Touchen und Tippen

Leistungsstarke Windows-8-Geräte zwischen Notebook und Tablet

Test & Kaufberatung | Test

Windows 8 ist für fingerbedienbare Bildschirme entwickelt worden, und die Hardware-Hersteller liefern dazu passende Geräte: Es gibt sowohl klassische Notebooks mit Touchscreen als auch neue Hardwarekonzepte mit dreh-, klapp- oder verschiebbaren Displays – oder gleich zwei Bildschirme in einem Gerät.

Ein Touchscreen im Notebook erleichtert die Bedienung der Kachel-Oberfläche von Windows 8 und der Apps enorm, ohne dass man wie beim Tablet auf flottes Tippen per Tastatur und präzises Mauszeiger-Steuern per Touchpad verzichten müsste. Gegenüber All-in-One- oder Desktop-PCs mit Touch-Monitor wiederum ist die kürzere Distanz zwischen Tastatur und Bildschirm von Vorteil, nur wenige Zentimeter sind zu überbrücken. Zudem sind die Wege auf dem Bildschirm klein: Anders als auf den Desktop-typischen Diagonalen jenseits von 20 Zoll, auf denen man sich bei der Touch-Bedienung wie im Hollywood-Film Minority Report vorkommt, hat die erste Riege an Touch-fähigen Windows-8-Notebooks 11- bis 14-Zoll-Bildschirme. Zu den ersten Modellen zählen Acers Aspire S7, das VivoBook S400CA von Asus, HPs Envy 4 TouchSmart und Samsungs Serie 5 540U3C.

Während man mit solchen Geräten schnell das gewünschte Icon auf dem Desktop per Fingerzeig markiert oder die Verwandtschaft durch die letzten Urlaubsfotos blättern lässt, machen speziell für Touch entwickelte Anwendungen und Spiele wenig Spaß: Im mitunter von der App vorgesehenen Hochkantformat lassen sich die Notebooks nicht sinnvoll halten, zudem kann man das Display üblicherweise nicht flach wie ein Tablet vor sich legen. Einzig Acers Touch-Ultrabook Aspire S7 erlaubt ein Aufklappen auf 180°, sodass Deckel und Rumpf auf dem Tisch aufliegen.

Hybrid-Konzepte

Sind Hochkantformat oder einhändige Tablet-Handhabung auf dem Arm gefragt, dann schlägt die Stunde der Hybrid-Geräte, die sich vom Notebook in ein Tablet verwandeln. Ihre Entwickler konnten den Ideen freien Lauf lassen, weshalb es viele unterschiedliche Konzepte gibt.

Bei Sonys Vaio Duo 11 zeigt der Bildschirm bei zusammengelegtem Notebook nach außen und wird von hinten hochgeklappt. Ganz ähnlich hat Toshiba gedacht: Hier klappt man den Deckel nach hinten um und schiebt ihn dann nach vorne über die Tastatur. Der Deckel ist deutlich weiter hinten befestigt als beim Sony-Gerät, was vor der Tastatur Platz für ein Touchpad lässt – Sony bietet lediglich einen optischen Trackpoint. Zudem lässt sich der Öffnungswinkel hier von ganz flach nach hinten bis fast senkrecht variieren.

Dells XPS 12 sieht auf den ersten Blick wie ein normales Notebook aus. Der Clou: Der Touchscreen lässt sich in einem Rahmen wie eine alte Schultafel nach hinten drehen, sodass bei zugeklapptem Deckel der Bildschirm wahlweise nach außen guckt. Dreht man ihn nach innen, ist er beim Transport vor Kratzern geschützt.

Video: Hybrid-Notebooks mit Window 8

Asus baut ins Taichi 21 statt komplizierter Mechanik schlicht je ein Panel innen und außen ein. Das äußere lässt sich mittels Finger bedienen, das innere verwöhnt mit matter Oberfläche – alle anderen Kandidaten haben Touchscreen-typisch spiegelnde Oberflächen. Man muss sich allerdings entscheiden, ob gerade Tippen oder Tatschen angesagt ist, denn für einen einzigen Wischer oder Tipper klappt man nicht den Deckel zu und danach wieder auf. Im Notebook-Modus muss man Windows 8 also eher umständlich per Tastatur und Touchpad bedienen.

Im Unterschied zu den eingangs erwähnten Touch-Notebooks haben die vier Hybrid-Geräte eine zusätzliche Windows-Taste unter ihren Touch-Bildschirmen, damit man auch im Tablet-Betrieb immer schnell zur Kacheloberfläche zurückkehren kann. Zudem sind nur hier Sensoren an Bord, die den Bildschirminhalt automatisch drehen und zum Steuern von Spielen genutzt werden können. Unter dem c’t-Link am Ende des Artikels gibt es ein Video mit allen Hybriden in Aktion.

Tablet-Brocken

Alle acht Testkandidaten tragen Intels Ultrabook-Siegel, sind also flache Notebooks mit langer Laufzeit und geringem Gewicht – im Testfeld zwischen 1,3 Kilo (Acer, Asus Taichi, Sony) und 2 Kilo (HP). Für Tablet-Verhältnisse sind es allesamt dicke Brocken: Das iPad etwa wiegt weniger als 800 Gramm, Siebenzöller unter 400 Gramm. Einhändiges Halten der Kandidaten ist damit nicht drin, doch hält man sie auf einem Unterarm, so liegen die Geräte sicher und bequem auf und können mit der anderen Hand bedient werden.

Für die langen Laufzeiten zeichnen unter anderem die energiesparenden ULV-Doppelkerne (Ultra Low Voltage) aus Intels Core-i-Familie verantwortlich. Damit Notebooks Intels Ultrabook-Siegel bekommen, müssen sie mindestens fünf Stunden durchhalten, was das VivoBook S400CA von Asus gerade so schafft; das andere Asus-Gerät (Taichi 21) und Acers Aspire S7-391 halten nur eine halbe Stunde länger durch. Dells XPS 12 erreicht dagegen Laufzeiten von bis zu 8 Stunden; dahinter folgen Samsung (7,5 Stunden) und Sony (knapp 7 Stunden).

Die Rechenleistung der Core-i-CPUs ist deutlich höher als die von ARM-SoCs, wie die Ergebnisse der plattformübergreifenden Benchmarks CoreMark und GLBench zeigen. Ob man dies künftig in Touch-Spielen und -Apps merken wird, bleibt abzuwarten, denn die werden mit Blick auf die geringere ARM-Performance entwickelt. In erster Linie wird die Performance bei klassischen Desktop-Anwendungen wie Photoshop benötigt – der Desktop-Betrieb ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu iPad oder Android-Tablets.

Ausstattung

Acers Aspire S7-391 hat ein arg gewöhnungsbedürftiges Tastaturlayout, am Tippgefühl gibt es wie bei allen anderen Probanden aber nichts auszusetzen. Die Tastaturen von Acer, Asus Taichi, Dell, Sony und Toshiba sind beleuchtet.

Das Taichi 21 von Asus und Sonys Vaio Duo 11 erlauben präzise Bildschirmeingaben über mitgelieferte Stifte. Hier kann man also auch schnell mal Grafiken skribbeln und handschriftliche Notizen machen – Windows 8 hat ja bereits einige passende Anwendungen an Bord. Anders als früher bei Tablet-PCs üblich kann man die Stifte nicht zum Transport ins Gehäuse stecken, sondern muss sie separat verstauen. Da ist die Gefahr eines Verlusts hoch.

Allen Geräten gemein sind mindestens eine USB-3.0-Buchse (bei zwei bis drei USB-Ports insgesamt) sowie ein digitaler Monitorausgang. Bei Dells XPS 12 finden dank eines Mini-DisplayPorts selbst 30-Zöller mit Auflösungen jenseits von Full HD Anschluss, bei den anderen geht alles bis Full HD. Den klassischen analogen VGA-Ausgang, den man noch für so manchen Büro-Beamer benötigt, bieten nur Acer, Asus, Samsung und Sony.

Taichi 21 und XPS 12 fehlt der sonst übliche SD-Kartenleser; nur HP und Sony lesen schnelle SDXC-Karten mit voller Geschwindigkeit. Eine LAN-Buchse haben nur das Vivobook, HPs Envy 4, Samsungs 540U3C und Sonys Vaio Duo 11. Dem Taichi und Acers S7 liegen immerhin USB-LAN-Adapter bei, bei den anderen muss man sich einen solchen selbst kaufen oder ausschließlich per WLAN online gehen. Alle Kandidaten haben Funkmodule nach IEEE 802.11n, die von Acer, Asus Taichi, Dell, Samsung und Sony funken sowohl im 2,4- als auch im nicht so überlaufenem 5-GHz-Band.

Zu der Vorinstallation gehören außer Windows 8 (Core oder Pro) immer auch noch einige herstellerspezifische Tools sowie zeitlich beschränkte Testversionen – weitverbreitet sind etwa McAfee- oder Norton-Virenscanner. Zu den zeitbeschränkten Testversionen zählt neuerdings auch Office 2010, denn die werbefinanzierte Starter-Edition mit abgespeckten Versionen von Word und Excel, die bei Windows-7-Notebooks allgegenwärtig war, gibt es nicht mehr. Stattdessen stellt Office nun nach Ablauf der Testphase den Betrieb ein, wenn man es nicht mit einem separat zu erwerbenden Produkt-Key aktiviert. Wer derzeit einen solchen Office-Key kauft, bekommt das im Frühjahr erscheinende Office 2013 als kostenloses Upgrade – wegen des sich ändernden Lizenzmodells will das aber wohlüberlegt sein [1].

Acer Aspire S7-391

Acers Aspire S7-391 kann sich sehen lassen: Die Rumpfdicke lässt gerade noch USB-Buchsen und einen SD-Kartenleser zu. Auf eine LAN-Buchse muss man verzichten, der HDMI-Ausgang hat das von Tablets bekannte µHDMI-Format. Die Außenseite des dünnen Deckels besteht wie der Displayrahmen aus weißem Gorilla-Glas, während der Rumpf aus mattem Magnesium besteht – damit hebt es sich deutlich von anderen Notebook-Designs ab. Sogar an Details hat Acer gedacht – das kompakte Netzteil samt Kabel ist etwa ebenfalls in Weiß gehalten.

Wer das S7 anfasst, wird vielleicht enttäuscht sein, denn während Magnesium zwar schick aussieht, fühlt es sich – anders als etwa Aluminium – nicht nach Metall an, sondern eher nach Kunststoff. Es sorgt allerdings für hohe Stabilität bei äußerst geringem Gewicht: 1,3 Kilo werden bei 13-Zoll-Ultrabooks nur von Samsungs 900X3C und vom (ebenfalls aus Magnesium bestehenden) Toshiba Satellite Z930 unterboten [2]. Die beiden haben aber keinen Touchscreen und hinsichtlich Auflösung und Farbknackigkeit schlechtere Bildschirme – der IPS-Schirm der S7 zeigt Full HD und ist sehr hell (mehr als 350 cd/m2). Da sich der Deckel bis flach auf den Tisch aufklappen lässt, kann man das Aspire S7 mit reinen Touch-Spielen nutzen, indem man den Bildschirminhalt auf den Kopf stellt und dann das Notebook herumdreht, sodass der Deckel vor einem liegt – einen Beschleunigungssensor oder Windows-Button gibt es aber nicht.

Bei der Tastatur hat Acer gepatzt: Statt wie üblich sechs gibt es nur fünf Tastenreihen, was ein arg vermurkstes Layout mit sich bringt: Zahlen- und F-Tasten teilen sich die oberste Zeile, wobei F-Tastendrücke nur in Kombination mit der Fn-Taste möglich sind – für Tastenkombinationen wie Alt-F4 muss man also gleich drei Tasten drücken. Sonderfunktionen wie Touchpad-Abschalten oder das Nachregeln der Tastaturbeleuchtung funktionieren über Fn-Kombinationen mit der QWERTZ-Reihe. Rechts der Leertaste gibt es weder eine zweite Strg-Taste noch AltGr (das übernimmt die linke Alt-Taste), sondern Entf. Der Tastenhub fällt sehr gering aus; der Anschlag ist aber präzise spürbar.

Schon bei kurzer Rechenlast dreht der Lüfter hörbar auf. Bei längeren Rechenaufgaben wird er unangemessen laut (2,2 Sone) und kreischt hochfrequent. Wem die Laufzeit von bestenfalls fünfeinhalb Stunden nicht ausreicht, der kann sich in Kürze einen rollenförmigen Zusatzakku dazukaufen. Er dockt am Netzteilanschluss an, umklammert das hintere Gehäuseende und wird dort links und rechts festgeschraubt. Der Zusatzakku begrenzt den Aufklappwinkel des Deckels und hebt das hintere Ende um einen guten Zentimeter an.

Das Aspire S7-391 ist in drei Ausstattungsvarianten erhältlich, schon das Einstiegsmodell kostet 1400 Euro. Es unterscheidet sich vom mittleren Modell (1600 Euro) nur im Prozessor (Core i5 statt Core i7). Das hier getestete, nochmals 200 Euro teurere Topmodell hat ein noch schnelleres i7-Modell, 256 statt 128 GByte SSD-Speicher (je zwei SSDs im RAID 0) und Windows 8 in der Pro-Version – mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher gibt es aber auch dort nicht.

Das in drei Konfigurationen ab 1300 Euro erhältliche kleine Geschwisterchen Aspire S7-191 mit 11,6-Zoll-Touchscreen (Full HD) hat dieselbe fünfzeilige Tastatur, aber ein anderes Deckeldesign ohne Gorilla-Glas außen; auch lässt sich der Deckel dort nicht flach nach hinten umklappen.

Asus Taichi 21

Das Taichi 21 steckt in demselben schicken Unibody-Gehäuse wie die ZenBook-Ultrabooks von Asus; hier ist das gebürstete Aluminium in edlem Dunkelgrau gehalten. Der Deckel ist etwas dicker als bei anderen Ultrabooks, aber immer noch dünner als bei manch anderem hier getesteten Gerät – obwohl zwei Panel eingebaut sind statt nur einem. Beide 11,6-Zoll-Bildschirme zeigen Full-HD-Auflösung, was einer Punktdichte von 190 dpi entspricht. Noch feinere Pixel haben in der Notebook-Welt nur Apples Retina-MacBooks.

Im Notebook-Modus sieht die Deckelaußenseite wie eine durchgängig schwarze Glasfront aus, bei der in einer Ecke der Asus-Schriftzug leuchtet. Er verschwindet, wenn man den Deckel zuklappt. Stattdessen erstrahlt nun ein Sensorknopf mit Windows-Logo und der Bildschirminhalt wird auf das Außendisplay umgelenkt. Mit Sensorknopf und Touchscreen kann man die Kacheloberfläche von Windows 8 nun ohne Tastatur und Touchpad bedienen; präzise Eingaben gelingen über den mitgelieferten Stift (NTriq-Technik). Anders als bei einem kürzlich angetesteten Vorseriengerät klappte das Drehen des Bildschirminhalts über einen Beschleunigungssensor nun zuverlässig.

Wer das Taichi wie sonst bei Notebooks üblich durch Zuklappen des Deckels in den Standby schicken möchte, kann dies über einen seitlichen Schiebeschalter oder ein Hilfsprogramm einstellen. Mit letzterem kann man auch beide Bildschirme gleichzeitig aktivieren und festlegen, ob der äußere den Inhalt des inneren spiegelt oder als erweiterter Desktop fungiert – für beides gibt es denkbare Nutzungsfälle. Präsentiert man auf beiden Bildschirmen, muss der Deckel senkrecht stehen, damit beide Seiten was sehen – was zu ungewohnten Blickwinkeln auf die kleinen Displays führt. Immerhin weisen beide IPS-Panels kaum Blickwinkelabhängigkeiten auf. Sind beide Bildschirme eingeschaltet, so halbieren sich die Laufzeiten. Selbst mit einem Bildschirm – welcher ist egal – schafft das Taichi 21 die von Intel für Ultrabooks vorgeschriebenen fünf Stunden nur bei geringer Helligkeit und ohne Rechenlast.

Im Notebook-Modus freut man sich über das matte Display, doch das Taichi rutscht bei flottem Tippen auf Schreibtischen umher, denn bei mehr als senkrecht aufgeklapptem Deckel ruht das Gerät hinten nur auf zwei harten Kunststoffnoppen statt Gummifüßen. An die kleinen Tasten der beleuchteten Tastatur hat man sich nach kurzer Zeit gewöhnt.

Für das Doppeldisplay-Notebook verlangt Asus mindestens 1300 Euro, dann sind der Core i5-3317U und eine 128er-SSD an Bord. Doppelt so viel Speicherplatz kostet 100 Euro mehr, für insgesamt 1600 Euro ist der schnellere Core i7-3517U eingebaut. Mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher gibt es nicht, die Full-HD-IPS-Panels gehören zu allen Modellen. Von einem NFC-Modul hat Asus erst in letzter Sekunde Abstand genommen, in den Datenblättern mancher Onlineshops taucht es fälschlicherweise immer noch auf. Der angekündigte große Bruder Taichi 31 mit zwei 13,3-Zoll-Bildschirmen war bis Redaktionsschluss immer noch nicht erhältlich. Er soll zwischen 1400 und 1700 Euro kosten und dürfte längere Akkulaufzeiten haben.

Asus VivoBook S400CA

Das VivoBook S400CA geht in der hier getesteten Variante bereits für 700 Euro über die Ladentheke – nicht gerade wenig, aber für ein Touch-Notebook günstig. Mit einem schnelleren Prozessor (Core i7-3517U statt i5-3317U) kostet es 100 Euro mehr, andere Varianten bietet Asus nicht an. Anders als im Gros des Testfelds arbeitet hier keine SSD, sondern eine klassische Festplatte (500 GByte). Ihr steht ein 24 GByte fassender SSD-Cache zur Seite, doch dieser dient lediglich dazu, das Notebook schneller aufwachen zu lassen – im Windows-Betrieb liegt er brach.

Trotz des günstigen Preises hat das S400CA ein ansehnliches Gehäuse mit gebürstetem Aluminium an der Deckelaußenseite; an der Unterseite verhindert eine Gummierung das Herunterrutschen vom Schoß. Handballenablage und Tastatureinfassung bestehen ebenfalls aus Aluminium, die Tasten und das große Touchpad sind nahtlos darin eingesetzt. Am Tippgefühl gibt es ebenso wenig auszusetzen wie an den Schnittstellen: USB 3.0 ist einmal vertreten; HDMI, VGA und LAN lassen sich ohne Adapter nutzen.

Abstriche muss man hingegen bei der wichtigsten Komponente machen: dem Display. Eine maximale Helligkeit von lediglich 150 cd/m2 ist zu wenig und schafft es selbst bei weißem Bild nicht, Spiegelungen auf der glatten Touch-Oberfläche zu überstrahlen. Bei Blick von der Seite lässt die Helligkeit sichtbar nach – dann sieht man selbst in Innenräumen nichts mehr außer Reflexionen. Farben erscheinen arg flau und sehen je nach Einblickwinkel anders aus.

Der Akku hält bei abgedunkeltem Bildschirm bestenfalls fünf Stunden durch. Der Lüfter bleibt bei kurzer Rechenlast flüsterleise und wird mit maximal 0,5 Sone nie aufdringlich laut. Unser Testgerät nervte mit deutlich hörbarem Klackern bei Festplattenzugriffen.

Der kleine Bruder VivoBook S200E mit 11,6-Zoll-Touchscreen kostet sogar nur rund 500 Euro und hat ein ähnlich schickes Gehäuse, aber langsamere Prozessoren (Pentium, Core i3).

Dell XPS 12

Bei Dells XPS 12 ist der Bildschirm drehbar im Deckel, sodass man es sowohl als Notebook (Deckel aufgeklappt, Display innen) als auch als Tablet (Deckel zugeklappt, Display außen) nutzen kann. Beim Drehen ziehen Magnete den Bildschirm auf den letzten Millimetern in die Endposition, wo es fest einrastet – stabil genug, damit man im Notebook-Modus ein Icon in der oberen Bildhälfte anstupsen kann, ohne dass sich das Display wegdreht.

Die Deckelseite ohne Bildschirm besteht wie die Geräteunterseite aus Kohlefaser – das sieht nicht nur schick aus, sondern sorgt auch für hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht. Die Fasermatten sind wie die Handballenablage mit einer angenehmen Gummierung überzogen. Rund um Deckel und Rumpf ziehen sich Aluminiumränder.

Wie alle Ultrabooks hat auch das XPS 12 einen fest eingebauten Akku, doch nur Dell versieht sein Notebook mit einer Ladestandsanzeige aus fünf LEDs – praktisch, sieht man so doch ohne Einschalten des Notebooks, ob der Akku geladen werden muss. Der Akku hält fast acht Stunden durch, wenn man das blickwinkelunabhängige Full-HD-Display auf 100 cd/m2 abdunkelt. Maximal sind ausgesprochen helle 350 cd/m2 drin, dann ist der Akku aber nach nicht einmal der Hälfte der Zeit leer.

Als einziges Gerät im Testfeld hat das XPS 12 einen DisplayPort an Bord, der Monitore mit Auflösungen jenseits von Full HD ansteuert. Bei anhaltender Rechenlast wird der Lüfter hörbare 1,1 Sone laut, er rauscht aber mit einem vergleichsweise angenehmen Frequenzgemisch.

Im Fachhandel findet man nur eine Konfiguration des XPS 12 für 1200 Euro mit Core i5-3427U, 4 GByte Arbeitsspeicher und einer 128-GByte-SSD. In Dells eigenem Webshop bekommt man für denselben Betrag ein ähnliches Modell mit einem minimal langsameren Core i5. Im 200 Euro teureren Modell steckt jeweils doppelt so viel Arbeitsspeicher und SSD-Speicherplatz; für noch mal 200 Euro mehr ist der Core i7-3517U an Bord.

HP Envy 4 TouchSmart

HP verkauft das Envy 4 in etlichen Ausstattungsvarianten, doch nur das eine hier getestete 1000-Euro-Modell mit dem Namenszusatz TouchSmart hat einen Touchscreen – alle anderen kann man ausschließlich mit Tastatur und Touchpad bedienen. Letzteres fühlt sich anfangs wegen einer leichten Riffelung mit konzentrischen Kreisen etwas komisch an. Der Anschlag der Tastatur ist weich, aber präzise.

Von der Ausstattung her erinnert das Envy 4 an das 300 Euro günstigere VivoBook von Asus. So hat der Bildschirm hier wie dort Standard-Auflösung, zeigt nur flaue Farben und ist mit bestenfalls 140 cd/m2 unzeitgemäß dunkel – und beim Blick von der Seite sieht man invertierte Farben. Statt einer SSD rotiert eine 500-GByte-Platte im Gehäuse, doch anders als das VivoBook nutzt das Envy 4 den zusätzlichen SSD-Cache nicht nur zum schnellen Aufwachen, sondern beschleunigt damit auch Festplattenzugriffe im Betrieb – das spürt man. Der Nachteil des Caches: Das Sichern und Wiederherstellen außerhalb von Windows ist mit Stolperfallen gespickt; manche Rescue-Systeme (etwa auf WinPE-Basis) erkennen gar keinen internen Datenträger.

Wie viele andere Consumer-Notebooks hat HPs Envy 4 den Audioverschlimmbesserer Beats Audio an Bord, wodurch es hauptsächlich basslastig klingt. Einen linearen Frequenzgang kann man dem Notebook in keiner Equalizer-Einstellung entlocken. Auch ein komplettes Deaktivieren von Beats sieht HP nicht vor, weshalb wir keine Labormessungen der analogen Ausgangsqualität vornehmen konnten. Der Lüfter dreht erst bei längerer Rechenlast in den hörbaren Bereich, bleibt aber selbst dann im erträglichen Rahmen (1,2 Sone). Nach Lastende läuft er lange nach, um dann schlagartig auszugehen.

Samsung Serie 5 540U3C

Samsung fährt bei Ultrabooks mit der Serie 5 und der Serie 9 zweigleisig. Anders als man vielleicht erwarten könnte, debütiert Touch aber nicht bei den 9er-Premium-Geräten, sondern als Mainstream-13,3-Zöller 540U3C. Samsung verkauft ihn ausschließlich in der hier getesteten Ausstattungsvariante für 1000 Euro mit 128 GByte SSD-Speicher, Core i5-3317U und 8 GByte Arbeitsspeicher.

Bis auf den Touchscreen darf man hier nichts Außergewöhnliches erwarten: Es gibt weder Tastenbeleuchtung noch Helligkeitssensor. Das Display ist mit bis zu 250 cd/m2 zwar ausreichend hell, hat aber nur Standardauflösung (1366 × 768), zeigt vergleichsweise flaue Farben – und bei Abweichungen von einer senkrechten Draufsicht sieht man Farbverfälschungen bis hin zur Invertierung.

Der Lüfter bleibt selbst unter Rechenlast recht leise, was Samsung allerdings dadurch erreicht, dass die CPU ihre Turbo-Stufen nicht so lange ausfahren darf wie die Exemplare in anderen Notebooks – daher auch die etwas geringeren Ergebnisse in den Rechen-Benchmarks. Wer sein Notebook durchgängig flüsterleise wünscht, kann zusätzlich einen Silent-Modus aktivieren. Dann dauern Rechenaufgaben aber nochmals länger, an den sowieso schon langen Laufzeit von bis zu siebeneinhalb Stunden ändert sich nichts.

Von den drei USB-Buchsen spricht nur die linke USB 3.0. Trotz des flachen Gehäuses lässt sich die LAN-Buchse ohne Adapter nutzen. Für den proprietären VGA-Ausgang bräuchte man einen namens AA-AV0N12B, ein Beilegen hält Samsung allerdings für überflüssig und bietet ihn derzeit nicht einmal als kostenpflichtiges Zubehör in Deutschland an: Bei Redaktionsschluss war er lediglich über englische Marketplace-Händler bei Amazon für mehr als 40 Euro zu bekommen. Der HDMI-Ausgang hat normale Größe.

Sony Vaio Duo 11

Sonys Produktdesigner haben offensichtlich Gefallen an 30- und 60-Grad-Winkeln gefunden: Am Gehäuse des Vaio Duo 11 findet man sie an vielen Ecken, Kanten und überstehenden Flanken wieder. Der Aufklappwinkel des Bildschirms beträgt dagegen 45 Grad – und zwar unabänderlich, denn Sony sieht nur zwei Displaypositionen vor: zusammengeklappt mit Bildschirm nach außen oder eben auf 45 Grad aufgestellt. Das ist je nach Körpergröße und Schreibtischhöhe nicht jedermanns Idealposition. Immerhin zeigt das sehr helle, hochauflösende 11,6-Zoll-Panel selbst von der Seite kaum verfälschte Farben.

Rund um den Bildschirm gibt es viel Rahmen; die Grundfläche des Duo 11 ist deshalb kaum kleiner als die eines 13-Zoll-Geräts. Die stabile Klappmechanik rastet sicher in beiden Endpunkten ein; das Aufklappen durch Hochziehen am hinteren Ende erfordert allerdings etwas Übung. Keinesfalls sollte man – etwa aus Gewohnheit – wie bei herkömmlichen Notebooks versuchen, das vordere Deckelende hochzuziehen: Mangels Arretierung lässt sich der Deckel zwar dort einen Spalt breit hochbiegen, man riskiert dadurch aber ein Abbrechen der Klappmechanik.

Bei hochgeklapptem Deckel endet der untere Teil des Bildschirms etwa in der Rumpfmitte – das sieht ungewohnt aus, ist bei beengten Platzverhältnissen wie in Flugzeugen oder Zügen aber durchaus von Vorteil, weil das Gerät dann sicher auf dem Tischchen steht. Den Platz vor dem Bildschirm nimmt eine beleuchtete Tastatur mit ordentlichem Druckpunkt ein. Vielschreiber müssen wegen der kleinen Tasten (18 Millimeter auf 15,5 Millimeter) etwas üben, bevor sie flüssig tippen können. Ungewohnt ist auch, dass die Handballen vor dem Notebook aufliegen, denn eine Handballenablage mit Touchpad fehlt. Wer den Mauszeiger genauer als mit dem Touchscreen möglich steuern möchte, kann dies über einen in der Tastatur platzierten, optischen Trackpoint und drei schmalen Maustasten am vorderen Rand tun. Das geht nach kurzer Übungsphase präzise und flüssig, zumal der optische Sensor auch Tipp-Klicks erkennt.

Sony verkauft das Vaio Duo 11 derzeit in zwei Varianten: mit Core i3-3217U für 1150 Euro und wie das Testgerät mit Core i5-3317U für 1400 Euro. Beide haben 4 GByte Arbeitsspeicher und eine 128-GByte-SSD. Ein noch teureres Topmodell mit jeweils doppelt so viel Speicherkapazität und Core i7-3517U ist angekündigt, war bei Redaktionsschluss aber noch nicht lieferbar. Das Einstiegsmodell hat je einen USB-2.0- und -3.0-Port, die anderen beiden zwei USB-3.0-Buchsen. Allen gemein ist das helle Full-HD-Panel, der beiliegende Stift für handschriftliche Eingaben und NFC-Funk – für letzteres fehlen derzeit aber noch Notebook-Anwendungen. Die ausklappbare LAN-Buchse lässt sich nur nutzen, wenn man das Notebook über zwei ebenfalls ausklappbare Standfüße hinten hochbockt. Löblich: Der Lüfter bleibt selbst bei anhaltender Rechenlast leise.

Wer sich das Vaio Duo 11 in Sonys Webshop zusammenstellt, kann Prozessor, Arbeitsspeicher und SSD-Größe individuell kombinieren; voll ausgestattet kostet es knapp unter 2000 Euro. Auf Kundenwunsch verlängert Sony die Garantie auf bis zu 4 Jahre (plus 350 Euro). Wem die Laufzeit von bis zu sechseinhalb Stunden nicht reicht, der kann sie mit dem 130 Euro teuren und 350 Gramm schweren Unterschnallakku VGP-BPSC31 verdoppeln.

Toshiba Satellite U920t

Bei Toshibas Satellite U920t schiebt man das Display mittels zweier Schienen im Deckel über den Rumpf und winkelt es dann an; zusammengeschoben ist das U920t ein dickes Tablet. Weil das Hochklappen über herkömmliche Scharniere realisiert ist, kann man den Bildschirm stufenlos zwischen fast senkrecht nach oben und vollständig nach hinten umgeklappt neigen. Anders als bei Sonys ähnlichem Vaio Duo 11 kann man hier also den Einblickwinkel auf das Display der Sitzposition anpassen. Das Zusammenklappen und -schieben geht schnell von der Hand, der umgekehrte Weg braucht anfangs etwas Übung.

Die Klappscharniere sind nicht ganz hinten am Gehäuse angebracht, sondern ein paar Zentimeter nach vorne versetzt. Vor dem Bildschirm blieb deshalb nur Platz für eine gestauchte Tastatur mit normaler Tastenbreite, aber verringerter Tiefe – nach etwas Training tippt man aber auch darauf flüssig. Das querformatige Touchpad ist fast doppelt so breit wie tief: Die geringe Tiefe erfordert häufiges Neuansetzen bei größeren Mausbewegungen, für Vier-Finger-Gesten steht kaum Platz zur Verfügung.

Die gesamte Unterseite hat eine weiche Gummierung, die ein Verrutschen auf dem Schoß oder Arm verhindert. Der Lüfter bleibt bei kurzen Lastphasen leise und wird nie unangenehm laut. Dazu trägt auch der Frequenzbereich bei: Trotz der geringen Gehäusedicke rauscht der Lüfter tief und nicht nervig-hochfrequent.

Toshiba verkauft das Satellite U920t in zwei sehr ähnlichen Ausstattungsvarianten: wie getestet mit Windows 8 Core für 1100 Euro und mit Windows 8 Pro für 50 Euro mehr – die Hardware ist identisch. Künftig soll es das U920t auch noch etwas günstiger mit Core i3 statt i5 geben; höherpreisige Modelle sind nicht angedacht. Das ist schade, würde dem Gerät doch ein besseres Display gut zu Gesicht stehen: Trotz weiter Einblickwinkel und maximal 260 cd/m2 kommt wegen blasser Farben nur wenig Freude beim Bilder- und Video-Gucken auf.

Fazit

Windows 8 macht mit Touchscreen einfach mehr Spaß – da kommen die hier getesteten Geräte gerade richtig. Sie sind allesamt mehr Notebook als Tablet, vom Gewicht her und auch wegen der immer vorhandenen Tastaturen. Zum Kachelmenü-Betatschen taugen alle, doch wer viel mit Touch-Apps oder -Spielen hantieren möchte, ist bei den teureren Hybridgeräten besser aufgehoben als bei normalen Notebooks mit Touchscreen. Den Preisunterschied merkt man generell vor allem bei der wichtigsten Komponente: dem Display. Unterhalb von 1000 Euro bekommt man dunkle Bildschirme mit flauen Farben, während die blickwinkelunabhängigen Panels von Acer, Dell und Sony zwei Ligen höher spielen und das Asus Taichi immerhin eine.

Auf absehbare Zeit werden weitere Hybride erscheinen: Obwohl das IdeaPad Yoga 13 (siehe Kasten unten) noch nicht erhältlich ist, hat Lenovo bereits das Geschwisterchen Twist angekündigt – mit einem klassischen zentralen Drehscharnier wie früher bei Tablet-PCs üblich. Panasonics Business-Gerät TouchBook CF-AX2 wird wiederum ähnlich flexible Scharniere wie das Yoga bekommen. Alternativ stehen demnächst leistungsstarke Windows-Tablets vor der Tür, die man mit Tastaturen (Microsoft Surface Pro), Tastaturdocks mit Zusatzakku (Asus TransformerBook) oder anschlussreichen Docking-Ständern (Acer Iconia W700) Notebook-ähnlich nutzen kann. (mue)

Literatur
  1. [1] Peter Schüler, Teure Großpackungen, Lizenzgebühren für Microsoft Office 2013, c’t 1/13, S. 146
  2. [2] Florian Müssig, Flache Vielfalt, Ultrabooks mit 11- bis 15-Zoll-Bildschirmen, c’t 22/12, S. 112
  3. [3] Christof Windeck, Zeiterfassung, Der PC-Benchmark BapCo SysMark 2012, c’t 3/12, S. 126
Neue Testverfahren für Notebooks

Um Neuerungen bei Hardware, Software, Rahmenbedingungen oder Geräteklassen Rechnung zu tragen, überarbeitet c’t fortlaufend seinen Test-Parcours. Für Windows-8-Notebooks haben wir besonders viel Hand an die Benchmarks gelegt: Die Geräte haben Tablet-Ambitionen, weshalb wir den Vergleich mit unseren Tablet-Tests ermöglichen wollen. Wir verwenden deshalb nun Windows-Varianten der Benchmarks CoreMark (CPU) und GLBench (GPU), deren Ergebnisse direkt mit ihren Pendants für Android- und iOS-Tablets vergleichbar sind.

Bislang haben wir die meisten Notebook-Laufzeittests bei 100 cd/m2 durchgeführt – ein Wert aus Zeiten, in denen viele Notebook-Bildschirme nicht heller waren. Das hat sich mittlerweile geändert, weshalb wir nun höhere Helligkeiten verwenden, die wiederum an unser Tablet-Testprogramm angelehnt sind: Das Abspielen eines in Schleife laufenden 1080p-Videos erfolgt bei voller Helligkeit, das Absurfen einer sich selbst neu ladenden Webseite über WLAN bei 200 cd/m2. Einzig der Laufzeittest ohne Last (ruhender Desktop) messen wir weiterhin bei 100 cd/m2, um noch eine Vergleichsmöglichkeit mit bisherigen c’t-Artikeln zu gewährleisten. Alle anderen Laufzeiten werden mitunter deutlich kürzer ausfallen.

Auch verwenden wir nun die (nur für Windows verfügbaren) BapCo-Benchmarks SysMark 2012 und MobileMark 2012, die aus weit verbreiteter Software zusammengesetzt sind – etwa Microsofts Office-2010-Paket, Adobes CS5.5-Produktfamilie oder Abbyy FineReader Pro 11. Während der Tests steuern die Benchmarks die Anwendungsprogramme per Skript und lassen sie – teilweise parallel – definierte Aufgaben abarbeiten. Der SysMark durchläuft dabei sechs verschiedene Szenarien unterschiedlicher Anforderungen und Rechenlast [3], beim MobileMark nutzen wir Office Productivity (geringe Systemlast) und Media Creation (mittlere Last).

Zwischen manchen Schritten legt die Steuerung mitunter viertelstündige Pausen ein, um ein möglichst realistisches Arbeitsverhalten nachzustellen. Der MobileMark dimmt in den Pausen sogar die Bildschirmhelligkeit. Außerhalb der Skriptpausen schreibt BapCo für den MobileMark übrigens 150 cd/m2 vor – ein Wert, an den inzwischen alle erhältlichen Notebooks herankommen. Aufgrund der Komplexität der Skriptsteuerung kann es vorkommen, dass die BapCo-Benchmarks auf dem ein oder anderen Notebook nicht durchlaufen, etwa weil sie sich an einem Tool der Hersteller-Vorinstallation stoßen. Dann müssen wir die Ergebnisse schuldig bleiben, denn eine frische Windows-Installation würde nicht den Zustand widerspiegeln, in dem man als Kunde das Notebook bekommt und nutzt.

Darüber hinaus haben wir auch an unseren anderen Tests gefeilt. Ältere Benchmarks wie CineBench 2003/R10 und 3DMark 03/05 fallen weg, Transferratenmessungen auf sämtlichen Datenträgern ermitteln wir nun mit Iometer statt wie bisher mit H2benchw (siehe auch S. 140). Messungen der Leistungsaufnahme in Netzbetrieb machen wir nun mit einem selbst kompilierten LinPack, der moderne CPU-Funktionseinheiten inklusive AVX & Co. auslastet – damit sind die Testergebnisse natürlich nicht mehr mit denen älterer Artikel vergleichbar, sondern höher. WLAN-Transferratenmessungen finden nun über einen Router statt, der bereits für das kommende „Gigabit-WLAN“ 802.11ac gerüstet ist – noch fehlen allerdings Notebooks mit 11ac-Funkadaptern.

Angetestet: Lenovo IdeaPad Yoga 13

Bei Redaktionsschluss war Lenovo bereits Anfang 2012 erstmals gezeigtes IdeaPad Yoga 13 immer noch nicht im Handel, wir konnten allerdings ein Vorseriengerät ersten Tests unterziehen. Der Name ist Programm: Dank flexibler Displayscharniere kann man den Deckel vollständig um den Rumpf herum klappen, sodass der 13,3-Zoll-Bildschirm (1600 × 900 Punkte) nach außen zeigt. In diesem Tablet-Modus rotiert der Bildschirminhalt automatisch je nach Geräteorientierung, sofern man das nicht über einen seitlichen Knopf abstellt. Während 1,6 Kilogramm Gewicht für ein Ultrabook in Ordnung gehen, ist das deutlich zu viel, um das Yoga 13 einhändig zu halten. Stattdessen sollte man es auf einem Unterarm ablegen und den Bildschirm mit der anderen Hand bedienen.

Dass die Tastatur bei dieser Haltung auf dem Arm aufliegt, macht nichts, denn bei weit aufgeklapptem Deckel wird sie automatisch deaktiviert. Handballenablage und Tastatureinfassung bestehen aus angenehmem Kunstleder, das im Tablet-Modus für rutschfesten Halt auf Arm oder Schreibtisch sorgt. Alternativ kann man den Rumpf auch als Ständer nutzen oder mit auf 180° aufgeklapptem Deckel einer umstehenden Personengruppe den Blick aufs blickwinkelunabhängige IPS-Display ermöglichen.

Die flexiblen Scharniere erfordern keine Kompromisse, wenn man das Yoga 13 als Notebook nutzt: Der Deckel hält stabil den eingestellten Winkel; bei Änderungen schwingt er kaum nach. Die Tastatur ist ordentlich, kommt aber nicht an das hohe Niveau der ThinkPad-Notebooks heran – und auch der Trackpoint-Knubbel der Business-Geräte fehlt.

Unser Vorseriengerät hielt bei 100 cd/m2 Bildschirmhelligkeit knapp sieben Stunden durch. Der Lüfter wechselte mehrmals pro Minute zwischen unhörbar und leisem Rauschen. Bei warmgelaufenem Notebook pustete er durchgängig leise mit leichtem Pfeifen – das kann sich bis zur Serienreife aber noch ändern. Auch war die eingebaute Hardware (Core i3, 2 GByte Arbeitsspeicher) nicht auf Serienniveau. Lenovo plant für Deutschland zunächst eine 1300-Euro-Konfiguration mit Core i5-3317U und 8 GByte Arbeitsspeicher. Für 1500 Euro gibt es das Gerät später auch mit Core i7-3517U, 256 statt 128 GByte SSD-Speicher und wahlweise in Silber oder Orange.

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Kommentare

Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Hybrid-Konzepte
  2. Tablet-Brocken
  3. Ausstattung
  4. Acer Aspire S7-391
  5. Asus Taichi 21
  6. Asus VivoBook S400CA
  7. Dell XPS 12
  8. HP Envy 4 TouchSmart
  9. Samsung Serie 5 540U3C
  10. Sony Vaio Duo 11
  11. Toshiba Satellite U920t
  12. Fazit
  13. Neue Testverfahren für Notebooks
  14. Angetestet: Lenovo IdeaPad Yoga 13
24Kommentare
Kommentare lesen (24 Beiträge)
  1. Avatar
  2. Avatar
  3. Avatar
Anzeige
Videos

Anzeige

weiterführende Links
  1. Zu diesem Artikel hat die Redaktion noch folgendes zusammengestellt:

    Links (1)

Artikel zum Thema
Anzeige