http://wortschatz.uni-leipzig.de
Bereits seit 1995 erarbeitet die Abteilung Automatische Sprachverarbeitung des Instituts für Informatik der Leipziger Universität einen ‘Wortschatz der deutschen Sprache’. Dazu haben Dr. Uwe Quasthoff und seine Kollegen abermillionen Sätze von ihren Computern analysieren lassen. Entstanden ist ein durchsuchbarer Katalog mit sechs Millionen Wörtern, von dem jedermann profitieren kann. Denn das Wortschatz-Lexikon überhäuft den Benutzer geradezu mit Informationen.
So verweist das Verzeichnis auf Synonyme und Oberbegriffe. Da die Leipziger Wissenschaftler die verwandten und ähnlichen Begriffe der Lexikoneinträge verlinkt haben, dient die Site als flinkes Synonymwörterbuch. Darüber hinaus hilft der Dienst mit allgemeinen Angaben wie dem Sachgebiet und der Morphologie, aber auch mit konkreten Beispielsätzen. Übersichten mit so genannten ‘signifikanten Kollokationen’ listen Begriffe auf, die besonders häufig vor oder nach einem Wort auftreten. Dies hilft einem Autor gerade beim Schreiben von Texten zu Themen, in denen er sich nicht gut auskennt, treffende Formulierungen zu finden. (jo)
www.ontherail.com/site/blackbox/RoshCafe.htmlwww.eugenemirman.com
Während Flash auf vielen Sites in Form von nichtssagenden Intro-Animationen einfach nur nervt, zeigen einige Designer mit interaktiven Kleinodien, was alles in der Technik steckt. Die New Yorker Agentur oddcast demonstriert zum Beispiel auf ihrer Homepage eine Reihe von Anwendungen, die zum Herumspielen verlocken. Der ‘virtual host’ beispielsweise soll als eine Art animierter Moderator Leben in Websites bringen. Ihr wichtigstes Merkmal beschreibt die Figur gleich beim Start: ‘I’m fully customizable’. So kann der Surfer selbst Hand an das Aussehen des Moderators legen und jedes noch so kleine Detail verändern, von Haarfarbe und -schnitt über die Größe des Mundes und des Oberkörpers bis zum Hintergrund.
Ähnlich verblüffend funktioniert der PhotoMixer. Der Besucher gibt hier nur einen Suchbegriff ein, etwa den Namen einer Firma oder einer bekannten Person, und wählt ein Gefühl aus - zur Wahl stehen ‘Technotic’, ‘Angry’, ‘Dance’ und ‘Love’. Der PhotoMixer holt sich zur Suchanfrage einige Bilder aus dem Internet und montiert diese vollautomatisch mit der passenden Musik zu einer professionell anmutenden, peppigen Dia-Show.
Wie man Print- und Online-Elemente kombiniert, um eine Geschichte zu erzählen, zeigt Ontherail.com. Dort verbindet die Erzählung ‘Rashomon’ eine Foto-Story mit Klang-Collagen und Hyperlinks. Der Surfer verfolgt hier die Geschichte des Kellners Albert, der sich eines Abends vorzeitig von seinem Arbeitsplatz stehlen will, um den Rest der Nacht mit der Köchin Lisa zu verbringen. Der Leser muss dabei einige Entscheidungen für Albert treffen, damit dieser rechtzeitig zu seinem Rendezvous entkommt, dabei aber seinen Job behält.
Ein Flash-Designer muss aber nicht unbedingt so viel Aufwand treiben wie oddcast oder Ontherail, um eine originelle Flash-Seite zu bauen: Auf der Homepage von Eugene Mirman kann der Besucher nicht interaktiv werden, sondern nur eine Reihe von Pop- und Rock-Klassikern abrufen - dennoch sind die Stücke in der Version des Knaben unbedingt sehens- und hörenswert. (jo)
‘Schlag doch im Internet nach, dort findest du alles!’ - Dieser Satz ist mittlerweile eine Art Standardreplik bei Recherchefragen aller Art. Aber was hilft es dem Suchenden, wenn ihm das in weiten Teilen angelsächsische Web eine Antwort präsentiert, die er nicht versteht? Wenn die hochspezialisierte, englische Website Fachbegriffe enthält, die allgemeine Wörterbücher wie das von Leo.org nicht beherrschen? Dann wendet er sich an Glossarist.com. Die Site katalogisiert, sortiert nach Fachgebieten, Hunderte von englischsprachigen Spezialglossaren und Wörterbüchern - allein in der Rubrik ‘Computer und Internet’ verzeichnet der Dienst mehr als 80 Nachschlagewerke. (jo)
Man nehme die Instrumentalversion eines populären Musikstücks; für jedes Wort des Songtextes suche man in einem Online-Lexikon nach dem zugehörigen Eintrag und kopiere die von einer synthetischen Stimme vorgelesene Aussprachehilfe; alles zusammen montiere man zu einer Audio-Datei - fertig ist der Dictionaraoke-Song. Die Ergebnisse hören sich, wie man’s nimmt, grausig bis lustig an. Auf der Dictionaraoke-Homepage stehen bereits Dutzende von Songs als MP3-Dateien zum Herunterladen bereit, täglich kommen neue hinzu. (jo)
Eine erste Adresse für Web-Designer sollte Usable Web sein. Die Site von Keith Instone, einem ‘Usability-Berater’, bietet keine eigenen Inhalte außer einer Sammlung mit etlichen hundert Links zu allen Aspekten des Themas ‘Web Usability’: Neben Verweisen zu Design-Ratgebern findet der Site-Architekt hier auch welche zu Veranstaltungshinweisen und anderen Link-Sammlungen.
Eine gute Übersicht, die aufzeigt, wie man Programmoberflächen besser nicht gestaltet, bietet dagegen die Interface Hall of Shame. Neben inkonsistenten Oberflächen und unverständlichen Dialogen brandmarkt die Site auch völlige Nonsense-Meldungen - siehe Abbildung. (jo)
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