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Patternify erzeugt bunte Hintergrundtapeten für die Website. Außerdem: Zeitzonen visualisiert, Smalltalk-Strategien für die nächste Party, Online-Enzyklopädie der Zahlenfolgen.

www.oeis.org

2, 3, 5, 7, 11, … klar, danach kommt 13, das sind die Primzahlen. Aber was kommt nach 1, 1, 0, 2, 1, 1, 2, 0, 3, 1, …? Die Online-Enzyklopädie der Zahlenfolgen weiß Antwort. Sie erklärt, wie eine Zahlenfolge zustande kommt, liefert allgemeine Formeln, Verweise auf andere, ähnliche Zahlenfolgen sowie Literaturangaben. Man kann die Suchergebnisse auch als Graph veranschaulichen oder in Töne wandeln und sich auf dem Klavier vorspielen lassen. Für alle, die gern mit Zahlen herumspielen, ist die Enzyklopädie eine unerschöpfliche Fundgrube – für Mathematiker sowieso. (bo)

www.patternify.com

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Aus der Rubrik „kleine Werkzeuge, die das Leben erleichtern“: Patternify erzeugt bunte Hintergrundtapeten für die Website. Die Zeichenfläche misst bescheidene 10 x 10 Pixel und lässt sich in beide Richtungen verkleinern. Ein paar Beispielmuster helfen beim Einstieg. Pixel für Pixel tupft man die mit einem Farbwähler herausgesuchten Töne auf die Leinwand.

Ausgestattet ist das Mini-Paint mit Radiergummi, Rückgängig-Button, Pipette und Eimer-Button für „alles füllen“. Das fertige Muster hat der Anwender jederzeit im Blick. Patternify exportiert die Kachel als PNG, aber auch als Daten-URL, die direkt ins Stylesheet kopiert wird. Da die Bilder so klein sind, dass sie in eine URL passen, können Sie Ihr Projekt als Lesezeichen speichern. (heb)

www.joachim-breitner.de/heisse-news

Das Original finden wir zwar besser, aber die Parodie ist auch nicht übel: Der Mathematiker und Sicherheitsspezialist Joachim Breitner hat eine noch in den Details sehr liebevoll gestaltete Hommage an heise online veröffentlicht. So erfährt der Leser auf heisse online unter anderem von einem Schüler, den die GVU wegen urheberrechtsverletzender Kritzeleien im Schulheft verklagt hat, oder von der bevorstehenden Übernahme der Wikipedia durch Google.

Viele der Gags setzen mindestens mittleres Nerd-Niveau voraus, etwa wenn es um den Verkauf von Entropie-Daten des CERN an Kryptographen geht. Das Software-Verzeichnis preist eine 3D-CAD-Anwendung für Frisuren oder einen Schwarzfahrer-Routenplaner an. Selbst die Werbung erkennt der (hoffentlich ohne Adblocker surfende) heise-Stammleser wieder: Hier preist ein Inserat Server aus alten Armeebeständen mit garantiert nicht sauber gelöschten Daten an. (heb)

www.worldtimezone.net/datetime.html
www.daylightmap.com
www.timeanddate.com/worldclock/sunearth.html
http://aa.usno.navy.mil/data/docs/earthview.php
www.die.net/earth

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Wie spät es wo auf der Welt gerade ist, kann man an Weltzeituhren mühelos ablesen – aber viel anschaulicher und verständlicher wird diese Information mit einer Tageslichtkarte. Sachlich und schmucklos vereint Worldtimezone auf einer Weltkarte die Zeitzonen und lokalen Uhrzeiten mit dem aktuellen Sonnenstand.

DaylightMap projiziert die Sinuskurve der weltweiten Dämmerung auf eine Google-Karte. In den Optionen lässt sich die Sonne an ihrem aktuellen Stand einzeichnen und die Uhrzeit an einem bestimmten Ort herausfinden; außerdem ist die Eingabe von Datum und Uhrzeit möglich. TimeandDate verzeichnet zusätzlich noch die Mondposition; Links führen zu den Konstellationen an Solstitien und Äquinoktien.

Das Forschungsinstitut der US-Navy USNO errechnet ebenfalls die Tag-Nacht-Grenze, und zwar für jeden Zeitpunkt zwischen 1700 und 2030. Außerdem zeigt es die Erde aus der Sicht des Mondes – so lässt sich nachprüfen, was Armstrong und Aldrich vor bald 43 Jahren gesehen haben. Highlight der Weltkarte von die.net sind die Wolken, die alle drei Stunden aktualisiert werden. Wer Herrn Gerhard Mercator nicht über den Weg traut, kann sich eine andere Projektion aussuchen. (heb)

www.getamen.com
www.listgeeks.com

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Eine der erfolgreichsten Smalltalk-Strategien auf Partys sind Diskussionen über den oder die beste(n)/schlechteste(n) Band, Film, Schauspieler, App, Kneipe oder was auch immer. Die Macher des vor drei Monaten gestarteten Webdienstes Amen setzen genau auf diesen sozialen Trick, um Leute miteinander ins Gespräch zu bringen. Beim Scrollen durch den Feed der Posts juckt es einem in den Fingern: „Uhrwerk Orange“ soll der beste Kubrick-Film sein? Ist thailändisches Essen besser als indisches? Berlin, Hamburg oder München?

Bei solchen Fragen hat fast jeder eine Meinung, und er kann eine Position mit einem Klick auf „Amen“ unterschreiben oder seine eigene formulieren. Verlinkt ist nicht nur die Behauptung, sondern auch die betreffende Person, der Ort oder der Gegenstand. Beliebte und strittige Themen wie „Commodore 64“ oder „Keanu Reeves“ sind mit diversen Statements verknüpft, sodass man hier schnell im Online-Smalltalk feststeckt. Mit App können iPhone-Besitzer auch von unterwegs bequem mitstreiten. Wer Geistesverwandte gefunden hat, folgt ihnen ähnlich wie auf Twitter.

Steigt man etwas tiefer ins Thema ein, reicht ein Bestes oder Schlechtestes nicht mehr. Listgeeks – wie Amen ein Produkt der heimischen Start-up-Szene – treibt das im Web so beliebte Listen-Format auf die Spitze. Benutzer erstellen Listen wie „Meine Lieblingsmomente 2011“ oder „Überschätzte Dinge beim Grafikdesign“, andere greifen die Liste auf und stellen eigene zusammen, wobei sie Vorhandenes einfach übernehmen können. Auch hier geht es vor allem darum, Leute zusammenzubringen, aber die Listen bieten vielleicht auch die eine oder andere Anregung zum Nachdenken oder Ausprobieren. (heb)

www.ct.de/1203168


Die Websites aus c't 2/2012

Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Enzyklopädie der Zahlenfolgen
  2. Musterbeispiel
  3. heise heißt heisse
  4. Weltbilder
  5. Ja & Amen
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