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Politik in Kürze

www.bundestwitter.de

Einige Bundespolitiker twittern heutzutage mehrmals täglich ungefiltert ihre Meinung zu verschiedenen Themen, sei das nun der europäische Rettungsschirm oder die letzte „Wetten, dass …?“-Sendung. Der Berliner Medieninformatik-Student Thomas Puppe hat im Rahmen eines Semesterprojekts den Tweet-Aggregator Bundestwitter ins Leben gerufen, der die Twitter-Timelines von Bundestagsabgeordneten abgrast und deren neueste Mitteilungen übersichtlich auf einer Webseite zusammenfasst.

Spannend sind insbesondere Statistiken, die Puppe ebenfalls bietet. Man erfährt etwa, dass der Grünen-Abgeordnete Volker Beck mit 14 942 Tweets seit September 2008 mit großem Abstand der fleißigste Twitterer des Bundestags ist. Gemessen an ihrer Abgeordnetenanzahl twittert die SPD-Fraktion besonders wenig. Die Liste der momentan häufigsten Hashtags deutet an, welche Themen besonders gerne kommentiert werden. Puppe plant, seinen Bundestwitter bald auch auf Landesparlamentarier auszudehnen. (hob)

AGB-Transparenz

www.wikimarx.de

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind ellenlang und strotzen vor unverständlichem Juristenvokabular. Die Folge: Viele Nutzer haben längst aufgegeben, diese Texte vor Abschluss eines Vertrags zu lesen, geschweige denn verstehen zu wollen. Die Frankfurter Start-up-Firma 21 Ventures will da mit der Crowd-Sourcing-Plattform Wikimarx entgegenwirken. Ins Wiki darf seit Anfang November jeder registrierte Nutzer AGBs einkopieren, die Nutzer dann kollektiv analysieren. Dazu markieren sie wichtige Passagen der AGB und fassen sie in maximal 300 Zeichen zusammen. Diese Zusammenfassungen werden wiederum von anderen Nutzern bewertet, damit sollen sie relevanter werden.

Die durchaus spannende Idee könnte allerdings an mangelnder juristischer Kenntnis der Nutzer scheitern. Wikimarx setzt die Kompetenz voraus, Vertragswerke rechtlich beurteilen zu können, verlangt aber von den Nutzern keine nachgewiesene Qualifikation. Man wolle im Endeffekt keine rechtliche Beratung oder Bewertung abgeben, sondern ziele ausschließlich auf mehr Transparenz aus der Sicht der Nutzer und Endkonsumenten, teilte 21 Ventures mit. Gewagt scheint in diesem Kontext dann aber, positiv beurteilten Vertragsanbietern ein „unabhängiges Gütesiegel“ anzubieten. (hob)

Seltsame Sammelleidenschaft

http://uniformfreak.com

Was Cliff Muskiet auf seiner Website uniformfreak.com zur Schau stellt, ist ein Stück Luftfahrtgeschichte, geht aber darüber hinaus: Der Niederländer sammelt und fotografiert akribisch Uniformen von Stewardessen aller möglichen Fluggesellschaften. So hat er im Laufe der Jahre auch ein Stück Mode- und Kulturentwicklung eingefangen. Zurzeit zeigt der sammelbesessene KLM-Mitarbeiter eigenen Angaben zufolge 1143 Uniformen von 444 Airlines. (hob)

Wohn-Downsizing

http://tinyhouseblog.com

http://freecabinporn.com

Der Wohntrend geht weg vom „size does matter“ hin zum „my cabin is my castle“. Zumindest in Übersee wächst bei vielen der Wunsch nach kleinen, abgelegen Häuschen im Grünen – wenn möglich Marke Eigenbau. Kent Griswold zeigt in seinem Tiny House Blog kleine, aber feine Eigenheime in aller Welt. Eine stattliche, teils skurrile Sammlung von Häusern, Hütten, umgebauten Wohnwagen und deren Geschichten ist entstanden. Erwerbbare Mini-Behausungen stellen Griswold und sein Team en détail inklusive Grundriss vor. Teils wunderbar romantische Fotos und dutzende kleine Geschichten um abgelege Eigenbau-Hütten finden sich auch im Tumblr-Blog Cabin Porn. Da steht etwa ein Aussteiger vor seiner restaurierten, 600 Jahre alten Windmühle im Schwarzwald, und um die einsame Hütte in der Antarktis gesellen sich dutzende Pinguine. (hob)

Renovierungshilfen

www.roomsketcher.com/de

www.alpina-farben.de/colordesigner

Apropos Wohntrend: Wird es bei Ihnen Zeit, die eigenen vier Wände zu renovieren? Der Roomsketcher ermöglicht Ihnen die Einrichtungsplanung direkt im Browser. In der Grundausstattung dürfen Sie die gelungene Flash-Anwendung kostenlos nutzen. Es lassen sich kinderleicht exakte Grundrisse von Räumen oder ganzen Häusern erstellen. Für die Zimmer stehen diverse Türen, Fenster, Böden und sogar geschmackvolles Mobiliar per Mausklick bereit. Das Ergebnis ist als 3D-Modell aus mehreren Perspektiven zu sehen, kostenpflichtig sogar virtuell begehbar. Abbildungen davon kann man beispielsweise in sozialen Netzen mit Freunden oder der Familie teilen und besprechen.

Die Wände farbig zu streichen ist ein riskantes Unterfangen: Oft entspricht das Ergebnis überhaupt nicht den Vorstellungen, die man sich vom Gesamteindruck erhoffte. Der Wandfarben-Hersteller Alpina bietet ein Flash-Tool, das die Wahl der Farbgebung vereinfacht. In den ColorDesigner können Sie Fotos von den renovierungsbedürftigen Räumen laden und diesen einen virtuellen Anstrich verpassen. Außerdem bietet das Unternehmen auf seiner Website eine kleine Einführung in die Farbpsychologie. (hob)

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Kapitel
  1. Politik in Kürze
  2. AGB-Transparenz
  3. Seltsame Sammelleidenschaft
  4. Wohn-Downsizing
  5. Renovierungshilfen
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