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Was Owncloud kann und wie Sie starten

Praxis & Tipps | Praxis

Cloud-Dienste sind nützlich: Sie halten Dateien auf mehreren Rechnern synchron und stellen Fotos, Adressen und Termine auf Smartphone und Desktop-Computer bereit. Wäre da nicht die Angst vor Datenkraken und Datenleckage. Mit dem leicht einzurichtenden Owncloud nehmen Sie Ihre Geschicke selbst in die Hand.

Owncloud bringt unter einen Hut, was der Datennomade will: die Bequemlichkeit von Cloud-Diensten, ohne sich dafür Dritten ausliefern zu müssen. Allerdings ist es kein fertig nutzbares Produkt, das man einfach kauft, sondern ein Projekt unter Open-Source-Lizenz. Sie müssen es eigenhändig einrichten und eigenverantwortlich betreiben (oder auch betreiben lassen).

Hinter Owncloud steckt eine simple PHP-Anwendung, die sich schon in günstigen Web-Space-Paketen zum Leben erwecken lässt. Die Installation der kostenlosen Community Edition ist einfach. Für den kommerziellen Einsatz vertreiben die Entwickler eine Enterprise-Version. Deren Besonderheiten nimmt sich der Artikel auf Seite 82 näher vor.

Was Sie bekommen

Die Community-Ausgabe von Owncloud hantiert primär mit drei Dingen: Dateien, Adressen und Terminen. Die Server-Seite stellt die für den Abgleich dieser Daten nötigen Funktionen bereit. Im Fall der Dateien ist das ein eigenes Sync-Protokoll, um die Dateien, die in einem von Owncloud überwachten Ordner liegen, zwischen Server und Clients automatisch abzugleichen, genau wie das Dropbox, OneDrive und Co. erledigen.

Dafür ist auf den Clients spezielle Sync-Software nötig, die für Windows, Mac OS und Linux kostenlos zu haben ist. Owncloud stellt darüber hinaus Software für iOS und Android her, um auch Smartphones und Tablets an die Dateien herankommen zu lassen. Diese Software kostet jeweils knapp einen Euro, ist aber nicht in jedem Fall überhaupt nötig.

Alternativ erlaubt Owncloud den Zugriff auf die Dateien per WebDAV-Protokoll ähnlich wie auf eine Freigabe im Netzwerk; Software dafür steckt in den meisten Betriebssystemen. Anders als beim Einsatz des Sync-Clients landen die Dateien dann aber nicht als Kopie auf der lokalen Festplatte.

Ein wesentlicher Clou an der Dateiablage besteht darin, dass sie versionieren kann; das heißt, beim wiederholten Ablegen einer Datei mit identischem Namen bleiben auch die vorherigen Versionen erhalten. Über seine Web-Oberfläche erlaubt Owncloud den Zugriff auf alle Dateien und auch auf deren alte Versionen.

Im Web-Browser lassen sich auch die Kalender und Adressdaten einsehen und ändern, aber nicht nur dort: Owncloud spricht die standardisierten Protokolle CalDAV und CardDAV, um diese Daten für die einschlägigen Clients zugänglich zu machen, also für das Smartphone ebenso wie für den Desktop-PC. Je nach Hersteller braucht es dort unter Umständen zusätzliche Software, damit etwa der Android-Kalender CalDAV lernt oder Outlook CardDAV versteht; die Details dazu finden Sie ab Seite 78.

Weiterer Bestandteil von Owncloud ist eine Web-Oberfläche für das Einrichten von Benutzern und Gruppen sowie die Konfiguration diverser Details. Hier lässt sich festlegen, welche Funktionen eine Installation nach außen überhaupt anbietet, ob sie die Daten verschlüsselt speichern soll, wie sie E-Mail-Nachrichten absetzen soll und so weiter. Teil der administrativen Oberfläche ist es auch, Funktionen in Form von Apps hinzuzufügen oder auch abzuschalten.

Eine frische Installation von Owncloud aktiviert einige Apps, wie Kalender und Adressbuch; andere lassen sich optional einschalten, etwa Bookmark-Verwaltung und Verschlüsselung. Mit jeder neuen Version gehen Apps im Grundfunktionsumfang auf, oft auch solche, die für die Vorgänger nur extern zu haben waren. Extern heißt, dass man ein Archiv mit den nötigen PHP-Skripten an einem vorgegebenen Ort innerhalb der Owncloud-Dateien speichern muss. Gängige Apps stellt der Artikel ab Seite 78 vor. ...

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c't 21/2014, Seite 68 (ca. 6 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Was Sie bekommen
  2. Was Sie nutzen
  3. Wo Sie es bekommen
  4. Wie Sie es installieren
  5. Wie Sie es absichern
  6. Wie sicher es sein kann
  7. Wie Sie es erreichen
  8. Wo Ihre Daten stecken
  9. Wie Sie es ausreizen
  10. Wie Sie sich helfen
  11. Was Sie nehmen sollten
  12. Owncloud in der Praxis

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  1. Was Sie bekommen
  2. Was Sie nutzen
  3. Wo Sie es bekommen
  4. Wie Sie es installieren
  5. Wie Sie es absichern
  6. Wie sicher es sein kann
  7. Wie Sie es erreichen
  8. Wo Ihre Daten stecken
  9. Wie Sie es ausreizen
  10. Wie Sie sich helfen
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