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Datenbildner
Nathan Yau, Autor des Buches „Visualize This“, präsentiert in seinem Blog FlowingData regelmäßig ausgewählte Beispiele visualisierter Datensammlungen. Da finden sich nach Emotionen kolorierte Charaktertabellen aus Victor Hugos Les Miserables über einer künstlerischen Bewegungsgrafik von Pi im Gigapixel-Format oder einer evolutionären Übersicht des Batman-Logos der Jahre 1940 bis 2012. Allem gemein ist die kreative Darstellung eher dröger Daten. Jeden Eintrag zieren ein hübsches Bildchen, eine persönliche Einschätzung und natürlich der Link aufs Original.
Hilfreich sind zudem die zahlreichen Tutorials, von denen einige allerdings nur zahlenden Unterstützern der Seite zugänglich sind. Kostenlos erhält man unter anderem eine Einführung in die Statistik-Software R sowie Anleitungen, wie sich mit Hilfe kostenloser Werkzeuge eine Choroplethenkarte und Chernoff-Gesichter – Cartoon-ähnliche Köpfe, deren Gesichtszüge Merkmalsausprägungen repräsentieren – erstellen lassen. Wer mag, kann sich per E-Mail über Neuigkeiten informieren lassen. Die Foren waren bei Redaktionsschluss nach einer Spam-Welle zum Schreiben gesperrt. (Tobias Engler) /
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Alias-Cloud
Mit dem Web-Dienst alias.sh lassen sich Kommando-Kürzel (Aliases) für die Unix-Shell Bash verwalten und auf die eigenen Rechner verteilen. Dazu ruft man in der Start-Datei .bashrc oder .profile den Befehl wget auf, der über den Dienst ausgewählte Aliases abruft und über eine Pipe im Dateisystem des eigenen Unix-Rechners speichert. Das können von anderen Nutzern angelegte Aliases oder selbst gespeicherte sein.
Die eigenen erklärt man mit kurzen Texten und sortiert sie in Kategorien ein. Jeder kann sie dann abrufen – für Aliases mit persönlichen Daten taugt der Dienst also nicht. Fremde Aliases kann man zudem kommentieren und bewerten. Allerdings fehlt dem noch in der Betaphase steckenden Dienst eine Suchfunktion. (rek)
Querbeet
Christoph Caspari hat Schuhgröße 42 und pflegt mit CCInfo eine Wissenssammlung zu den Gebieten Pflanzen, analoge Fotografie, Technik/Elektronik und Verschiedenes (edle Getränke und Urlaub). Die Sammlung ist mittlerweile sehr stattlich; die Texte sind trotz des etwas altbackenen Layouts gut zu lesen. Das Spektrum reicht von mathematischen Grundlagen bis zu konkreten Problemen wie Glaskorrosion in der Spülmaschine.
Caspari hat keine Angst vor kontroversen Themen wie Elektrosmog durch Mobilfunk. Goldöhrchen seien gewarnt: Wer sicher ist, die Qualität seiner teuren Lautsprecherkabel zu hören, sollte die Sektion Hifi besser auslassen. Bisweilen mag man Quellenverweise missen. An anderer Stelle, etwa wenn es um magnetisch behandeltes Wasser geht, berichtet der Autor von eigenen Erfahrungen.
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Wider das schwache Fleisch
Pünktlich zum Jahresbeginn wollte die Plattform alive.do den Betrieb aufnehmen, um ihre Nutzer bei der Umsetzung guter Vorsätze zu motivieren. Doch bis Mitte Januar waren nur wenige Anmeldungen erfolgreich; die meisten Interessenten wurden vertröstet. Die Betreiber wollten anhand der ersten Feedbacks noch Fehler beheben. Aber immerhin: Ein Zwischenziel war erreicht.
Obwohl die Macher aus Deutschland stammen, sind die meisten Webseiten in Englisch verfasst und unterstützen schon mal beim Vorsatz, die Fremdsprache zu üben. Bei anderen Vorsätzen – etwa sportlicher Natur – soll einem der Dienst helfen, sinnvolle Zwischenziele zu definieren, die für regelmäßige Erfolge sorgen. Außerdem teilt man seine Ziele mit Freunden, damit diese einen unterstützen. Dazu haben sich die Macher ein Anreizsystem ausgedacht: Wenn jemand ein Zwischenziel erreicht, wird nicht nur er, sondern auch jeder Unterstützer mit Punkten belohnt.
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Teilen und essen
Teilen ist in, ob Auto, Sofa – oder Essen. Letzteres kann man auf foodsharing.de anbieten. Grundgedanke dahinter ist der respektvolle Umgang mit Lebensmitteln: Überschüssige Vorräte sollen nicht auf dem Müll landen, sondern kostenlos abgegeben werden. In vielen Kühl- und Vorratsschränken finden sich Packungen, von denen klar ist, dass sie bis zum Verfallsdatum nicht geöffnet werden. Das ist zwar keine Ware, mit der man handeln kann, aber auch in der Wohlstandsgesellschaft immer noch ein wichtiges Gut.
Teilnehmer stellen bei foodsharing.de sogenannte Essenskörbe ein, für die sie eine Abholfrist angeben. Interessenten können den Korb anfragen und reservieren, um ihn später abzuholen. Auf einer Karte findet man Angebote in der Nähe. Außerdem sind Hotspots eingetragen, öffentliche Punkte, an denen Essen übergeben werden kann. Smartphone-Apps machen Foodsharing mobil und führen zum Übergabepunkt. Damit keine verdorbenen Lebensmittel in Umlauf kommen, gibt die Webseite Tipps zu Lagerung und Transport sowie zum Umgang mit Verbrauchs- und Ablaufdatum.
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Gefaseldetektor
Werbung, Blogs und Nachrichtenseiten – das Netz ist voller heißer Luft. Das BlaBlaMeter spürt diese in maximal 15 000 Zeichen langen Texten in Deutsch, Englisch oder Spanisch auf und errechnet einen Index, der normalerweise zwischen 0 und 1 liegt, aber auch höher ausfallen kann. Dazu werden sowohl allgemeine Merkmale wie Nominalstil als auch das Vorkommen bestimmter Phrasen geprüft.
Gute journalistische Texte sollen laut FAQ auf einen Index zwischen 0,1 und 0,3 kommen. Ein Ergebnis unter 0,1 sei verdächtig und könne auf stilistische Mängel hinweisen. Der Dienst kann zur Belustigung mit Politiker-Reden oder Vorlesungsmanuskripten gefüttert werden. Oder man nutzt ihn, um die Qualität eigener Texte zu prüfen.
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