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Fritzbox: Was sich aus dem Router rauskitzeln lässt

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Kein anderer Hersteller hat mit seinen Routern im freien Markt einen so breiten Erfolg wie der Berliner Hersteller AVM mit seinen Fritzboxen. Das liegt unter anderem an der Vielfalt der Funktionen – und der Erweiterbarkeit. Wir stellen einige der spannendsten für Starter und Fortgeschrittene vor.

Fritzbox-Router können fast alles, was man von einem Internet-Zugangsgerät für die ganze Familie erwarten darf: Gigabit-LAN und -WLAN, DECT-Telefonie, umfassende DynDNS- und IPv6-Funktionen und eine offene Programmierschnittstelle (TR-64). Zusätzlich können die Boxen auch Dinge, die der Konkurrenz fehlen – darunter seien als Beispiele genannt der DSL-Monitor und die Auto-Update-Funktion für das Betriebssystem.

Die Fülle erklärt sich aus dem Credo der Entwickler: Läuft ein Gerät rund um die Uhr, soll es dabei auch etwas Sinnvolles tun. Mit dieser Philosophie brachte es AVM in Deutschland zur Marktführerschaft. Abgesehen vom Satellitenfunk deckte die Firma alle Internet-Anschlussarten ab: ob ISDN, LTE, Kabelmoden oder DSL.

Dabei achtet das Unternehmen auch auf Details: Aktuelle Fritzboxen eignen sich auch für VDSL-Vectoring und für die modernen DSL-Anschlüsse, bei denen der separate ISDN-Kanal zugunsten der Internet-Signale eingespart wird (splitterlose Anschlüsse, auch All-IP genannt). So kann ein Nutzer, wenn ihn die Telekom zur All-IP-Technik zwingt, seine Geräte mit nur geringem Aufwand umstellen [1].

Gerade das breite Funktionsspektrum macht Fritzboxen so beliebt. Trotz des Router-Desasters Anfang 2014 vertrauen dem Hersteller immer noch viele Kunden – immerhin hat AVM auf das Problem sehr schnell reagiert. Eine spontane Umfrage unter den Kollegen machte schnell deutlich, wie unterschiedlich sie ihre Fritzboxen nutzen: Einige schätzen die Kindersicherung, andere die einfache Bedienung der zugehörigen DECT-Mobilteile (Fritz Fon), den USB-Printserver, den VPN-Zugang für den Fernzugriff und für Telefonie-Flatrates, den automatischen Abgleich von Kontaktdatenbanken. Viele Funktionen der Fritzbox sind mit anderen Kommunikationsdiensten verzahnt – die Grafik auf Seite 124 bietet einen Überblick über die diversen E-Mail-Funktionen.

Was in der Box steckt

Ein Kollege fürchtete nach dem Wechsel der Familien-Smartphones zu einem Prepaid-Anbieter, dass seine Lieben den Wegfall der bisherigen Familienflatrate vergessen. Seinen Asterisk-Telefonieserver und die Idee, ihn zu einem Least-Cost-Router auszubauen, verwarf er, als er in einem Forum las, dass das auch mit einer Fritzbox geht – wenn auch das nicht ganz ohne Gefummel, wenn man mit Stick und Kopf durch die Wand will. Aus diesem erfolgreichen Freizeitprojekt entstand der Artikel ab Seite 136.

Wie Sie die Fritzbox dazu bringen, Dinge zu tun, auf die sie von selbst nicht käme, beschreibt ein Artikel ab Seite 132. Dort geht es um die Fernsteuerung per Skript mittels TR064-Protokoll. Wie Sie die Tk-Anlagen von zwei oder mehr Fritzboxen miteinander vernetzen können, lesen Sie ab Seite 140. Damit lassen sich dieselben Rufnummern an mehr als einem Standort nutzen.

Wenn Sie gerade erst eine Fritzbox in Betrieb nehmen, finden Sie ab Seite 128, was Sie nach dem Durchlauf des Einrichtungsassistenten dringend ergänzen sollten. Einige wichtige Optionen werden sogar von alten Hasen übersehen. Und zwei Seiten später folgt, wie Sie die Fritzbox für die eigentlich veraltete, aber bei eiligem Schriftverkehr immer noch unverzichtbare Faxkommunikation nutzen können.

In all diesen Beiträgen gehen wir davon aus, dass Sie Ihre Fritzbox mit dem für das jeweilige Modell aktuellen Betriebssystem einsetzen. Die zurzeit von AVM gefertigten Geräte sind allesamt für das aktuelle FritzOS 6.20 geeignet. Ältere Fritzboxen sind damit überfordert – vielleicht also ein guter Grund, ein altes Schätzchen in den Ruhestand zu schicken. Beispielsweise hat das ehrwürdig ergraute Modell 2170 zwar noch viele treue Nutzer, zugleich klagen aber manche über eine sehr behäbige USB-Schnittstelle der Box.

Fritz-Wiederbelebung

Einige jüngere, teils weit besser ausgestattete Gebrauchtgeräte lassen sich immerhin auf FritzOS 6.0 aufrüsten (Fritzbox 7270 Version 2 und 3 sowie Fritzbox 7240). Eine auf 6.05 aufgerüstete 7270er Box, wie sie zurzeit ab 30 Euro erhältlich ist, hat zum Beispiel erfolgreich die Faxtests für den Artikel ab Seite 130 absolviert. Eine Übersicht über aktuelle Modelle zeigt AVM auf einer separaten Webseite (siehe c’t-Link am Artikelende).

Fritzboxen aus zweiter Hand sollten Sie vor dem Einsatz auf die Werkseinstellung zurücksetzen. Nehmen Sie dazu das Recovery-Tool von AVM – aber nicht das von der Original-CD des Routers. Laden Sie es stattdessen von ftp.avm.de/fritz.box. Es liegt dort beim jeweiligen Modell im Ordner x_misc. Dieser Weg hat den Vorzug, dass Sie gleich die aktuelle Firmware bekommen.

Falls Ihre Fritzbox defekt ist: Manche kann man mit einem einfachen Lötkolben-Einsatz reparieren. Wenn nach Einstecken des Netzteils die Power- und DSL-LEDs im Sekundenrhythmus blinken, sind vermutlich nur einige Kondensatoren überaltert, wodurch die Onboard-Stromversorgung ausgefallen ist (heise.de/-2392678, heise.de/-2432488).

Im Folgenden geht es um Tricks, Kniffe und Know-how rund um die Fritzbox: Dinge, die nicht im Handbuch stehen, gern übersehen oder vergessen werden. Wir haben die einzelnen Punkte grob nach Schwierigkeitsgrad sortiert. Den Anfang machen die simplen Maßnahmen, für die man lediglich die Maus an den richtigen Stellen klicken muss. Es folgen Spezialitäten aus der Netzwerker-Werkzeugkiste. Und wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, gehen wir im letzten Teil darauf ein, wie Sie einen Kommandozeilenzugang zum Linux-basierten Betriebssystem der Fritzbox erhalten und welche Wege sich von da aus öffnen.

Stellen Sie vor den weiteren Schritten sicher, dass in der untersten Zeile der Bedienoberfläche Ihrer Box „Ansicht: Erweitert“ steht. Andernfalls gibt sie nicht alle Optionen zum Bearbeiten frei. ...

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c't 06/2015, Seite 122 (ca. 6 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Was in der Box steckt
  2. Fritz-Wiederbelebung
  3. Telefon-Sparbox
  4. Telefonbuch-Abgleich
  5. Sprachmitteilungen per Mail
  6. Fritz als Musik-NAS
  7. Downloads per NAS-Freigabe
  8. Netzwerk-Spezialitäten
  9. Kurze DynDNS-Namen
  10. WLAN-Reichweite
  11. Stets genaue Zeit
  12. Paket-Mitschnitt
  13. DNS-Spezialitäten
  14. DNS-Server im LAN
  15. Spannende Fritz-Projekte
  16. Script-Geist in der Box
  17. Firmware-Alternative Freetz
  18. Titelstrecke Fritzbox

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Kapitel
  1. Was in der Box steckt
  2. Fritz-Wiederbelebung
  3. Telefon-Sparbox
  4. Telefonbuch-Abgleich
  5. Sprachmitteilungen per Mail
  6. Fritz als Musik-NAS
  7. Downloads per NAS-Freigabe
  8. Netzwerk-Spezialitäten
  9. Kurze DynDNS-Namen
  10. WLAN-Reichweite
  11. Stets genaue Zeit
  12. Paket-Mitschnitt
  13. DNS-Spezialitäten
  14. DNS-Server im LAN
  15. Spannende Fritz-Projekte
  16. Script-Geist in der Box
  17. Firmware-Alternative Freetz
  18. Titelstrecke Fritzbox
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