c't 14/07
Zwar kommt das Kunstwort DirectX vor allem bei der Kennzeichnung von 3D-Beschleunigern - also Grafikkarten - zum Einsatz, doch eigentlich wäre in diesem Zusammenhang schon immer Direct3D richtiger gewesen. Das „X“ in DirectX steht nämlich als Platzhalter für weitere Spezifikationen von Programmierschnittstellen (APIs, Application Programming Interfaces), die sich etwa auf die Audio-Ausgabe (DirectMusic/DirectSound), Eingabegeräte (DirectInput), Vernetzung (DirectPlay), Sprachübertragung (DirectVoice), Videowiedergabe (DirectShow) und Bildschirmdarstellung (DirectDraw) beziehen. Für einige dieser Anwendungsbereiche gibt es mittlerweile neue Microsoft-Konzepte, die ehemalige DirectX-Komponenten ersetzen: XInput, XACT (statt DirectSound), Media Foundation statt DirectShow. DirectDraw und DirectPlay sollen Entwickler neuer Software nicht mehr nutzen. Daneben gibt es noch APIs wie DirectX Video Acceleration (DXVA) oder DirectX Graphics Infrastructure (DXGI), die Microsoft nicht unter gemeinsamen Versionsnummern fortentwickelt.
Die exakte Direct3D-10-Spezifikation ist übrigens nicht öffentlich, sondern nur Entwicklern zugänglich. Microsoft hat aber bereits angekündigt, dass eine erweiterte Direct3D-10-Version als Direct3D 10.1 kommen wird, die zusätzliche verpflichtende Fähigkeiten der Grafik-Hardware festschreibt. (ciw)
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