c't 8/07
Mehrere Versionen von ASCII-Dateien wie reinen Text, LaTeX-Quellcode oder auch Vektorgrafiken im Format SVG hingegen speichert CVS platzsparend ab - denn das System sichert nur die Änderungen, nicht die komplette neue Version. Dabei vergleicht CVS alte und neue Fassungen nicht zeichenweise, sondern ersetzt bei jeder Änderung den kompletten Absatz. Bei Programmcode ist das sinnvoll, weil jeder Absatz nur eine einzelne Zeile umfasst. Bei Fließtexten dagegen sind die Unterschiede zwischen zwei Dateiversionen im Detail nicht mehr zu erkennen.
Jedes Teammitglied arbeitet mit lokalen Kopien der gemeinsamen Dateien. Das System fügt die Änderungen aller Autoren immer wieder zusammen, was bei klarer Absprache die Arbeit wesentlich beschleunigt. Falls allerdings mehrere Teamworker parallel den gleichen Absatz umgeschrieben haben, kommt es beim Einchecken der neuen Versionen ins zentrale Repository zu einem Konflikt. Weil CVS Änderungen nicht genauer als absatzweise eingrenzt, gestaltet sich das Zusammenpuzzeln der Änderungen mühsam. (pek)
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