c't-Onlinetalk: Von E-Books, Musik-Wolken und der großen deutschen IT-Show

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Analyse und Hintergrund zu den aktuellen Netz-Ereignissen, von der Situation bei E-Books, Sinn und Zweck des IT-Gipfels und der Situation beim Breitbandausbau Deutschlands, bis zu Google Music und dem BGH-Urteil zur Elternhaftung bei Filesharing: Das wollen wir im c't-Onlinetalk auf DRadio Wissen leisten, am Samstag, den 17.11.2012 11 Uhr; und das auch per Live-Videostream.

E-Books? E-Books! Lange Zeit sah es so aus, dass der Boom, den E-Books in den USA erleben, an Deutschland vorbeigehen würde. Aber weit gefehlt – mittlerweile verbreitet sich die elektronische Lektüre auch hierzulande, im Schnitt gegeben die Nutzer über 50 Euro pro Jahr für E-Books aus, jeder zehnte Deutsche liest mittlerweile Bücher (auch) elektronisch. User in der Straßenbahn oder im Zug, die sich kein gedrucktes Buch oder eine Papierzeitung, stattdessen etwa einen Kindle oder ein iPad vor die Nase halten, sind keine Exoten mehr. Mit der Auslieferung des Kindle Paperwhite erhofft sich vor allem Amazon einen weiteren Schub für die E-Books im Weihnachtsgeschäft. Alles prima, alles paletti also? Keineswegs. Abhängigkeit vom DRM des jeweiligen Anbieters, kein Archiv ohne Zugriff auf die Cloud, bewusster oder unabsichtlicher Ausschluss von den gekauften Büchern durch Schließung des Accounts, Fragen zur Langlebigkeit des E-Book-Speichers in der Cloud: Manche Ereignisse in den vergangenen Wochen verunsichern die User. Und illustrieren, welche technischen, rechtlichen und politischen Probleme wir uns mit den E-Books möglicherweise einhandeln.

Mehr als Spesen hat man aber wohl schon von E-Books. Ob das aber auch für den IT-Gipfel gilt, den die Bundesregierung bereits zum siebten Mal veranstaltete? "Schnittchen und Großkonzerne" stellten das Sinnbild für IT-Politik in Deutschland dar, kritisierte etwa der Verein "Digitale Gesellschaft". Und der auf jedem IT-Gipfel beschworene Breitbandausbau kommt nicht wirklich voran – zumindest, wenn man unter Breitband etwas zeitgemäßeres versteht als 1 MBit/s.

Derweil geht es in einem anderen Bereich der IT-Welt, der Breitbandanschlüsse für stationäre ebenso wie mobile Nutzer gut gebrauchen kann, rasant weiter. Nachdem Microsoft mit XBox Music überraschenderweise einen kompletten Musikdownload-, Streaming- und Radio-Dienst vorstellte, ist Google Music nun auch in Deutschland verfügbar – damit hat der letzte der großen Konkurrenten in dem Bereich nachgezogen. Google bietet nun auch einen Online-Musikshop sowie einen Matchingdienst, um die eigene Musiksammlung in der Cloud zu duplizieren. Die Musikbranche könnte erneut vollständig durcheinandergewirbelt werden, heißt es in ersten Kommentaren – unter anderem, weil Google Music fast komplett im Browser genutzt werden kann, unter anderem, weil Google Music praktisch auf jedem Android-Smartphone vorinstalliert ist. Die Musikbranche bekommt in ihrem juristischen Vorgehen gegen illegale Downloads zudem einen weiteren Dämpfer: Der Bundesgerichtshof schränkte die Haftbarkeit von Eltern für illegals Filesharing ihres Nachwuchses stark ein.

Diese Themen diskutiert Philip Banse (@philipbanse, Facebook, Google+)
im c't-Onlinetalk auf DRadio Wissen am Samstag, 17.11.2012, ab 11 Uhr mit

Diese Sendung wurde erstmals auch per Live-Videostream übertragen, der Stream steht nun auch zum Nachsehen bereit.

c't-Onlinetalk: Videostream, 55:34 min

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