Erpresser-Schutz

Windows und Daten gegen Erpressungs-Trojaner wappnen

Praxis & Tipps | Praxis

Wenige Vorkehrungen reichen, damit Ihnen Krypto-Trojaner kaum etwas anhaben können. Bringen Sie Ihre Daten rechtzeitig in Sicherheit – und sorgen Sie dafür, dass Schädlinge gar nicht erst ausgeführt werden können.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass ein Krypto-Trojaner zuschlägt und alles verschlüsselt, was er erreichen kann: Daten auf der Platte des Rechners, USB-Speicher, Netzwerkfreigaben. Der einzig sichere Weg, noch etwas zu retten, sind Backups, die außerhalb der Reichweite des Schädlings aufbewahrt wurden. Im einfachsten Fall kopiert man die wichtigsten Daten auf eine USB-Platte, die man nur gezielt mit dem Rechner verbindet, wenn man Dateien sichern oder wiederherstellen möchte. Dateien, die sich nicht mehr ändern, bieten optische Datenträger wie CDs oder DVDs für einige Jahre einen Trojaner-geschützten Unterschlupf. Aktuelle Daten kann man mit Cloud-Speichern wie Dropbox, Google Drive und OneDrive abgleichen. Schlägt ein Krypto-Trojaner zu, werden die durch ihn verschlüsselten Dateien zwar möglicherweise mit in die Cloud synchronisiert. Die meisten Cloud-Speicher halten jedoch alte Dateiversionen vor, zu denen man leicht zurückfindet.

Grundsätzlich eignet sich auch ein NAS oder eine Fritzbox mit USB-Platte als Backup-Speicher. Da viele Verschlüsselungs-Trojaner jedoch routinemäßig auf Netzwerkfreigaben zugreifen, sollte man es dem Schädling so schwer wie möglich machen, diese Sicherungskopien zu erreichen. Wenn ein angemeldeter Nutzer mit dem Explorer auf die Freigaben zugreifen kann, dann schaffen es auch Locky & Co. Im Idealfall konfigurieren Sie das NAS so, dass der Backup-Ordner nicht über SMB erreichbar ist. Übertragen Sie die zu sichernden Dateien zum Beispiel per FTP mit einem eigenständigen Client wie FileZilla. Bietet das NAS eine Nutzerverwaltung, sollten Sie für diesen Zweck einen speziellen Backup-Nutzer anlegen, der nur auf den Sicherungsordner zugreifen darf. Allen anderen Nutzern räumen Sie maximal Lesezugriff auf diesen Ordner ein. ...

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c't 07/2016, Seite 78 (ca. 4 redaktionelle Seiten)
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  1. Automatisch sichern
  2. Infektion verhindern
  3. Makros zähmen
  4. Virenbremse
  5. UAC ernst nehmen
  6. Tipps für Experten
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