierbaren Live-Images mit KDE- oder Gnome-Desktop sowie einer Netinstall-CD wählen. Am Installer haben die Entwickler nichts verändert, sodass sich Nutzer, die bereits eine ältere Version von OpenSuse kennen, sofort zurechtfinden. Bereits im Boot-Bildschirm kann man über die Taste F2 die Sprache auf "Deutsch" umstellen, wodurch der Installer später dann automatisch die richtige Zeitzone und eine deutsche Tastaturbelegung vorschlägt. Danach folgt die Auswahl des Desktops: KDE 4.7 und Gnome 3.2 stehen dort gleichberechtigt nebeneinander, vorausgewählt ist KDE. Über einen Klick auf "Andere" öffnet man die erweiterte Desktop-Auswahl, in der man die beiden schlanken Oberflächen Xfce und Lxde findet.

Im Partitionierungsdialog des Installers weist OpenSuse auf die Möglichkeit hin, Btrfs als Dateisystem zu verwenden.
Vergrößern Im Partitionierungsdialog des Installers weist OpenSuse auf die Möglichkeit hin, Btrfs als Dateisystem zu verwenden.

Danach geht es an die Partitionierung der Festplatte, wo man die erste Neuerung von OpenSuse 12.1 entdeckt. Der Installer bietet bereits in der Übersicht die Option, Btrfs als Dateisystem zu verwenden. Entscheidet man sich dafür, ändert er den Partitionierungsvorschlag ab und erweitert ihn um eine mit Ext4 formatierte Boot-Partition, da der Bootmanager Grub 1 nichts mit dem Dateisystem Btrfs anfangen kann. Ist man mit dem Vorschlag nicht einverstanden, lässt sich über "Partitionsaufbau erstellen" die Festplatte nach eigenen Wünschen einrichten. Ist das erledigt, gilt es nur noch, einen Benutzernamen und ein Passwort zu wählen, bevor der Installer noch einmal die Einstellungen für die Installation zusammengefasst anzeigt.

Dort sollte man die Einstellungen des Bootmanagers überprüfen: OpenSuse installiert ihn bei einem parallel installierten Windows standardmäßig in den Bootsektor der Linux-Partition und setzt bei dieser das Active Flag. Das macht das System selbst dann, wenn Sie den Bootmanager im MBR installieren ("Start aus dem Master Boot Record"), und kann unter Umständen für Probleme mit einem parallel installierten Windows 7 sorgen. Möchten Sie nicht, dass die Linux-Partition das Active-Flag erhält, müssen Sie dies in den Bootloader-Einstellungen explizit deaktivieren.

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  1. Was OpenSuse 12.1 bringt
    1. Installation
  2. Software und Administration
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