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Viewster-App für iOS und Android

Der in der Schweiz beheimatete Video-on-Demand-Dienst Viewster (siehe c’t 19/12) bietet nun auch Clients für iOS- und Android-Smartphones und -Tablets an; zuvor waren bereits Apps erhältlich, mit denen man das Angebot des Unternehmens auf Geräten nutzen konnte, die unter WebOS oder Bada laufen. Die App selbst ist kostenlos, die Filme werden aktuell zu Preisen zwischen rund 3,60 und satten 19 Euro zum Kauf angeboten. Ein Mietangebot scheint es noch nicht zu geben. Einige ältere und unbekannte Filme kann man sich kostenlos beziehungsweise werbefinanziert anschauen.

Das Filmangebot ist sehr durchwachsen: Von den bei Redaktionsschluss aufgeführten 18 „neuen“ Filmen auf der Startseite konnte man 8 überhaupt nicht erwerben, darunter etwa die Harry-Potter-Streifen. Das übrige Angebot, das man über den Reiter Filme in verschiedenen Kategorien findet, besteht fast ausschließlich aus B- und C-Movies mit oft gruseliger Bildqualität. Mangels Jugendschutzsicherung lassen sich FSK-16- und FSK-18-Filme gratis erst ab 22 beziehungsweise 23 Uhr anschauen. Die iOS-Version ermöglicht die Wiedergabe der Filme auf einem Apple TV mittels AirPlay. (nij)

Microsofts Xbox Music in Deutschland gestartet

Der Musik-Abo-Dienst Xbox Music ist ab sofort online verfügbar. Unter Windows 8 genügt die Anmeldung mit einem Windows-Konto, um direkt auf den Katalog von 13 Millionen Titeln zuzugreifen. Auch ohne den kostenpflichtigen Music Pass (10 Euro pro Monat) kann man nach dem Vorbild von Spotify Musiktitel in voller Länge streamen. Der Music Pass ermöglicht ein unbegrenztes und werbefreies Streamen des Katalogs und erlaubt am Rechner den Download von Titeln zur späteren Offline-Nutzung.

Das Stöbern im Katalog von Xbox Music geht flott von der Hand, sofern man ein Gerät mit Touch-Monitor vor sich hat. Die Bedienung mit Maus und Tastatur ist längst nicht so komfortabel – vor allem weil man mit den Pfeiltasten im schick animierten Menü oft nicht von der Stelle kommt. Beim Hin- und Hergeschiebe direkt auf dem Bildschirm kommt dagegen Freude auf: Ansprechende Bilder und interessante Hintergrundinformationen ziehen einen tiefer in den Musikkatalog.

Die schon vom Zune-Service bekannte SmartDJ-Funktion produziert auf Knopfdruck Abspiellisten zu einem ausgewählten Künstler. Ohne Abo beginnt Microsoft nach kurzer Zeit mit dem Einblenden von Werbung zwischen den Titeln. Nicht jeder Künstler ist im Katalog vertreten – „Die Ärzte“ zum Beispiel verweigern sich komplett dem Streaming. Manche Interpreten scheinen sich auch nur zu zieren, wenn es um das kostenfreie Streaming geht: So kann man die Alben von Pink Floyd als nicht zahlender Kunde nur 30 Sekunden anspielen – sobald man Besitzer des Music Pass ist, spielen sie in voller Länge.

Xbox Music erlaubt auch den direkten Kauf von Titeln im MP3-Format. Allerdings gibt es sich nicht als klassischer Shop mit Preisschildern zu erkennen. Microsoft zielt eher auf Spontankäufer und präsentiert die Rechnung erst, wenn man mit dem Artikel „an der Kasse“ steht.

Auch auf der Xbox 360 ist der Dienst nach einem System-Update nutzbar, allerdings lässt er sich über den Controller der Spielkonsole weniger elegant bedienen. Die Funktionen entsprechen denen am PC. Einen Ausweg bietet die kostenlose Xbox-SmartGlass-App, die es für Windows-8-Geräte, Windows Phone und Android gibt. Sie macht Notebook, PC oder Smartphone zur Fernbedienung für die Spielekonsole.

Mit der bevorstehenden Einführung von Windows Phone 8 wird Xbox Music auch auf Smartphones verfügbar sein. Kunden mit Windows Phone 7 bleiben außen vor und müssen sich mit dem Zune-Store begnügen. Der bietet auch eine Abo-Möglichkeit – allerdings nur in den USA. (sha)

Musikmaschine mit Touch

Musikspezialist Magix stellt zum Start von Windows 8 seine Musikproduktions-App namens Music Maker Jam vor. Mit der per Touch zu steuernden Anwendung kann man aus vorgefertigten Loops eigene Musikkreationen erstellen. Das Tempo lässt sich beliebig verändern, man kann verschiedene Instrumente einklinken oder die Harmoniefolgen verändern. In der kostenlosen Grundausstattung bringt der Musik Maker Jam Material aus den Musikstilen Dubstep, TechHouse und Jazz mit. Andere Musikstile können in der Startphase für 2 Euro, später für 3 Euro hinzugekauft werden. Der Music Maker Jam ist über den in Windows 8 integrierten App Store erhältlich. (sha)

PowerDVD ohne DVD-Support

CyberLink veröffentlicht seine für Android und iOS bereits erhältliche Software PowerDVD Mobile auch für Microsofts Windows 8. Sie ergänzt das Codec-Reservoir des Betriebssystems um zahlreiche Formate, die Microsoft wegrationalisiert hat – darunter MPEG-2-Video, Dolby-Digital- und DTS-Ton. Zusätzlich dient das Programm als UPNP-Client und bietet eine rudimentäre Schnittfunktion. Darüber hinaus gibt der Player Fotosammlungen als Diaschau wieder, bietet diverse Bearbeitungsfunktionen und spielt Musik. Zudem stellt PowerDVD Mobile auf Wunsch Fotos und Videos über soziale Netzwerke bereit. Die App kostet im Windows Store 12,50 Euro.

Eins kann PowerDVD Mobile allerdings nicht: DVDs wiedergeben. Die Funktion wird zwar bei einigen mit Windows 8 ausgelieferten Komplettsystemen angeboten, bei der Kaufversion fehlt sie. Man erwirbt also einen etwas unpassend benannten Videoplayer.

Wer Blu-rays und DVDs unter Windows 8 wiedergeben möchte, muss auf das Vollprodukt PowerDVD 12 Pro oder Ultra zurückgreifen. Ein Update auf Build 2118a macht den großen Player zu Windows 8 kompatibel und kann kostenlos bei CyberLink heruntergeladen werden (c’t-Link). Die Ultra-Version schließt auch Lizenzen für PowerDVD Mobile ein. (ghi)

Rara erweitert Streaming-Dienst

Das britische Unternehmen Rara.com portiert seinen gleichnamigen Musikdienst auf weitere Plattformen. Bisher ließ sich die Musik-Flatrate nur über Android-Geräte oder über einen Browser nutzen, nun steht Rara auch auf iOS und Windows 8 bereit. Die iOS-App für iPhone, iPod touch und iPad soll AirPlay-Streaming direkt aus der Anwendung unterstützten. Statt auf Suchfunktionen setzt Rara auf vorgefertigte Abspiellisten, die für verschiedene Stimmungen abrufbar sind. (sha)

Audio-Notizen

Der Video-on-Demand Dienst Maxdome hat die Nutzungsrechte am Katalog des Filmunternehmens Studiocanal erworben. Kunden können künftig auf aktuelle Blockbuster und über 500 Klassiker wie „Kill Bill“ oder „Pulp Fiction“ zugreifen.

Das französische Start-up Ohm Force (www.ohmstudio.com) hat die Betaphase seines ganz auf die Online-Zusammenarbeit mehrerer Musiker ausgelegten Audio/MIDI-Sequencers „Ohm Studio“ (siehe c’t 19/12) verlängert. Das unter Windows XP/Vista/7 und Mac OS lauffähige Programm, das ursprünglich Ende Oktober fertig gestellt werden sollte, wird nach Herstellerangaben nun erst im Januar 2013 in einer finalen Fassung erhältlich sein. Entsprechend verlängert sich auch das Einstiegsangebot.

Apple hält ein Update für seine Audio/MIDI-Sequencer Logic Pro 9 (als Teil von Logic Studio und in der Mac-App-Version) und Logic Express 9 zum kostenlosen Download bereit. Die Fassung 9.1.8 beseitigt unter anderem Performance-Probleme und sorgt dafür, dass zusätzlicher Content unter OS X Lion und Mountain Lion nun korrekt heruntergeladen und installiert wird.

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