c't 11/08
Wer auf Nummer sicher gehen will, muss die komplette Festplatte von vorne bis hinten vollständig überschreiben. Für Festplatten, die direkt per IDE oder SATA mit dem PC verbunden sind, können Sie das mit dem Werkzeug diskpart erledigen, das Windows mitbringt (siehe c't 16/07, S. 182). Es genügt völlig, die Platte einmal mit Nullen zu überschreiben, um die Daten unwiederbringlich zu zerstören. diskpart muss aber direkt auf die Platte zugreifen können, über eine Netzwerkfreigabe funktioniert es nicht.
Nur wenige NAS-Geräte bieten in ihren Konfigurationsdialogen eine Option, die Platte komplett zu überschreiben. Zu manchen Modellen mit Linux-Kern kann man via SSH oder Telnet eine Verbindung aufbauen. Dann kann man die Platte mit dem Linux-Befehl dd mit Nullen überschreiben. Sind diese Wege versperrt, können Sie die Platte aus dem NAS ausbauen und an einen PC anschließen, um sie zu löschen.
Wenn das nicht praktikabel ist, hilft eine Notlösung: Formatieren Sie das NAS und füllen Sie es danach vollständig mit neuen, nicht geheimen Dateien. Ganz bequem erledigt das unser Werkzeug H2testw (siehe Soft-Link). Als Ziel geben Sie einfach den Netzwerkpfad zur leeren NAS-Freigabe an und klicken Sie „Schreiben und Prüfen“, um die Platte vollständig mit Zufallsdaten aufzufüllen.
(kav)
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