c't 17/02
Offenbar hat das Problem einige Leser derart genervt, dass sie die Taste einfach ausgebaut oder durch Unterschieben eines Stücks Moosgummi den erforderlichen Druck erhöht haben. Aber auch softwaremäßig kann man dem Problem zu Leibe rücken: Das Freeware-Tool CapsLockOff von David Bleckmann (siehe Soft-Link) eignet sich zur Aufnahme in den Autostart-Ordner unter allen Windows-Versionen und schaltet den Großschreibmodus sofort wieder aus, wenn man die Feststelltaste betätigt - leider wirkt es sich nicht auf eine Eingabeaufforderung aus. Mark Russinovichs Ctrl2Cap installiert einen VxD- beziehungsweise Kernel-Mode-Treiber, der die Caps-Lock-Taste schon ‘eine Etage tiefer’ abfängt und dem System vorgaukelt, der Benutzer habe stattdessen die Strg-Taste betätigt. Dieses Verhalten sollte sich relativ einfach ändern lassen, denn den Quelltext bekommt man auf Wunsch gratis dazu.
Dabei ist - zumindest unter Windows 2000 und XP - zusätzliche Software gar nicht nötig, denn diese Windows-Versionen besitzen einen so genannten Scan Code Mapper, der sich durch einen Registry-Eintrag steuern lässt. Der zuständige Wert heißt ‘Scancode Map’ und findet sich im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout. Es handelt sich um einen Binärwert, dessen genauen Aufbau Microsoft unter www.microsoft.com/whdc/device/input/w2kscan-map.mspx beschreibt. Auf dem Heise-Server (siehe Soft-Link) finden Sie fertige .reg-Dateien, mit denen Sie die Caps-Lock- zu einer zusätzlichen Strg-Taste umwidmen, ganz unterdrücken oder das normale Verhalten wiederherstellen können. Nachdem Sie eine der Dateien per Doppelklick in die Registry aufgenommen haben, ist jeweils ein Windows-Neustart erforderlich (ab- und wieder anmelden reicht nicht), um die Änderung wirksam werden zu lassen. (hos)
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