Daten von Nano-USB-Stick retten

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Mein daumennagelgroßer Nano-USB-Stick hat seinen Geist aufgegeben und wird von meinem Rechner nicht mehr erkannt. Gibt es noch eine Chance, die Daten zu retten, ohne einen teuren professionellen Datenretter damit zu beauftragen?

Sofern nur der Controller defekt ist und nicht der Flash-Speicher an sich, könnten Sie Glück haben. In vielen Nano-USB-Sticks – aber längst nicht allen, die diesen Namen tragen – sind anders als in herkömmlichen Speichersticks keine nackten Flash-Speicherchips verlötet, sondern es handelt sich im Prinzip um eine Art Mini-Kartenleser, der Daten auf einer microSDHC-Speicherkarte ablegt. Zur Datenrettung können Sie versuchen, die microSDHC-Karte aus dem Gehäuse zu lösen und die Daten anschließend mit einem anderen USB-Kartenlesegerät auszulesen.

Um die microSDHC-Karte freizulegen, hebeln Sie zunächst mit einer Zange die Metallspange der USB-Schnittstelle auf. Darunter kommt dann ein Plastikrahmen zum Vorschein, in dem Platine und Speicherkarte stecken. Knipsen Sie den Rahmen mit der Zange vorsichtig auf, achten Sie aber darauf, dass Sie dabei nicht auch die Speicherkarte erwischen. Anschließend können Sie die Speicherkarte aus dem Rahmen lösen – manchmal hakt das ein wenig – et voilà: Sie halten Ihre Daten wieder in den Händen.

Seien Sie sich allerdings bewusst, dass beim Zerlegen des Sticks auch das Risiko besteht, Daten unwiederbringlich zu zerstören. Öffnen Sie den Stick also nur, wenn es keinen anderen Ausweg gibt und eine professionelle Datenrettung nicht infrage kommt. (boi)

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