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Open-Source-Alternative zum Microsoft Small Business Server

Praxis & Tipps | Praxis

Microsoft sperrt Käufer seines Small Business Servers in einen goldenen Käfig: Die Software ist sehr günstig und perfekt integriert. Doch mit dem Server 2012 steigen die Preise bei sinkendem Funktionsumfang drastisch. Wir liefern mit der „UCS c’t Edition“ auf der Heft-DVD eine schlüsselfertige Alternative, die auf Linux aufbaut. Die zeigt zwei Dinge: Small Business geht ohne Microsoft und die Daten lassen sich unbeschadet aus dem goldenen Käfig in die Open-Source-Welt verschieben.

Bislang war der Windows Small Business Server preislich kaum zu unterbieten und auch von der Ausstattung her sehr attraktiv. Die mit dem Server 2012 steigenden Preise und eingeführte Cloud-Pflicht [1], verärgern alte Kunden und schrecken neue ab. Um so interessanter scheinen die Alternativen aus der Open-Source-Ecke: Mit Samba4 rückt eine Implementierung des Active Directory unter GPL in greifbare Nähe und auch an der Groupware-Front hat sich einiges getan.

Wir haben zusammen mit dem Bremer Unternehmen Univention geforscht, wie weit sich der Datenbestand eines laufenden Microsoft-SBS in einen vollständig aus Open Source gebauten Software-Stack herüberretten lässt. Das Ergebnis hat alle Beteiligten positiv überrascht: Für die wesentlichen Daten gelingt das. Viele Komfortmerkmale, etwa Gruppenrichtlinien oder Exchange-Anbindung der Mobilgeräte funktionieren weiterhin. ...

Preisvergleich: Microsoft SBS und Univention UCS

Ein simpler tabellarischer Vergleich, wie wir ihn mit den Microsoft-Produkten untereinander in [1] angestellt haben, schlägt fehl: Während Microsoft-Lizenzen den Einmalkauf einer SBS-Version vorsehen (jedenfalls in diesem Zielmarkt), gelten die Univention- und Zarafa-Lizenzen je für ein Jahr und alle in diesem Zeitraum veröffentlichten Versionen.

Darüber hinaus haben die Univention-Kunden die Möglichkeit, über den reinen Installationssupport hinaus Supportleistungen mit garantierten Antwortzeiten zu erwerben. Bei Microsoft erhält der Käufer einer günstigen System-Builder-Version überhaupt keinen Support, wenn er nicht extra dafür bezahlt.

Soweit die Vorrede, jetzt ein konkretes Beispiel. Die reinen Lizenzkosten für eine Firma mit 25 Benutzern betragen beim noch erhältlichen SBS 2011 rund 2000 Euro – einmalig. Eine Kombination aus Windows Server 2012 Essential, Exchange 2010 und einer weiteren Server-Lizenz dafür schlägt mit knapp 3700 Euro zu Buche – wieder einmalig.

Microsofts offizielles Nachfolgeangebot für den SBS besteht darin, einmalig die Lizenz für Server 2012 Essential für 350 Euro zu kaufen und dann für zirka 1000 Euro pro Jahr Exchange-Dienste für 25 Benutzer in der Cloud dazu zu buchen. Wenn man bereit ist, pro Jahr 3800 Euro auszugeben, ist auch Office im Paket.

Bei Univention liegt die günstigste jährliche Lizenz für eine physische Maschine mit UCS bei 300 Euro. Eine Abhängigkeit von der Anzahl der Benutzer gibt es nicht. Die Einstiegspreise bei Zarafa (abhängig vom gewünschten Support) liegen bei 16 Euro pro Benutzer und Jahr. Macht bei 25 Nutzern pro Jahr 400 Euro.

Für einen Nutzungszeitraum von fünf Jahren ergibt das folgende Lizenzkosten pro Jahr:

SBS 2011 400 

Essential 2012 + Exchange lokal 750 

Essential 2012 + Cloud-Exchange 1070 

Univention + Zarafa 700 

Unberücksichtigt bleiben in dieser Rechnung Extras wie Sicherheitssoftware (bei den Cloud-Angeboten enthalten) und Backup.

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c't 26/2012, Seite 170 (ca. 4 redaktionelle Seiten)
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  1. Ingredienzen und …
  2. … Lizenzen
  3. Erste Schritte
  4. Mail raus
  5. Mail rein
  6. Mail drin
  7. Preisvergleich: Microsoft SBS und Univention UCS

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  1. Ingredienzen und …
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