c't 23/07
Seit Windows NT ist dieser Begriff aber falsch, denn bei NT und seinen Nachkommen (also Windows 2000, XP und Vista sowie den Server-Versionen von Windows) handelt es sich um komplette Betriebssysteme, die kein DOS als Grundlage brauchen. Trotzdem hat Microsoft die Eingabeaufforderung beibehalten, um auch unter diesen Windows-Versionen DOS-Programme ausführen zu können. Zudem lassen sich mit deren tastaturorientierter Befehlszeile viele Administrationsaufgaben schneller bewältigen als mit der Maus: Programme wie netsh zum Verwalten der Netzwerkeinstellungen gibt es nur in einer Textversion, außerdem enthält die Eingabeaufforderung eine einfache Programmiersprache, mit der man Befehle zum Beispiel in einer Schleife mehrfach ausführen kann. Befehlsfolgen, die man öfter benötigt, kann man in sogenannten Batch-Dateien speichern und hat sie so schnell wieder im Zugriff.
Die Eingabeaufforderung findet sich bei allen Windows-Versionen im Zubehör-Ordner des Startmenüs. Zudem kann man sie aufrufen, indem man in den Dialog hinter „Start/Ausführen“ (oder bei Vista in das Suchfeld des Startmenüs) den Befehl cmd eintippt. Obwohl die Eingabeaufforderung auch gern „Befehlszeile“ oder „Kommandozeile“ genannt wird, sollte man sie nicht mit dem „Start/Ausführen“-Dialog verwechseln. (hos)
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