www.kartoo.com
www.kartoo.net/kartoolbar/de
Bequemer suchen und schneller finden, was sich wirklich lohnt, scheinen sich die Erfinder der Suchmaschine Kartoo auf die Fahnen geschrieben zu haben. Mit Kartoo muss der Benutzer keine durch boolesche Operatoren und Negatoren verknüpfte Zeichenketten formulieren, nur um dann nachher festzustellen, dass die gesuchte Seite irgendwie trotzdem durch die Maschen des Schleppnetzes geschlüpft ist. Der Kampf um die Pole-Position auf der Treffer-Hitparade bleibt aus, denn Kartoo zeigt gefundene Seiten als assoziatives, semantisches Netzwerk an. Der Clou: Die Software verknüpft die angezeigten Internet-Adressen durch lose, semantische Relationen, Substantive oder Verben, die ihrerseits wieder als Suchbegriffe benutzt werden können. In der Regel fängt man also mit einem allgemeinen Begriff an und engt dann die Suche, angeleitet durch Kartoo, immer weiter ein.
Die auf diese Weise zusammengeklickten semantischen Karten lassen sich abspeichern, vergrößern, verkleinern oder als konventionelle Liste anzeigen. Hat man eine besonders interessante Seite aufgespürt, dann macht Kartoo auf Wunsch diesen Top-Treffer zum Ausgangspunkt einer Ähnlichkeitssuche. Um die Arbeit mit der Software bequemer zu gestalten, bietet KartOO Technologies unter www.kartoo.net/kartoolbar/de eine Werkzeugleiste zum kostenlosen Download an. Im Unterschied zur Suchmaschine macht die Leiste jedoch wenig Sinn. (ku)
Der Urlaubssommer geht allmählich in den Arbeitswinter über, doch zum Glück gibt es jede Menge Schnappschüsse, anhand derer man sich die ganzen schönen Erlebnisse wieder ins Gedächtnis rufen kann. Digitalfotografen stehen allerdings vor einem kleinen Problem: Die Farbdarstellung am Monitor entspricht nicht der Wiedergabe auf gedrucktem Papier. Vor der Retusche und dem anschließenden Ausdruck empfiehlt es sich deshalb, den eigenen Monitor so zu kalibrieren, dass er der Farbwiedergabe der Abzüge so weit wie möglich entspricht.
Selberdrucker setzen nach dem klassischen Trial-and-Error-Verfahren zwar höchstens eine Handvoll Abzüge in den Sand. Wer aber Web-Printdienste in Anspruch nimmt, produziert ohne Monitorkalibrierung leicht ganze Filme für die Rundablage, denn die Optimierungsalgorithmen der Dienste reichen für höchste Ansprüche selten aus. Der Chemieverband Imaging und Photo e.V. (Cipho) hat deshalb zusammen mit führenden Herstellern Testbild-Dateien (Digital Quality Tools) entwickelt, mit denen man den Graustufen- und Farbverlauf optimal einstellen kann. Eine kostenlose 44-seitige Broschüre im PDF-Format führt auch Einsteiger in das kleine Einmaleins der Digitalfotografie ein und erklärt unter anderem, wie man seine Grafikkarte konfiguriert und welche Farbtemperatur sich für die Nachbearbeitung der digitalen Schnappschüsse am besten eignet.
Um die Farbwiedergabe des Monitors anhand der vier Testbilder zu konfigurieren, sollte man zum Vergleich allerdings einen gut gelungenen, gedruckten Referenzabzug zur Hand haben, am besten von dem Internet-Dienstleister, der nachher auch die Urlaubsfotos aufs Papier bringen soll. (ku)
Kostenlose Recherchen zu Fragen, die den Arbeitsmarkt und die Studiensituation von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Mathematikern betreffen, bietet der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) auf seinem Statistik-Portal monitor-ing an. Alle Daten seien stets auf dem aktuellen Stand des Statistischen Bundesamtes und des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, betont der VDI.
Das Statistik-Portal gliedert sich in die drei Hauptbereiche Schule, Hochschule und Arbeitsmarkt. Den Zugriff auf die dahinter liegende Datenbank erledigen Point&Click-Suchmasken mit einer integrierten Grafikfunktion schnell und bequem. Im Fachbereich Hochschule entpuppen sich Pharmazie und Biologie als typische Frauenfächer, Männer dürfen sich als Hahn im Korb fühlen, aber auch Informatikstudentinnen trifft man mehr und mehr auf dem Campus. 17 Parameter zum Anklicken, darunter etwa die nach Fächern aufgeschlüsselte Anzahl bestandener und abgelegter Prüfungen, machen die Hochschul-Datenbank zu einem wertvollen Infopool für StudentInnen wissenschaftlich-technischer Fachrichtungen. Leider wurden die Daten für 2002 und die ersten Monate des laufenden Jahres noch nicht eingespeist.
Der Fachbereich Arbeitsmarkt knöpft sich ein eher dunkles Kapitel des Lebens vor: Arbeitslosenquoten und Beschäftigungsgruppen, aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht. Nun kann sich jeder an fünf Fingern abzählen, dass es ältere Arbeitnehmer schwerer haben, einen neuen Job zu finden, als jüngere. Deshalb wäre es hier sinnvoller gewesen, nicht nur nach Studienfächern, sondern auch nach Betätigungsfeldern und Know-how aufzuschlüsseln, um beispielsweise Studenten die Spezialisierung im Hauptstudium zu erleichtern.
Das Ressort Schule schließlich verrät, dass seit 1995 mehr Mädchen als Jungen das Abitur machen. In weiten Teilen des naturwissenschaftlich-technischen Fächerkanons aber bleibt das schwache Geschlecht nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. (ku)
www.freespeechforsale.com
www.droplift.org
Werbung schleicht sich auf samtenen Pfoten in unser Hirn und Herz, verführt zum Kaufen, beeinflusst Selbsteinschätzung und Wohlbefinden. Aber das Imperium der Konsumenten schlägt zurück: Eine Handvoll US-amerikanischer Audio-Künstler hat sich die Ohrwürmer der Werbemaschinerie aus Radio und Fernsehen vorgeknöpft und so verballhornt, dass sich die ursprüngliche Botschaft oft ins Gegenteil verkehrt - sehr zum Ärger der beworbenen Firmen. Das aktuelle Album hat Jay Kennedy organisiert, im Internet unter dem Pseudonym Every Man bekannt, ein 30-jähriger Systemadministrator aus Lakewood, Ohio. Obwohl freespeechforsale.com vor astronomischen Preisen nur so strotzt, kann man sich an jedem der 33 Jingles kostenlos erfreuen. Merke: Werbung sagt eben nicht immer die Wahrheit.
Geschützt wird die Künstlergruppe der Snuggles durch das amerikanische Copyright, das den Gebrauch durch Copyright geschützter Arbeiten zum Zwecke der Parodie ausdrücklich gestattet. Auf das Internet als alleinigem Vertriebskanal will sich Kennedy aber nicht verlassen, weshalb er die Methode des „Droplifting“ erfunden hat, so eine Art umgekehrter Ladendiebstahl (reverse shoplifting). Am Erstverkaufstag Ende Juli schwärmten „Droplifter“ in ausgesuchte Plattenläden und platzierten das neue Snuggles-Album unauffällig in den Regalen. Käufer, die die neue Scheibe mit nach Hause nehmen wollten, ernteten an der Kasse erst einmal verdutzte Gesichter. Die Snuggles fehlten in den Inventarlisten und viele Verkäufer vermuteten eine Computer-Fehlfunktion. Das Internet mag als Vertriebsmedium effektiver sein, gibt Kennedy schmunzelnd zu, aber Droplifting mache definitiv mehr Spaß. (ku)
Millionen Tipps und Tricks
Stephan Ehrmanns Surftipps für Mac-User
Die Websites aus c't 17/2003
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Heft bestellen
Permalink: http://heise.de/-288980
Das aktuelle Heft ist jetzt im Handel erhältlich.
Ältere Artikel können Sie über unser Zeitschriften-Archiv bestellen.