Hannover Messe 2013

Technik-Show der Superlative

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6500 Aussteller aus 62 Ländern präsentieren vom 8. bis 12. April in Hannover neue Produkte und technische Innovationen. Eines der zentralen Themen ist die fortschreitende Vernetzung sämtlicher Fertigungsebenen. Partnerland der weltweit größten Industriemesse ist in diesem Jahr die Russische Föderation.

Was der Computermesse CeBIT immer mehr abgeht, hat die Hannover Messe in Hülle und Fülle zu bieten: Technik zum Sehen, Anfassen und Bestaunen. Mehrere tausend Aussteller aus aller Welt lockt die größte Industriemesse jedes Mal an – und 2013 dürfte als eines der erfolgreichsten Veranstaltungsjahre in die Geschichtsbücher eingehen: „Das Messegelände ist komplett belegt. Wir nutzen alle 25 Hallen. Rund 6500 Aussteller präsentieren sich in Hannover“, freute sich Messe-Vorstand Jochen Köckler schon zwei Wochen vor der offiziellen Eröffnung. Genau genommen handelt es sich bei der Hannover Messe aber gar nicht um „eine“ Messe – sondern es sind elf verschiedene „Branchen-Leitmessen“, die am gleichen Ort und zur selben Zeit abgehalten werden: Industrial Automation, Motion, Drive & Automation, Energy, Wind, MobiliTec, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, SurfaceTechnology, IndustrialGreenTec und Research & Technology.

Zu den Gemeinsamkeiten gehört, dass industrielle Produktion ohne den Einsatz moderner Informationstechnik heute nicht mehr möglich ist. Und unter dem Begriff „Industrie 4.0“ zeichnet sich bereits eine neue Umwälzung ab, die weitreichende Folgen für alle Beteiligten haben wird: Die konsequente Umsetzung des „Internet of Things“, in dem jedes physische Objekt mit einem (wenn nötig miniaturisierten) Elektronikelement ausgestattet wird und über eine IP-Adresse individuell ansprechbar und auch mit anderen Objekten verknüpfbar ist. Im industriellen Umfeld werden auf dieser Grundlage künftig vermehrt sogenannte Cyber-Physical Production Systems (CPPS) mit intelligenten Maschinen, Lagersystemen und Betriebsmitteln auftauchen, die – so sehen es zumindest die Empfehlungen der Bundesregierung im Rahmen der Hightech-Strategie vor – „autonom Informationen austauschen, Aktionen auslösen und sich gegenseitig selbstständig steuern“.

Die Messeverantwortlichen tragen dem Sachverhalt mit dem diesjährigen Leitthema der Hannover Messe Rechnung: „Integrated Industry“. Auch dahinter steht der Gedanke, dass Informationstechnik immer tiefer in die Fertigung eindringt, dass die am Produktionsprozess beteiligten Maschinen sehr viel stärker miteinander vernetzt werden und dass auch die zu bearbeitenden Werkstücke ein gewisses Maß an „Kommunikationsintelligenz“ erhalten – beispielsweise um der Maschine über eine Kennung mitzuteilen, wie sie zu bearbeiten sind. Die Werkzeuge passen sich dann selbstständig an und optimieren so den laufenden Fertigungsprozess. Das alles setzt den Einsatz von hochkomplexer Software und internetbasierten Kommunikationstechniken voraus – was wiederum die Gefahr erhöht, verwundbar zu sein: Über eingeschleuste Trojaner und Würmer droht der Abzug von Betriebsgeheimnissen, Malware könnte ganze Produktionsstraßen lahmlegen. Das Thema Sicherheit wird daher gleich an mehreren Stellen prominent behandelt.

Produktschutz und Sicherheit

Der Gemeinschaftsstand „Industrial Security & Product Protection“ in Halle 8 (D06) widmet sich vor allem technischen Lösungen und Dienstleistungen rund um den Schutz vor illegalem Produktnachbau und Know-how-Diebstahl. So zeigt beispielsweise das Fraunhofer AISEC (Applied and Integrated Security), wie sich Geräte-Firmware bei der Verteilung und Aktualisierung per „Secure Remote Update“ absichern lässt. AISEC-Mitarbeiter führen dazu ein selbst entwickeltes Verschlüsselungstool vor und erklären am Beispiel eines ARM-Mikrocontrollers, wie die Funktion in den Boot-Code integriert ist. Die Entschlüsselung erfolgt entweder einmalig direkt während des Aktualisierungsvorgangs (Entschlüsselung in den Flash-Speicher) oder bei jeder Programmausführung im RAM. Anhand des Aufbaus werden zudem Angriffsszenarien beim Auslesen der Firmware aus einem Gerät erörtert.

Weitere Themen am Gemeinschaftsstand „Industrial Security & Product Protection“ sind Tracking- und Tracing-Systeme, Identifizierung und Authentifizierung mittels RFID, Verfahren zur Komponenten-Identifikation, chemische Marker und Farbcodes sowie Schutz von Dokumenten und digitalen Modellen. Begleitend dazu veranstaltet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am 10. April im Convention Center (CC) einen „Infotag Produkt- und Know-how-Schutz“, bei dem Referenten die gezeigten Lösungen noch einmal vorstellen. VDMA-Angaben zufolge belief sich der durch Produktpiraterie verursachte Schaden allein für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2012 auf 7,9 Milliarden Euro. Davon betroffen waren insbesondere die Branchen Textilmaschinen, Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik sowie Kunststoff- und Gummimaschinen.

Auch im benachbarten Forum „Industrial IT“ (Halle 8, Stände D19/D20) gehören Produkt- und Know-how-Schutz sowie IT-Security zu den Vortragsthemen (Programm siehe c’t-Link). So referiert etwa Marco Di Filippo von der Compass Security AG am 8. April über „Hacking-Angriffe auf industrielle Kontrollsysteme“; Christian Weber von der Infraforce GmbH berichtet am 10. April über „Malware in Produktionsumgebungen“. Spannend dürfte zudem die Diskussionsrunde nach dem Siemens-Vortrag „Industrial Security für Ihre Anlage – auf allen Ebenen“ am 11. April verlaufen. Schließlich waren SCADA-Anlagen (Supervisory Control and Data Acquisition) von Siemens das Ziel des bislang wohl bekanntesten Schadprogramms für industrielle Umgebungen. Der Computerwurm Stuxnet wurde unter anderem für Angriffe auf Anlagen des iranischen Atomprogramms eingesetzt. Stuxnet-Nachfolger könnten wiederum genutzt werden, um Marktkonkurrenten etwa in der Automobil- oder Lebensmittelindustrie zu schädigen, indem Toleranzen der Fertigungsprozesse gezielt manipuliert werden.

Forschung und Entwicklung

Ein Highlight der Hannover Messe ist immer der Auftritt des Spezialisten für Industrie-Automation und bionisches Lernen, Festo (Halle 15, D07): Nach einem bionischen Handling-Assistenten (2010), dem SmartBird (2011) und der „schwebenden Gliederkette mit Inversionsantrieb“ (2012) zeigt der Esslinger Technologiekonzern in diesem Jahr den „BionicOpter“, ein Flugmodell in Leichtbauweise, dessen Flugeigenschaften sich am Vorbild der Libelle orientieren. Ausgestattet mit vier aus Kohlefaserstäben und Polyesterfolien gefertigten Flügeln kann der BionicOpter im Raum manövrieren, auf der Stelle fliegen oder auch ganz ohne Flügelschlag segeln. Bedient wird das System über eine Smartphone-App, wobei hierbei lediglich übertragen wird, in welche Richtung sich das Objekt mit welcher Geschwindigkeit bewegen soll.

Ein in den Korpus eingebauter ARM-Prozessor verarbeitet diese Daten und berechnet auf Grundlage von permanent erhobenen Flugdaten, die Beschleunigungs- und Lagesensoren liefern, die passenden Parameter für die Ansteuerung von insgesamt neun Servomotoren für Flügel-, Kopf- und Schwanzbewegungen. Variieren lassen sich die Schlagfrequenz aller Flügel, die Amplituden und Verdrehungen einzelner Flügel sowie die Ausrichtung von Kopf (horizontale Bewegungen) und Schwanz (vertikale Bewegungen). In Kombination lassen sich alle vier Flügel individuell in Schubrichtung und Schubstärke einstellen, sodass die ferngesteuerte Libelle nahezu jede Orientierung im Raum einnehmen kann. Bei einer Spannweite von 63 Zentimeter und einer Körperlänge von 44 Zentimeter wiegt der BionicOpter inklusive Lithium-Polymer-Akku lediglich 175 Gramm.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat ihren Hauptstand in Halle 2 (D18) aufgeschlagen und zeigt dort unter anderem ein Verfahren zur berührungslosen Gestenerkennung, das für die Qualitätssicherung in Produktionsbetrieben gedacht ist: Nach einer 3D-Rekonstruktion des Arbeitsplatzes können Mitarbeiter, deren Bewegungen von zwei Kinect-Systemen getrackt werden, beispielsweise Fehler, die sie in Karosserieteilen entdecken, über einfache Zeigegesten in ein Prüfsystem eingeben und dokumentieren. Entwickelt wurde das System von Mitarbeitern des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) im Auftrag von BMW. Zu sehen ist bei Fraunhofer außerdem eine virtuelle Testumgebung für Offshore-Windenergieanlagen (Halle 13, Stand C10) sowie der Prototyp eines neuen W-Band-Radarsystems von der Größe einer Zigarettenschachtel, das für vielfältige Anwendungsbereiche nutzbar sein soll – von der Flugsicherheit über die Logistik und Industriesensorik bis hin zur Medizintechnik (Halle 2, D18).

Konstruktion

Die großen (und viele der kleineren) CAD/CAM-Hersteller sind vor allem in Halle 7 (unter dem Dach der Leitmesse „Digital Factory“) untergekommen. So will Autodesk dort die 2014er-Versionen seiner Software fürs digitale Prototyping und seiner Design Suites für die Produktentwicklung vorstellen (C18). Auch die Autodesk-Neuheiten namens VRED sollen zu sehen sein, mit denen realistische Echtzeit-Visualisierungen vor allem für die Automobilkonstruktion möglich sind. Hinter der Technik steckt die deutsche Firma PI-VR, die zu Beginn des Jahres von Autodesk übernommen wurde. Mitte des Jahres sollen zudem die servergestützten Angebote ausgebaut werden: Dann soll mit Autodesk Fusion 360 die 3D-Modellierung in der Cloud möglich werden.

Dassault Systèmes hat sich mit dem Motorradhersteller Horex zusammengetan. Auf der Messe wollen sie gemeinsam zeigen, wie die Zweiradmanufaktur mit Hilfe von SolidWorks nicht nur ihre Prototypen digital entwickelt, sondern die dabei anfallenden 3D-Daten gleich auch noch für die Kommunikation mit Kunden nutzen kann (Halle 7, D28). EPLAN gibt Einblicke in die kommende Version 2.3 der gleichnamigen Plattform (Halle 7, D18). In 3D sollen sich damit die genauen Verläufe von Pneumatikschläuchen in Schaltschränken planen lassen, wobei das System beispielsweise Mindest-Biegeradien zur Knicksicherheit berücksichtigt.

Bei der Firma Ascon aus München (Halle 7, D49) kann man sich über die russische 2D-/3D-CAD-Software Kompas-3D in der aktuellen Version 13+ informieren. Die Software läuft mit 64 Bit, bietet Werkzeuge zur Direktmodellierung sowie für die FEM-Analyse. TraceParts ist eine CAD-Bauteilebibliothek, über die beispielsweise Nutzer der kostenlosen 2D-CAD-Software DraftSight von Dassault Systèmes seit Kurzem gratis Zugriff auf 2D-Zeichnungen von Bauteilen aus über 350 Katalogen von Zulieferfirmen wie 3M, Bosch Rexroth und RS Components haben. Die DVD-Version der Bauteilebibliothek soll man kostenlos am TraceParts-Stand bekommen (Halle 7, B40).

Produkt- und Prozessgestaltung

PTC (Parametric Technology) bringt seine 2D-/3D-Konstruktionssoftware Creo 2.0 mit zur Messe und hat mit PTC Windchill PDM Essentials zudem eine Anwendung fürs Produktdaten-Management für kleine und mittelständische Unternehmen im Gepäck. Sie baut auf den anderen Lösungen für das Product Lifecycle Management (PLM) des Herstellers auf, soll aber speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Firmen zugeschnitten worden sein (Halle 7, E28).

Plex Online heißt ein ERP-System für Fertigungsunternehmen, das in der Cloud läuft (Halle 7, A49). Die Firma Plex Systems hat neben EPR (Enterprise Ressource Planning) auch Module etwa für Business Intelligence, CRM und SCM im Angebot. Cideon Software ist als Partner bei SAP zu Gast (Halle 7, D04). Die Firma aus Görlitz bringt Version 2013 ihres Workspace mit, der die Verbindung zwischen CAD und dem PLM-System von SAP herstellt. Über eine gemeinsame Bedienoberfläche sollen sich CAD-Dateien, Office-Dokumente und SAP-Objekte finden und bearbeiten lassen.

PLM bildet auch bei Siemens einen Schwerpunkt (Halle 7, E18). Die Firma schreibt sich außerdem auf die Fahnen, aus einer Hand integrierte Systeme und Services entlang der kompletten Planungs- und Produktionskette liefern zu können, und zwar bei Hardware, Software, Services sowie Know-how. Siemens will auf der Messe erstmals sein Integrated Drive System (IDS) zeigen, ein universelles System für die Konfiguration von elektrischen Antriebssträngen – das allerdings nicht am Software-Hauptstand, sondern in der Industrieautomationshalle 9 am Stand D35. Den Antrieben widmet sich auch die Schweizer Firma Kisssoft, die in Halle 25 am Stand E01/1 ihre Software zur Berechnung von Maschinenelementen, insbesondere Zahnrädern, vorstellt. Frisch zur Messe soll Version 03/2013 erscheinen, die sich bei Redaktionsschluss noch im Beta-Stadium befand.

Am 10. und 11. April findet im Convention Center die 5. MES-Fachtagung statt. Sie wird inhaltlich von den Industrieverbänden NAMUR, VDI, VDMA und ZVEI getragen und soll aufzeigen, wie Manufacturing Execution Systems (MES) Produktions- und Fertigungsprozesse effizienter gestalten können. Das Programm des ersten Tages richtet sich an Hersteller und Anwender der Fertigungsindustrie, während der zweite Tag Verfahren der Prozessindustrie in den Mittelpunkt stellt. Die Teilnahme ist kostenlos, man benötigt lediglich eine Eintrittskarte zur Messe. Anmeldung und Programm siehe c’t-Link.

Simulation

Mit Computer-Aided Engineering (CAE) beschäftigt sich ein eigenes Forum auf der Messe (Halle 7, E04, Programm siehe c’t-Link). Die Referenten stammen aus Hochschulen, Industrie und Ingenieurbüros und sollen an Arbeitsplätzen auf dem Stand und an einem Großbildschirm auf der Bühne praxisnahe Anwendungen von numerischen Simulationen nach der Finite-Elemente-Methode und aus der Mehrkörperphysik zeigen. Mancher Hersteller der passenden Software ist auf der Messe ausschließlich auf dem CAE-Gemeinschaftsstand vertreten, etwa Altiar oder MSC Software. Dieser Anbieter von Simulationsanwendungen und Dienstleistungen hat kürzlich die Einführung von Version 2013 seines Mehrkörpersimulators Adams angekündigt, die zusätzliche Module für dynamische Analysen im Maschinenbau sowie erweiterte Funktionen für die Automobilindustrie fürs Berechnen von Fahrmanövern, Blattfeder- und Antriebsstrangmodellierung bieten soll. Durch sogenannte adaptive Interpolation soll die Rechengeschwindigkeit des Gleichungslösers bei der numerischen Simulation auf ein Vielfaches steigen.

Die Firma Cadfem hingegen vertritt mit einem eigenen Stand auf der Messe unter anderem ihren Partner, den Simulationssoftware-Hersteller Ansys (Halle 7, D40). Mit dessen Anwendungen wie der Ansys Workbench und den dazu passenden Modulen sind numerische Simulationen von Strukturmechanik, Strömungsmechanik, Elektromagnetismus, Temperaturberechnung bis zur Multiphysik und Systemsimulation möglich.

Drucken in 3D

3D-Drucker sind auf der Hannover Messe schon länger eine feste Größe – in der „Digital Factory“ sollen 3D-Druck, Rapid Prototyping und Rapid Manufacturing einen Schwerpunkt bilden. So präsentiert beispielsweise die deutsche Firma alphacam (Halle 7, A27) das von ihr vertretene Sortiment an 3D-Druck-Anlagen der Firma Stratasys, stellt daneben aber auch ihre beiden Rapid-Prototyping-Webdienste Teilefabrik.de und fabberhouse.de vor (c’t 15/11, S. 84). Der Hersteller Stratasys selbst ist zwar auch mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten (Halle 7, B38), zeigt dort aber Maschinen der Firma Objet, mit der er im vergangenen Dezember fusionierte. Im Blickpunkt stehen hier eher die günstigeren und kompakten Maschinen wie die Desktop-Drucker Objet24 und Objet30, die Modelle im PolyJet-Verfahren aus Kunstharz mit einer Schichtauflösung von unter 0,03 Millimetern fertigen. Die Firma Kisters vertritt den 3D-Farbdruckerhersteller ZCorporation (Halle 7, A37), der seit seiner Übernahme zu 3D Systems gehört.

Rapid-Prototyping-Verfahren beschäftigen unterdessen auch Forscher. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) beispielsweise zeigt in der Forschungshalle 2 am Stand A18, wie sich mit Hilfe von 3D-Druckern Ersatzknochen herstellen lassen. Diese bestehen aus einem speziellen Keramikpulver und werden nach dem Druck noch bei etwa 1000 Grad gebrannt. Die Kunstknochen bestehen zu 60 Prozent aus Poren, in die Körperzellen hineinwachsen. Zudem wird der Werkstoff vom Körper nach und nach abgebaut (resorbiert). Die Vision: Eines Tages sollen Ärzte Verletzungen dreidimensional scannen und die vom Computer passend berechneten Prothesen in 3D drucken – alles noch während der Operation.

Dobryj denj

Das Partnerland Russland (genauer: die Russische Föderation) konzentriert sich mit mehr als 100 Unternehmen vor allem am Zentralstand in Halle 26 (A02). Insgesamt sind in diesem Jahr rund 160 Unternehmen aus der Russischen Föderation in Hannover vertreten, darunter Gazprom (Gas), Rusnano (Nanotechnologie), Russian Railways (Transport), Rosneft (Öl), Transneft (Öl), Uralwagonsawod (Maschinenbau), RAO UES of Russia (Elektrizität), die Vnesheconombank (staatliche Bank für Entwicklung und Außenwirtschaft), die Sberbank (Kreditinstitut), die TMK Group (Stahl) und Metalloinvest (Metalle).

Das russische Energieministerium zeigt auf der Leitmesse Energy in Halle 13 auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern die Vielfalt der russischen Energiebranche. Schwerpunkte sind Energieerzeugung und -transport sowie die Modernisierung der Verteilernetze. Der Gemeinschaftsstand des russischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft ist auf der Leitmesse Research & Technology in Halle 2 untergebracht. Die Städte Moskau und St. Petersburg präsentieren sich im Bereich „Metropolitan Solutions“ in Halle 1, wo technische Lösungen und Anwendungen für Großstädte im Mittelpunkt stehen. (pmz)

Organisatorisches zur Hannover Messe 2013

Die diesjährige Hannover Messe findet vom 8. bis 12. April auf dem Gelände der Deutschen Messe AG im Süden Hannovers statt. Öffnungszeiten sind täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr. Tagestickets kosten im Vorverkauf 28 Euro, an der Tageskasse 35 Euro. Dauertickets sind für 64 Euro (76 Euro an der Tageskasse) erhältlich. Ermäßigte Tagestickets (15 Euro) erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende, Absolventen des Freiwilligen Wehrdienstes und des Bundesfreiwilligendienstes sowie Menschen mit Behinderungen. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Am 12. April (Freitag) haben Jugendliche zudem die Möglichkeit, im Rahmen des „Festival of Technology“ der Nachwuchsinitiative TectoYou günstige Eintrittskarten für nur 3 Euro zu erwerben. Alle Tickets sind am Tag des Messebesuchs als Fahrausweise in den Stadtbahnen, Bussen und Nahverkehrszügen (nur 2. Klasse) im Großraum-Verkehr Hannover (GVH) gültig, wenn der Besuchstag auf dem Ticket angekreuzt ist.

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