Auf Anfrage hat mir der Hersteller einer Powerline-Bridge mitgeteilt, dass trotz der schwachen DES-Verschlüsselung mit 56 Bit das Ermitteln des Schlüssels mehrere tausend Jahre dauern würde. Bei Funknetzen sei das anders. Dort wären die „Rohdaten“ empfangbar, was die Entschlüsselung erheblich erleichtern würde - selbst bei 104-Bit-Schlüsseln. Können Sie diese Aussage bestätigen?
Nur teilweise. Diese Aussage beruht auf der Herstellerangabe, dass der Chipsatz der Powerline-Bridge keinen Monitor-Modus beherrscht, bei dem er das von der Leitung empfangene Chiffrat unbehandelt an den Treiber liefert. Unmöglich ist das Abhören des Datenverkehrs auf der Stromleitung deswegen jedoch nicht, es wird nur erheblich aufwendiger. Allerdings dürfen Sie nicht vergessen, den voreingestellten Schlüssel zu ändern. Sonst hat Ihr Leitungsnachbar leichtes Spiel. In der aktuellen Situation muss man sich daher wohl tatsächlich keine Sorgen um einen „war-driving“-Nachbarn machen, der ebenfalls ein Powerline-System installiert hat. (
ea)