Viele Setup-Programme bieten im letzten Schritt an, die gerade installierte Anwendung gleich zu starten. Ist das nicht gefährlich? Ich meine mal gelesen zu haben, dass unter Vista ein Programm, das ein anderes Programm startet, seine Berechtigungen stets an Letzteres vererbt. Wenn die Installation Administratorrechte fordert, würde ja auch die neue Anwendung gleich volle Rechte besitzen.
Bei vielen Setup-Programmen trifft Ihre Befürchtung zu. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Die Installationsroutinen von Firefox und Thunderbird beispielsweise starten die jeweilige Anwendung explizit mit eingeschränkten Rechten und sind damit harmlos.
Das Angebot eines Installationsprogramms, die frisch eingespielte Anwendung gleich zu starten, sollte man nicht unüberlegt annehmen.
Aber selbst wo die Entwickler diese Überlegungen nicht angestellt haben, kann das Angebot des Setup sinnvoll sein: Viele Programme wollen ja beim ersten Start registriert oder aktiviert werden, sich durch Nachladen von Code aus dem Internet aktualisieren, Dateitypen auf sich registrieren oder sonstige globale Einstellungen vornehmen, für die Administratorrechte notwendig sind. Ohne diese Erstkonfiguration hagelt es in der Folge nicht selten Fehlermeldungen. Als Faustregel kann man daher die neue Anwendung ruhig vom Installationsprogramm starten lassen, eine eventuelle Registrierung abnicken und die Einstellungsdialoge einmal überfliegen. Bevor Sie das Programm aber regulär in Benutzung nehmen, sollten Sie es beenden und mit normalen Benutzerrechten neu starten. Kommt es dann trotzdem zu Fehlermeldungen, die auf fehlende Rechte schließen lassen, können Sie ja gleich mal ausprobieren, was das Deinstallationsprogramm taugt …