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CAD mit Kinematik

BricsCAD hat sich in der Vergangenheit vor allem als günstiges CAD-Paket einen Namen gemacht, das intern mit dem AutoCAD-Dateiformat DWG arbeitet. Durch Kombination von 3D-Direktmodellierung mit räumlichen Constraints lassen sich in Version V13 komplexe mechanische Maschinen und Anlagen hierarchisch Baugruppe für Baugruppe aufbauen und strukturiert in Stücklisten erfassen. Dabei hält die Software vorab definierte Randbedingungen ein, vermeidet beispielsweise die Überschneidung von Flächen und Kanten, die zu unterschiedlichen Bauteilen gehören. Analysewerkzeuge für bewegte und rotierende Bauteile sollen Probleme der direkten oder inversen Kinematik in Echtzeit lösen. Weitere kleinere Verbesserungen gibt es bei den 2D-Entwurfswerkzeugen und den Druckfunktionen. BricsCAD V13 läuft unter Windows ab XP SP3 sowie unter Linux. Die Preise reichen je nach Version von 506 Euro (Classic) bis 1041 Euro (Platinum). Eine Testversion gibt es gratis. (pek)

FE-Analyse gratis

Programme zur Finite-Elemente-Analyse (FEA) simulieren Verformungen und Spannungen durch Krafteinfluss auf virtuelle Bauteile, deren Geometrie aus CAD-Daten eingelesen werden. Z88Aurora ist ein FEA-Programm, das am Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität Bayreuth unter der Leitung von Professor Frank Rieg entwickelt wird und kostenlos zum Download bereitsteht. Version V2 umfasst einen Präprozessor, der gängige CAD-Formate wie DXF, STL und STEP sowie FE-Strukturdaten importiert und Werkzeuge zum Anlegen von Strukturelementen und zur Vernetzung bietet. Neben zwei iterativen Solvern steht auch ein mehrkernfähiger Gleichungslöser zur Verfügung. Damit sind unter anderem lineare und nicht-lineare Festigkeitsrechnungen, Eigenschwingungsanalysen und thermische Simulationen möglich. Der Postprozessor filtert und visualisiert die Ergebnisse. Z88Aurora gibt es mit deutscher und englischer Bedienoberfläche. Die Software läuft unter Windows, Mac OS X und Linux. (pek)

Visualisieren in 2D und 3D

Version 9 des Visualisierungswerkzeugs Origin erzeugt 3D-Funktionsdiagramme aus parametrischen Gleichungen, deren Parameter man jederzeit über einen Dialog verändern und per Copy & Paste auf andere Abbildungen übertragen kann. Sammlungen von Grafiken exportiert die Software als animierte Clips, der Weg dahin führt wahlweise über das GUI oder automatisiert über Skripte. Bei zweidimensionalen Diagrammen blendet man einzelne Kurven durch Klick auf die Legende ein und aus. In Tabellen verbirgt ein Filter jene Bereiche, die dem gesetzten Kriterium nicht genügen, und soll große Datenmengen handlich machen. Der Pro-Version vorbehalten bleiben Werkzeuge für die Anpassung von impliziten Funktionen mit dem Iterationsalgorithmus der orthogonalen Distanzregression sowie für den Entwurf von IIR-Filtern.

Origin läuft unter Windows von XP bis 8. Die Preise unterscheiden sich je nach Version und Nutzerkreis: Die Einzelplatzlizenz für Bildungseinrichtungen kostet beispielsweise in der Standardversion 693 Euro (Pro 1070 Euro), für die Industrie 1379 Euro (Pro 2266 Euro). Speziell für Studenten gibt es auch zeitlich befristete und deutlich günstigere Lizenzen. (pek)

Günstig Platinen entwerfen

Mit der US-amerikanischen Platinenlayout-Software DipTrace entwirft man Leiterplatten mit maximal 300 Pins und zwei Signalebenen kostenlos, sofern es sich nicht um ein kommerzielles Projekt handelt. Im Unterschied zu den freien Einstiegsversionen anderer Hersteller sind hier weder die Platinengröße noch die Zahl der Versorgungs-Layer beschränkt – damit ist auch der Entwurf vierlagiger Leiterplatten möglich.

Version 2.3 wurde in vielen Details überarbeitet, was vor allem dem Bedienkomfort zugute kommt. Manuelles Routing kann man jetzt per Tastendruck starten. Der Design Rule Check prüft jede Änderung im Layout dynamisch. Komponentengruppen arrangiert man hierarchisch in Blöcken und überträgt Bauteil-Positionen und geroutete Leiterbahnen leicht von einem Block auf einen gleichartigen. Außenkanten und Konturen exportiert DipTrace im Gerber- oder DXF-Format; die 3D-Ansicht der bestückten Leiterplatte kann über VRML-2.0-Export auch als Vorlage für einen plastischen Prototypen verwendet werden. Version 2.3 ist zu ihren Vorgängern abwärtskompatibel. Die integrierte Symbol- und Bauteilbibliothek wurde um 8000 neue Elemente aufgestockt. Für Besitzer einer Vorversion ab 1.50 aufwärts ist das Upgrade kostenlos. Die regulären Preise für die kommerziell einsetzbare Version liegen zwischen 77 Euro für die Starter Edition (bis 300 Pins und zwei Signallagen) und 696 Euro für die uneingeschränkte Full Edition. (Mathias Poets/pek)

Notizen

Der Polygonreduzierer für 3D-Oberflächennetze Vizup soll in Version 4.7.3 mit komplexen Texturen klarkommen und sich mit seiner Bedienoberfläche für die Stapelverarbeitung besser in Windows 7 einfügen. Die Software kostet je nach Lizenz pro Einzelplatz zwischen 177 und 1780 US-Dollar.

Die kostenlose Statistiksoftware SOFA importiert in Version 1.2.2 Excel-Tabellen im Dateiformat XLSX. Analysen der Normalverteilung lassen sich in Reports einbetten oder separat speichern. Ferner bindet die Software die Open-Source-Datenbank Cubrid ein.

Tulip ist auf die Visualisierung großer Datenmengen spezialisiert. Für Version 4 haben die Entwickler die Bedienoberfläche der kostenlosen Software für Windows und Mac OS X von Grund auf neu gestaltet, das API dokumentiert und das Plug-in-System überholt.

Die Software für 3D-Scanner David 3.5 erfasst bunte Texturen beim Betrieb im Structured-Light-Modus. Das Lichtmuster wird für mehrere Scandurchgänge in wechselnden Farben erzeugt, wodurch sich die bunte Oberfläche selbst mit monochrom aufzeichnenden Kameras erfassen lassen soll. Für Besitzer einer Vorversion 3.x ist das Upgrade kostenlos. Die Vollversion kostet 329 Euro, 129 Euro das Upgrade von 2.x.

Neue Werkzeuge bietet der kostenlose 3D-Modellierer Meshmixer 08: Ein Stempel fügt Polygone ins Oberflächennetz ein und ein Spezialpinsel bürstet ein Stück Oberfläche in Richtung eines gewählten Zielobjekts. Die Werkzeuge für Zusammenfügen und Zerschneiden von Ebenen und für die boolesche Kombination von Formen sollen verbessert worden sein.

Die Simulationsumgebung Comsol Multiphysics lässt sich in Version 4.3a über einen sogenannten LiveLink aus der Tabellenkalkulation Excel 2010 starten, arbeitet mit dem Cloud-Angebot EC2 von Amazon zusammen und importiert Daten aus CAD–Programmen für Elektronik, um beispielsweise thermische Belastungen in Schaltelementen zu simulieren.

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