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Amazon: Neues Lesegerät und Leihbücherei

Amazon verkauft seinen Anfang September vorgestellten Kindle Paperwhite noch vor Weihnachten auch in Deutschland. Der E-Ink-Reader mit beleuchtetem Display und Touchscreen-Bedienung zeigt einen deutlich besseren Kontrast als seine Vorgänger. Außerdem hat sein 6-Zoll-Display mit 1024 × 768 Punkten (212 dpi) eine höhere Auflösung.

Das Display ist beleuchtet, sodass man Bücher auch im Dunkeln lesen kann. Bei eingeschalteter Beleuchtung und einer täglichen Lesezeit von einer halben Stunde soll der Akku acht Wochen lang halten.

Der Paperwhite wiegt 222 Gramm und hat einen internen Speicher von 2 GByte. Davon stehen 1,25 GByte für Nutzerinhalte zur Verfügung, was laut Amazon für mehr als 1000 E-Books ausreicht. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel kann man den Akku am Computer oder sonstigen USB-Ladegeräten aufladen, ein Ladegerät muss man separat kaufen. Der Paperwhite wird mit deutschem Menü erscheinen. In E-Books zeigt er auf Wunsch auch an, wie viel Lesezeit für das aktuelle Buch noch benötigt wird.

Den Reader kann man jetzt vorbestellen. Amazon will ab 22. November die ersten Geräte ausliefern, veranschlagt aber schon jetzt mehrere Wochen zusätzliche Wartezeit. Zwei Versionen stehen zur Auswahl: Die mit WLAN kostet 130 Euro und das 3G-Modell, bei dem Amazon die Mobilfunkkosten zahlt, ist für 190 Euro erhältlich.

In den USA, wo Amazon den Paperwhite bereits ausliefert, hat sich die Firma zu einigen Einschränkungen des Geräts geäußert. So sei die Beleuchtung am unteren Ende des Bildschirms nicht perfekt, aber immer noch besser als die einer Buchlampe. Wer auf Audioausgabe und Vorlesefunktion nicht verzichten wolle, wird auf die Tablets Kindle Fire und Kindle Fire HD verwiesen. Der kleinere Flash-Speicher sei immer noch ausreichend und ansonsten sei Platz in der Cloud.

Ebenfalls für deutsche Kunden kündigte Amazon die Einführung seiner Leihbücherei für E-Books im Oktober an. Darüber sollen Nutzer des Angebots Amazon Prime mit Kindle-Reader oder Tablet gratis E-Books leihen können – allerdings nur eins pro Monat und nicht mehr als eins gleichzeitig, das aber so lange sie wollen. Das Angebot an Titeln umfasst nur einen Ausschnitt des Gesamtkatalogs. 8500 deutschsprachige Titel sollen zu Beginn bereitstehen. Insgesamt umfasst das Leihangebot 200 000 E-Books in verschiedenen Sprachen. (mho)

Trekstor: Kleinster E-Ink-Reader

Der Pyrus Mini von Trekstor ist ein E-Ink-Reader mit besonders kleinem Display, kleiner als so manches Smartphone. Es misst 4,3 Zoll und zeigt 800 × 600 Pixel (230 dpi). Für 50 Euro kann man den Reader kaufen, der unter dem Namen Liro Mini auch vom Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels (MVB) angeboten wird.

Trekstors Gerät unterstützt elektronische Bücher in allen gängigen Formaten auch mit Adobe-Kopierschutz. Eingebaut sind 2 GByte Speicher, die für große Büchersammlungen ausreichen, und per MicroSD-Karte um bis zu 32 GByte erweitert werden können. Der Akku soll wie bei der Konkurrenz wochenlang ohne Nachladen durchhalten. Das Gerät wiegt laut Trekstor 111 Gramm und soll in den Farben Schwarz, Blau und Pink zu kaufen sein.

Zum Befüllen mit Büchern hat Trekstor eine eigene PC-Software entwickelt. Der Nutzer wird anfangs gefragt, ob er die sogenannte Ereader Suite nutzen will. Tut er dies, kann er sich unter anderem im zugehörigen E-Book-Shop neues Lesematerial kaufen. Alternativ kann man ihn per Drag & Drop befüllen. (mho)

Txtr: Billiger E-Reader ohne Kabel

Der E-Reader Beagle von Txtr soll ganz ohne Kabel auskommen und ausschließlich via Bluetooth vom Smartphone aus mit Lesestoff versorgt werden. Er speist sich, anders als die Konkurrenz, aus herkömmlichen AAA-Batterien oder -Akkus. Der Hersteller verspricht, dass diese erst nach 12 bis 15 gelesenen Büchern leer sind. Das gewölbte Aufnahmefach für die Batterien ist gleichzeitig der dickste Teil des sonst nur 5 Millimeter dünnen Readers.

Damit das Übertragen von E-Books funktioniert – der Beagle unterstützt unter anderem ePub und PDF mit und ohne Adobe-Kopierschutz –, benötigt man auf seinem Smartphone eine spezielle App, die es bisher nur für Android gibt und die sich noch im Betastadium befindet. Die App greift unter anderem auf den Txtr-Shop zu. Eine Version für iOS soll folgen.

Hinsichtlich der technischen Daten reiht sich der Beagle in der untersten Reader-Klasse ein: Das E-Ink-Vizplex-Display hat nur 5 Zoll und zeigt 800 × 600 Pixel mit 8 Graustufen. 4 GByte Speicher stehen zur Verfügung, wobei darauf nur Platz für „bis zu fünf vorgerenderte Bücher“ ist. Den Rückendeckel kann man austauschen. Er steht in vier Farben zur Verfügung.

Weil man Bücher nur über die Brücke zum Smartphone laden kann, hofft Txtr auf Kooperationen mit Mobilfunkbetreibern. Das Unternehmen schätzt, dass es das Gerät dann subventioniert für 10 Euro anbieten kann. Wann es soweit ist, ist noch nicht klar und dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Txtr überhaupt Partner findet. Man überlege sich aber auch, den Reader selbst im eigenen E-Book-Shop zu verkaufen, hieß es. (mho)

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