Schrumpf-Ich

Plastische Porträts mit 3D-Scanner und 3D-Drucker

Wissen | Know-how

Der eigene Körper als Statue: Das war bislang den Reichen und Berühmten vorbehalten. 3D-Scan und 3D-Drucker haben den Spaß nun demokratisiert – ab 175 Euro bekommt man einen vollfarbigen Klon im Maßstab 1:12.

Als die Spielzeugfirma Mattel im Jahr 2009 eine Angela-Merkel-Barbie auf den Markt brachte, sorgte das für dicke Schlagzeilen – auch wenn die Figur nahezu keinerlei Ähnlichkeit mit der Bundeskanzlerin hatte, mal abgesehen von der charakteristischen Frisur. Heute, fünf Jahre später, kann sich jeder ein plastisches Porträt im Kleinformat anfertigen lassen. Eine Berühmtheit muss man dafür nicht sein; obendrein sieht das Ergebnis viel echter aus als Merkel-Barbie.

Video: 3D-Figurendruck mit Zprinter von 3D-Systems

Die 3D-Porträts bestehen allerdings anders als konventionelle Spielzeugfiguren nicht aus ABS-Spritzguss-Kunststoff, sondern in den allermeisten Fällen aus Gips: Als De-facto-Standard-Drucker für diesen Zweck haben sich die Zprinter von 3D Systems etabliert. Ebenfalls machbar sind lebensgroße Büsten aus einem speziellen Kunststoff, der aussieht wie Bronze oder 3D-Porträts aus Papier. ...

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c't 23/2014, Seite 66 (ca. 4 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Inspiration Miniaturwunderland
  2. Von Fotos zu Polygonen
  3. Fernab vom Gips
  4. So materialisieren sich 3D-Figuren
  5. 3D-Scans mit Hausmitteln und der Cloud

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  • Der echte Christian Brügmann hält hier einen kleinen Christian Brügmann aus dem 3D-Drucker in der Hand. Im Hintergrund der Auto-Anhänger, in den Brügmanns 3D-Scanner eingebaut ist.
  • Diese Figur wurde mit dem 3D-Apparat aufgenommen und von Prontotype gedruckt.
  • Ringsherum zeigt sich die 3D-Figur gleichmäßig detailliert ...
  • ... auch die Falten unter den Schultern erscheinen fein modelliert.
  • Diese Figur stammt aus dem 3D-Scanner von Botspot aus dem Berliner Ladengeschäft der Firma ...
  • ... und wurde auch vor Ort von Botspot selbst gedruckt.
  • Solche freistehenden Daumen sind ein Wagnis im 3D-Figuren-Druck: Da sie nur ein bis zwei Millimeter stark sind, brechen sie leicht ab, wenn man die Figur nicht stets vorsichtig behandelt.
  • Damit die nackten Füße so detailliert im Druck erscheinen, ist noch einige Nacharbeit an der 3D-Datei aus dem Scanner fällig.
  • Die Vorlage für diese 3D-Figur stammt aus einem Eva-Handscanner der Firma Artec.
  • Die rohen Daten haben wir selbst mit kostenloser Software aufbereitet und die Figur auf einem Ultimaker 2 aus goldfarbenem PLA gedruckt.
  • Da wir beim Druck gewagt haben, auf jegliche Stützstrukturen zu verzichten, sind die überhängenden Stellen an Kinn und Ohrläppchen nicht ganz sauber gelungen.
  • Zu Demonstrationszwecken wurde diese Figur gedruckt, ohne dass das rohe Datenmodell aus dem Photogrammetrie-Scanner nachbearbeitet wurde (hier: 3D-Apparat). Typische Problemzonen sind Füße und Schuhe sowie der Übergang zum Boden ...
  • ... und auch unter den Achseln und zwischen Armen und Körper wuchern oft wilde Polygone, die in der Regel vor dem Druck durch Nachbearbeitung an der 3D-Datei beseitigt werden.
  • Bekommt man vom Dienstleister nicht nur eine gedruckte Figur, sondern auch die 3D-Vorlagendatei, kann man sich virtuell in fremde Welten beamen – hier stammen etwa die Landefähre und die Mondoberfläche aus der Online-3D-Datenbank der NASA, für die Inszenierung und Beleuchtung sorgte die Open-Source-Software Blender.

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3D-Personenscan mit Profi-Handscanner Artec Eva – Schrumpf-Ich

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Kapitel
  1. Inspiration Miniaturwunderland
  2. Von Fotos zu Polygonen
  3. Fernab vom Gips
  4. So materialisieren sich 3D-Figuren
  5. 3D-Scans mit Hausmitteln und der Cloud
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