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Abschreiben von Lobbyisten

www.lobbyplag.eu

http://youtu.be/wx6DQjIlcDw

Der Wiener Student Max Schrems konstatierte Befremdliches: Abgeordnete des EU-Parlaments sollen Änderungsanträge zur geplanten EU-Datenschutzreform direkt von US-Lobbyisten übernommen haben. Schrems’ Untersuchungsergebnisse bilden die Basis für Lobbyplag.

Lobbyplag soll sichtbar machen, wie groß der Einfluss von Lobbyisten auf den Gesetzgebungsprozess ist. Die Auflistung stellt Änderungsanträge verschiedener EU-Abgeordneter im Binnenmarkt-, Justiz- und Innenausschuss den Lobbyvorschlägen gegenüber und hebt Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten hervor. Die Initiatoren machen sich dabei Methoden der Plagiatssuche in den Doktorarbeiten deutscher Politiker zu Nutze. Einer der Mitwirkenden, der Journalist Richard Gutjahr, hat ein langes Interview mit Jan-Philipp Albrecht, Europaabgeordneter der Grünen, über das EU-Datenschutzrecht und dessen Reform geführt, das auf YouTube abrufbar ist. (uma)

Internet-Karte

http://internet-map.net

Ein plastisches Bild des Web-Universums bietet die Internet Map. Der Programmierer Ruslan Enikeev verortet darauf automatisch per Algorithmus 350 000 Websites. Je größer der Traffic der Webseite ist, desto größer fällt der Kreis aus und je mehr Nutzer zwischen zwei Seiten wechseln, desto näher stehen sie zusammen. Um Branchenriesen wie Google oder Yahoo scharen sich viele kleine Seiten, die Riesen untereinander halten mehr Abstand. Mit insgesamt 12 Zoomstufen lassen sich Details sichtbar machen.

Deutlich erkennbar ist, dass China, Japan und Iran recht monochrome Blöcke bilden, die jeweils für Seiten aus einem Land oder zu einem Thema stehen; Gruppen aus anderen Nationen hingegen weisen viele bunte Einsprengsel auf. Weißrussland und die Ukraine etwa sind in dieser Welt Enklaven, umgeben von russischen Webseiten.

Weitab von den Links der üblichen Surfer findet sich zwischen Japan und Brasilien das Sternbild Porno mit zahlreichen Webseiten. Entgegen landläufigen Vorstellungen ist es nur von mäßiger Größe. Interessant sind die großen Solitäre am Rande des sichtbaren Universums, wo die Weiten des Deep Web beginnen, etwa go.com und wordpress.com, beides erfolgreiche Webauftritte, die aber offenbar nur wenige Querverbindungen zu anderen Seiten aufweisen.

Die Karte verlinkt direkt auf Informationen des Internetdienstes Alexa. Mit einem Klick lässt sich ein Informationsfeld einblenden, das die wichtigsten Fakten zur Webseite präsentiert, ein weiterer Klick ruft die Detailseite von Alexa mit vielen statistischen Informationen auf. (uma)

Wer wird Milliardär?

www.forbes.com/billionaireswww.forbes.com/sites/luisakroll/2012/03/07/forbes-worlds-billionaires-2012

www.bloomberg.com/billionaires/2013-01-24/aca

Seit 25 Jahren ist die alljährliche Veröffentlichung der reichsten Menschen der Welt durch Forbes ein mediales Großereignis. Obwohl reine Neugier wohl die stärkste Triebfeder ist, tut sich an der Spitze seit Jahren reichlich wenig: Carlos Slim Helú (mexikanischer Telecom-Mogul), Bill Gates (kachelloser Windows-Großvater mit sozialer Ader) und Warren Buffet (Orakel von Omaha, im Hauptberuf Investoren-Legende) machen die Spitzenplätze regelmäßig unter sich aus. Abseits des Treppchens herrscht hingegen reges Treiben. Fragen wie „Wie viele Deutsche sind eigentlich unter den Milliardären?“ beantwortet man mit Hilfe der Forbes-Liste ebenso leicht wie die nach der Anzahl der Österreicher.

Mehr visuelles Potenzial hat die interaktive Aufstellung von Bloomberg, die sich nicht nur nach Herkunftsländern und Branchen, sondern auch nach Geschlechtern, Altersgruppen und Quelle des Reichtums – geerbt oder erworben – filtern lässt. Hübsche Heatmaps zeigen anschaulich, wo sich die Taler konzentrieren, wenngleich die Koordinaten nicht ganz so zielgenau auf der Landkarte platziert sind.

Schließlich leuchtet auch ganz Amerika (laut Forbes 424 von über 1300 Superreichen im Jahr 2012), während es in Afrika ziemlich düster aussieht. Mehrwert hat auch die Gegenüberstellung der Vermögenszuwächse im direkten Balkenvergleich. Karikaturistische Porträtbildchen der Brins, Pages und Zuckerbergs geben dem drögen Thema die nötige Würze. Bloomberg beschränkt sich zwar auf die Top 100, arbeitet jedoch auf aktuellerer Datenbasis als Forbes. (Tobias Engler/uma)

Wer kann, der kann

www.caniuse.com

Auf den ersten Blick scheinen Web-Standards wie HTML5 und CSS3 eine klare Angelegenheit zu sein. Wer sich intensiver mit dem Design von Webseiten beschäftigt, weiß aber, dass solche Maßgaben nur ein Rahmen sind: Jeder Browser hat seine eigenen Macken und eigene Vorstellungen davon, was denn nun zum Standard gehört und was nicht. caniuse.com führt für die allermeisten Features – die sich auch nach aktuellem Arbeitsstand in den Komitees, beispielsweise Proposed, Candidate oder Working Draft, eingrenzen lassen – Kompatibilitätstabellen für die großen Browser von IE über Chrome, Firefox und Safari bis Opera.

Fußnoten verweisen auf weitere nützliche Ressourcen wie zum Beispiel die Spezifikation oder eine Anleitung, wie das Feature zu aktivieren ist. Praktischerweise darf man auch mehrere Browser untereinander für ausgewählte Featuregruppen wie DOM, Canvas oder HTML5 vergleichen. Auch wenn für iOS nur Safari und Opera Mini geführt sind, lassen sich die Safari-Angaben auf alle anderen WebKit-Browser extrapolieren: Die greifen nämlich zwangsweise auf das Safari-Backend zurück. (Tobias Engler/uma)

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  1. Abschreiben von Lobbyisten
  2. Internet-Karte
  3. Wer wird Milliardär?
  4. Wer kann, der kann
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