FAQ: Microsoft Office

Praxis & Tipps | FAQ

Neben den Vollversionen mit DVD gibt es im Handel oder per Click & Buy auch günstigere Key-Cards, mit denen sich die 60-Tage-Testversion freischalten lässt. Lohnt sich der Kauf einer solchen Key-Card oder gibt es einen Haken?
Beim Funktionsumfang der Software gibt es zwar keinen Unterschied, doch die Key-Card erlaubt lediglich das Freischalten einer einzigen Installation. Dagegen dürfen die Vollversionen auf zwei Rechnern desselben Besitzers eingerichtet werden, also beispielsweise sowohl auf dem PC als auch auf einem Notebook genutzt werden. Die Vollversion von Office 2010 Home & Student darf man sogar auf drei Rechnern desselben Haushalts nutzen. Im Falle der Key-Cards müsste man für jede Installation einen Aktivierungsschlüssel kaufen, was letztendlich deutlich teurer wird.
Da ich mich als Informatik-Student auch mit der Datenbankprogrammierung befasse, kann ich mit Home & Student nicht viel anfangen, weil Access fehlt. Die Professional Edition mit Access kann ich mir aber nicht leisten.
Für Studenten an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland und Österreich bietet Microsoft für 99 Euro Office University 2010 an, das wie die Professional Edition aus Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher und Access besteht. Das Paket kann man online unter www.daswahreoffice.com bestellen, wobei man seine Hochschul-E-Mail-Adresse angeben muss. Andere E-Mail-Adressen werden nicht akzeptiert. Zuvor kann man auf der Website unter „Bin ich bezugsberechtigt?“ nachschlagen, ob Microsoft die Hochschule für den Bezug dieser verbilligten Version anerkennt. Zu beachten ist allerdings, dass man diese Version nur auf einem einzigen Rechner aktivieren kann, Office Home & Student hingegen auf bis zu drei PCs.
Auf meinem Rechner läuft die 64-Bit-Version von Windows 7. Soll ich darauf die 64- oder die 32-Bit-Version von Office 2010 installieren?
Auch auf 64-Bit-Windows-Systemen empfiehlt es sich, die 32-Bit-Version von Office 2010 zu installieren. Microsoft rät sogar in einem Knowledge-Base-Artikel ausdrücklich davon ab, eine 64-Bit-Version einzurichten – es sei denn, man arbeitet mit riesigen Excel-Dateien mit einer Größe von mehr als 2 Gigabyte. Da viele Add-ons für Word und Excel nur in der 32-Bit-Version laufen, müssen Anwender des 64-bittigen Office 2010 mit zahlreichen Nachteilen rechnen.
Auf meinem neuen PC war Office 2010 Starter vorinstalliert. Da in Word und Excel aber viele Funktionen fehlen, habe ich zusätzlich Office 2010 Home & Student gekauft. Das richtet sich parallel auf dem System ein, die Dokument-Verknüpfungen werden dabei aber nicht angepasst: Nach einem Doppelklick auf ein Dokument auf dem Desktop oder im Windows-Explorer wird es immer noch in den Starter-Versionen geladen. Im Kontextmenü finde ich keine Möglichkeit, stattdessen die Vollversionen von Word und Excel zu starten.
Eine solche Option gibt es tatsächlich nicht, man muss die Starter-Edition über die Systemsteuerung deinstallieren. Damit verlieren Sie allerdings auch die Möglichkeit, einen USB-Stick mit der portablen Version der Büro-Suite zu erstellen. Diese Installation sollten Sie also besser zuvor durchführen. Das dafür zuständige Programm heißt „Office Starter für Unterwegs-Geräte-Manager“, zu finden im Office-Starter-Ordner im Startmenü. Einmal erstellt, lässt sich eine solche Installation dann an jedem Windows-Rechner nutzen oder auch auf einen anderen USB-Stick kopieren. Es ist übrigens nicht zu empfehlen, die Starter-Version zusätzlich zum normalen Paket auf dem Rechner zu behalten. In diversen Foren haben sich Anwender in dem Fall nämlich über viele Probleme beklagt, die sie erst durch Deinstallation der Starter Edition beseitigen konnten.
In unserer Familie haben wir mehrere PCs, auf denen das Office-Paket installiert ist. Meine Eltern schreiben überwiegend türkische Texte und würden auch lieber mit einer türkischsprachigen Version von Word und Excel arbeiten. Müssen wir dafür extra ein türkischsprachiges Office kaufen und zusätzlich installieren oder lässt sich die Oberfläche durch einen Trick umschalten?
Es bedarf keines Tricks: Microsoft bietet sogenannte Language Packs an, die pro Sprache 27 Euro kosten und nicht nur Wörterbücher für die Rechtschreibkorrektur enthalten, sondern auch die Oberfläche umschalten. Auf diese Weise kann man jederzeit zum Beispiel zwischen Deutsch und Türkisch wechseln. Die Language Packs kann man in Microsofts Online-Shop kaufen (siehe Link).
Ich hatte bislang Office 2003 benutzt und kann mich nach dem Umstieg auf die aktuelle Version nur schwer an die Ribbon-Oberfläche gewöhnen. Viele Befehle finde ich erst nach langer Suche. Gibt es eine Möglichkeit, die Office-2010-Anwendungen in die klassische Ansicht umzuschalten?
Der Hersteller selbst hat das nicht vorgesehen. Es gibt aber von anderen Anbietern Erweiterungen, die ein zusätzliches Menü bereitstellen, in dem sie die Befehle an derselben Stelle wie bei den früheren Versionen bereitstellen. Von diesen ist Ubit-Menü (siehe Link) sehr beliebt, zumal es Word, Excel und PowerPoint unterstützt und nichts kostet. Das Tool finden Sie übrigens auf der dieser c’t-Ausgabe beiliegenden Heft-DVD.
Ich benutze derzeit Office 2003 und möchte auf die aktuelle Variante Home & Student umsteigen, in der aber Outlook fehlt. Kann ich neben der aktuellen Version das alte Outlook beziehungsweise das ganze Office 2003 weiterhin einsetzen?
Ja, das geht problemlos. Bei der Installation von Office 2010 müssen Sie nur darauf achten, nicht auf „Upgrade“ zu klicken, sondern eine angepasste Installation durchzuführen. In dieser können Sie dann einzeln auswählen, welche der alten Office-Anwendungen Sie auf dem PC belassen wollen. Von Outlook können Sie allerdings nur eine Version auf dem Rechner nutzen. (db)

www.ct.de/1206190

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