Sofortmaßnahmen am Unfallort

Datenrettung von Festplatte, Flash-Speicher und Smartphone

Praxis & Tipps | Praxis

Schock am frühen Morgen: Der Rechner startet nicht mehr, die Festplatte gibt nur noch klickende Geräusche von sich. Im Idealfall ersetzt man die defekte Platte und spielt das Backup ein. Kein Backup vorhanden? Ruhe bewahren.

Schweißtreibende Situationen gibt es viele, der Auslöser ist nicht immer eine defekte Festplatte. Auch Speichersticks oder SD-Karten verweigern gelegentlich die Herausgabe wichtiger Daten, und manchmal löscht man versehentlich Fotos oder formatiert sogar das falsche Medium.

Wenn die Hardware zickt, gilt es als Erstes den Datenträger so weit wie möglich wieder lesbar zu machen und alles zu kopieren, was noch zu retten ist. Dazu erzeugt man am besten ein Image des kompletten Datenträgers. Anschließend kann man in aller Ruhe mit Rettungstools seine Daten aus diesem Image extrahieren. Mehr dazu im Artikel auf Seite 156.

Wenn die Hardware noch in Ordnung ist und beispielsweise nur Dateien versehentlich gelöscht wurden, kann man sich das Image auch sparen und direkt mit dem Medium arbeiten. Bei sehr wichtigen Daten ist aber der Weg über ein Image zu empfehlen.

Schadensabschätzung

Video: Nachgehakt

Zunächst sollte man sich die Frage stellen, wie wichtig einem die verlorenen Daten sind. In vielen Fällen kann man sich gefahrlos selbst helfen, etwa beim Entlöschen von Fotos oder bei der Wiederherstellung anderer Daten, die nicht lebens- oder produktionsrelevant sind. Ist hingegen die einzige Fassung einer in der kommenden Woche abzugebenden Diplomarbeit auf einer Festplatte gespeichert, die plötzlich nur noch klackernde Geräusche von sich gibt, dann können eigene Rettungsversuche eventuell mehr schaden als nutzen. In solchen Fällen sollte man besser gleich einen Profi beauftragen. Wie professionelle Datenretter arbeiten und welche Kosten dabei auf Sie zukommen, lesen Sie auf Seite 160.

In der Folge beschreiben wir einige typische Fehler bei den verschiedenen Medientypen und geben Tipps, wie sich so mancher Datenträger doch noch zur Herausgabe der Daten überreden lässt. Eine Erfolgsgarantie können wir naturgemäß nicht geben; manche Hardware ist einfach kaputt.

Wichtig ist vor allem, das Medium nicht mehr zu beschreiben. Festplatten und SSDs sollte man daher ausbauen, in ein externes USB-Gehäuse einbauen und vorzugsweise unter Linux im Read-Only-Modus mounten. Eine zu rettende Boot-Platte darf man auf keinen Fall mehr zum Start verwenden, weil die Betriebssysteme ständig irgendwelche Daten auf die Festplatte schreiben und damit die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederherstellung sinken.

In allen Fällen gilt, Ruhe zu bewahren. Nur weil der Windows-Explorer keine Dateien mehr anzeigt, ist noch lange nicht alles verloren. Vielleicht hat der Datenträger nur die Partitionsinformationen verloren – diese lassen sich mit Software-Hilfe recht einfach wiederherstellen. ...

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c't 24/2014, Seite 150 (ca. 6 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Schadensabschätzung
  2. Umstöpseln
  3. Festplatten
  4. SSDs
  5. USB-Sticks
  6. Speicherkarten
  7. Smartphones
  8. Optische Medien
  9. Geht nicht. Und nun?
  10. Datenrettung

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Kapitel
  1. Schadensabschätzung
  2. Umstöpseln
  3. Festplatten
  4. SSDs
  5. USB-Sticks
  6. Speicherkarten
  7. Smartphones
  8. Optische Medien
  9. Geht nicht. Und nun?
  10. Datenrettung
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