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Verkaufsstart für Smartphones mit Windows Phone 8

Microsoft hat den Startschuss für die neueste Version seines Mobilbetriebssystems Windows Phone gegeben. Mit Windows Phone 8 will der Konzern wieder Fuß auf dem heiß umkämpften Markt um Smartphones fassen – zuletzt musste Microsoft sich mit unter fünf Prozentpunkten Marktanteil zufriedengeben. Zum Launch präsentierte Microsoft insgesamt fünf unterschiedliche Modelle von drei Smartphone-Herstellern, die im Herbst mit Windows Phone 8 auf den Markt kommen sollen.

Alle fünf Geräte hatten deren Hersteller bereits vorab gezeigt: Das Nokia Lumia 920 (4,5-Zoll-LCD, 1280 × 768 Pixel) beispielsweise soll sich durch eine besonders gute 8-Megapixel-Kamera und LTE auszeichnen, das Lumia 820 ist der etwas schwächer ausgestattete kleine Bruder. Das Samsung Ativ S hat dagegen ein besonders farbkräftiges Amoled-Display (4,8 Zoll, 1280 × 720 Pixel). Wie Nokia das Lumia 920 will HTC sein Spitzenmodell 8X (4,3-Zoll-LCD, 1280 × 720 Pixel) in bunten Gehäusefarben anbieten und eine eigenen Angaben zufolge gute 8-Megapixel-Kamera einbauen, auch hier gibt es ein günstigeres Mittelklasse-Modell, das HTC 8S. Sie alle sollen im November in Deutschland in den Handel kommen.

Windows Phone 8 bekommt eine ganze Palette neuer Funktionen, mit denen es an vielen Stellen zur Konkurrenz iOS und Android aufholt. So steckt im neuen Mobil-Browser die leistungsfähige Engine vom Internet Explorer 10 – gerade beim Rendering und dem Funktionsumfang des Browsers hinkte Windows Phone bisher ein ganzes Stück hinterher. Microsoft hat das Multitasking überarbeitet, sodass Apps wie Navigation, Messenger oder VoIP-Dienste endlich vernünftig im Hintergrund laufen können. Backups von Einstellungen, Textnachrichten und Medien sind via Microsofts Online-Speicher Skydrive möglich, und auch die Synchronisation von Daten wie Fotos, Videos und Office-Dokumenten erfolgt darüber, die Nutzung für bis zu 7 GByte ist kostenlos.

Anwender können „Räume” anlegen, in denen man mit einer eingeschränkten Gruppe, zum Beispiel seiner Familie, kommuniziert. Darüber lassen sich nicht nur Textnachrichten, sondern auch Fotos, Notizen und Termine austauschen. In der „Kinderecke” kann man eine Oberfläche mit eingeschränktem Zugriff auf Funktionen, Medien und Apps erstellen, wenn man seinen Kindern nicht den kompletten Smartphone-Inhalt in die Hand geben möchte. Über „Data Sense” überwacht Windows Phone das Datenvolumen für WLAN und Mobilfunk und warnt, wenn eine selbst festgelegte Grenze erreicht wird. Auch wird ähnlich wie bei den Browsern Amazon Silk und Opera Mini optional eine Datenkomprimierung vor der Mobilfunkübertragung durchgeführt.

Im Startbildschirm mit Kacheloptik skalieren Kacheln nun per Touch in einem engeren Raster – bis zu vier Kacheln in der Breite sind möglich. Außerdem können Entwickler besser definieren, welche Inhalte die Kacheln zeigen sollen und sich in den Sperrbildschirm einklinken. Die Facebook-App zeigt dort beispielsweise Fotos und Nachrichten aus dem Netzwerk.

Viel aufzuholen hat Microsoft beim App-Angebot: Inzwischen soll ein Großteil der auf anderen Plattformen beliebten Anwendungen verfügbar sein. Insgesamt kommt der US-amerikanische Marketplace auf 120 000 Apps, immer noch deutlich weniger als bei Android oder iOS. Ältere Geräte wie das Lumia 900 bekommen kein Upgrade auf Windows Phone 8, einige Funktionen will Microsoft aber per Feature-Update nachrüsten. Wann dieses ausgeliefert wird, gab das Unternehmen bisher nicht bekannt. (acb)

Chromebook mit Cortex-A15

Ein weiterer (indirekter) Sieg für ARM im Wettstreit mit Intel: Statt eines Ultrabook-Celeron oder Atom steckt im jüngsten Chromebook ein System-on-Chip (SoC) mit zwei ARM-Kernen der jüngsten Generation Cortex-A15, und zwar ein Exynos 5 mit 1,7 GHz von Samsung. Es ist somit eines der ersten Serienprodukte mit Cortex-A15 und bestätigt damit auch die von ARM selbst getragene Einschätzung, dass diese vermutlich besonders leistungsfähigen Rechenkerne zumindest in den ersten (32/28-Nanometer-)Inkarnationen eher in größeren Mobilgeräten auftauchen.

Das ebenfalls von Samsung gefertigte Chromebook hat ein 11,6-Zoll-Display mit 1366 × 768 Punkten, wiegt 1,1 Kilogramm und ist 2 cm dick. Einen Lüfter hat es nicht, eine Akkuladung soll über sechs Stunden halten. Eingebaut sind 2 GByte Hauptspeicher, 16 GByte Flash, 11n-WLAN, USB 3.0 und optional Mobilfunk. In den USA soll es für 249 US-Dollar zu haben sein, ein Deutschland-Vertrieb ist derzeit nicht geplant.

Installiert ist Googles Cloud-Betriebssysteme Chrome OS auf Linux-Basis mit automatischen Updates. Apps und Daten liegen im Internet, der lokale Speicher dient nur als Puffer. Bisher hatte Google die Chromebooks vor allem Firmen empfohlen. Unternehmen mit Sitz in der EU dürfen allerdings bestimmte Daten nicht auf Servern außerhalb der EU lagern und können Chromebooks folglich kaum sinnvoll nutzen. (ciw)

Preise für RT-Tablets

Asus und Dell haben die Preise für ihre ARM-Tablets mit Windows RT bekanntgegeben. Das Asus VivoTab RT wird es mit 64 GByte ab 600 Euro geben, das Dell XPS 10 mit 32 GByte ab 480 Euro, mit ebenfalls 64 GByte ab 580 Euro. Damit kosten sie ähnlich viel wie das vergleichbar ausgestattete Microsoft Surface. Asus verlangt 100 Euro Aufpreis für UMTS/HSPA+, für Dell und Microsoft gibt es keine Mobilfunkoption.

Alle drei Tablets haben ein 10-Zoll-Display mit 1366 × 768 Pixeln Auflösung, 2 GByte Arbeitsspeicher, microSD-Kartenleser, 11n-WLAN, Bluetooth sowie zwei Kameras. Das Asus-Tablet läuft mit Nvidias Tegra 3 (vier Kerne, 1,3 GHz), das von Dell mit einem Zweikern-Prozessor von Qualcomm mit 1,5 GHz. Optional gibt es für beide eine ansteckbare Tastatur mit Zusatzakku. Sie kostet bei Asus 130 Euro, bei Dell happige 170 Euro. Zum Vergleich: Microsoft will für seine Gummitastatur Touch Cover 120 Euro haben, für das Keyboard mit richtigen Tasten (aber ohne Akku) 130 Euro. Auf allen Geräten ist Office Home & Student 2013 RT installiert. Laut Asus sollen die VivoTab RT ab sofort erhältlich sein, waren Ende Oktober aber noch bei keinem Händler als lieferbar gekennzeichnet. Das XPS 10 will Dell im Dezember ausliefern. (asp)

Nexus-Baureihe wächst um drei Android-Geräte

Google hat die Nexus-Baureihe um ein 10-Zoll-Tablet mit High-End-Ausstattung, ein günstiges Vierkern-Smartphone und zwei Varianten des 7-Zoll-Tablets erweitert. Das Nexus 10 zeigt 2560 × 1600 Punkte, mehr als jedes andere Tablet. Auf 10 Zoll Diagonale gibt das feine 300 dpi – klar ein Angriff auf Apples iPad, das bisher mit 2048 × 1536 (264 dpi) die Pixelkrone trägt. Hinzu kommen ein 1,7 GHz schneller Zweikern-Prozessor mit ARM Cortex-A15, ein Grafikchip mit vier Kernen, 2 GByte RAM und ein mit 9000 mAh ungewöhnlich kräftiger Akku. Micro-HDMI und 11n-WLAN sind eingebaut, eine Mobilfunk-Variante soll es nicht geben. Die Fertigung übernimmt Samsung, die Verarbeitung ist nach ersten Eindrücken hochwertiger als beim Galaxy Tab 10.1, beispielsweise die Rückseite griffiger.

Das Smartphone Nexus 4 ähnelt mit seiner schwarz spiegelnden Front dem Vorgänger Galaxy Nexus, stammt aber nicht wie dieses von Samsung, sondern von LG. Der Vierkern-Prozessor (Snapdragon S4 Pro, 1,5 GHz) und das IPS-Display mit 4,7 Zoll und 1280 × 768 Punkten (320 dpi) erinnern dann auch ans hierzulande noch nicht erhältliche LG Optimus G. Auch dank 2 GByte Hauptspeicher dürfte es zu den schnellsten Smartphones gehören. HSPA+ ist eingebaut, LTE dagegen nicht.

Google will die Geräte zu Kampfpreisen anbieten: Das Nexus 4 gibt es mit 8 GByte für 300 Euro, mit 16 für 350 – das ist weniger als der Vorgänger jetzt noch bei einigen Händlern kostet. Das Nexus 10 geht mit 16 GByte für 400 Euro in den Handel, mit 32 für 500, was deutlich unter iPad-4-Preisen liegt.

Das schon erhältliche Nexus 7 mit 16 GByte verbilligt Google von 250 auf 200 Euro und führt zwei Versionen mit 32 GByte ein: eine mit UMTS für 300 Euro und eine nur mit WLAN für 250 Euro. Wer nach dem 14. Oktober ein Nexus 7 mit 16 GByte gekauft hat, bekommt die 50 Euro Differenz erstattat. Ein SD-Slot fehlt allen Nexus-Modellen. Die Auslieferung beginnt am 13. November. (hcz)

Android 4.2 bringt Video-Streaming und Nutzerkonten

Die Version 4.2 des Mobilbetriebssystems Android für Tablets und Smartphones bringt Video-Streaming, eine Wischtastatur – und Mehrbenutzerfunktionen. Nun lassen sich „mehrere“ Nutzerkonten einrichten (eine maximale Anzahl nennt Google nicht), wobei jeder Nutzer einen eigenen Homescreen, seine eigene App-Sammlung, Spielstände und Medien hat. Einstellungen wie die Mail- und Social-Media-Konten nennt Google zwar nicht explizit, sie dürften aber ebenfalls getrennt sein. Das funktioniert laut Google allerdings nur auf Tablets, nicht auf Smartphones.

Videos und Fotos kann man über WLAN per Miracast an entsprechend ausgerüstete Empfänger senden. Das ist ein Standard der Wi-Fi Alliance, der allerdings noch von keinem Gerät unterstützt wird. Die Empfänger sollen unter 100 US-Dollar kosten, einige TV-Hersteller wie LG wollen sie direkt in ihre Fernseher einbauen. Reine Audio-Empfänger sind (anders als bei Apples ähnlich aufgebautem AirPlay) nicht vorgesehen.

Renoviert hat Google die virtuelle Tastatur, sie unterstützt nun direkt eine Swype- beziehungsweise Swiftkey-ähnliche Wischtechnik, bei der man Buchstaben nicht einzeln tippt, sondern ganze Wöter auf die Tastatur malt, ohne den Finger anzuheben. Einige Android-Geräte beispielsweise von Samsung haben das schon eingebaut.

Die neue Panorama-Funktion geht über das einfache Stitching von Fotos hinaus: „Spheres“ erlaubt es, beim Betrachten der Panoramen auch nach oben und unten zu schauen – wie man das von StreetView kennt. Diese Spheres kann man per Google+ teilen und auch auf Google Maps einstellen. Weitere Neuerungen sind verbesserte Notifications mit direkten Reaktionsmöglichkeiten für Anwender sowie ein optionsreicherer Bildschirmschoner.

Android 4.2 wird auf den neuen Nexus-Modellen 4, 7 und 10 ausgeliefert werden, doch Update-Termine für ältere Nexus-Modelle nennt Google noch nicht. Auch haben sich noch keine anderen Hersteller geäußert – nach bisherigen Erfahrungen dürften nur wenige schon verkaufte Geräte ein Update bekommen. (jow)

Googles Musik-Streaming startet in Deutschland

Google Music soll am 13. November in Europa starten. Damit kann man MP3-Musik dann auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien bei Google kaufen. Darüber hinaus lässt sich eigene und gekaufte Musik aus der Google Cloud herunterladen oder streamen. Das funktioniert sowohl auf Android-Geräten als auch über den Web-Browser. Google hat das Angebot weiter ausgebaut, als letztes großes Musiklabel wird auch Warner Music seine Titel im Play Store anbieten.

Wie gehabt lassen sich 20 000 Titel speichern, wobei die bei Google gekauften nicht dazu zählen. Statt wie bisher die eigene Musiksammlung komplett auf die Google-Server laden zu müssen, gleicht Google die Songs zunächst mit der eigenen Datenbank ab. Nur darin nicht vorhandene Titel muss der Anwender noch hochladen, ähnlich wie es Amazon und Apple bei ihren kostenpflichtigen Angeboten machen. Der Unterschied: Statt 25 Euro im Jahr kostet der Google-Dienst nichts. (asp)

Mobil-Notizen

HTC stellt in Japan das J Butterfly vor, ein Smartphone mit Full-HD-Auflösung auf 5 Zoll Diagonale (443 dpi). Ob es nach Europa kommt, steht noch nicht fest.

Das Update auf Android 4.1.1 mitsamt HTCs Bedienoberfläche Sense 4.5 soll in den nächsten Wochen für das HTC One X kommen, für das One S und One XL etwa einen Monat später.

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