Ich habe auf einem älteren Computer probehalber FreeNAS 8 installiert. Das Einrichten klappt soweit. Aber bei einem Reboot hängt das BIOS im Selbsttest fest, kurz nachdem es die angeschlossene SATA-Platte erkannt hat. Ich habe erst gedacht, dass womöglich die Platte defekt ist, doch das Problem trat auch mit einer weiteren Platte auf. In anderen Systemen arbeiten die vermeintlich defekten Platten einwandfrei. Was läuft verkehrt?
Es scheint dann und wann eine Unverträglichkeit zwischen den vom ZFS-Dateisystem auf einer Festplatte hinterlassenen Daten und dem BIOS-Selbsttest-Code zu geben. Manches BIOS kann Platten auf Viren prüfen, andere suchen währenddessen nach der Kennung von einem per BIOS angelegten Software-RAID. Falls solcher Code die ZFS-Daten falsch interpretiert, hängt sich das BIOS in einer Endlosschleife auf.
Wenn das Abschalten von BIOS-Virenwarnung und – falls möglich – der Soft-RAID-Funktionen das System mit der jeweiligen Platte nicht durchstarten lässt, hilft allenfalls noch ein Update des BIOS. Um die mit ZFS eingerichtete Platte an dem betroffenen System wieder zum Funktionieren zu bringen, müssen Sie deren MBR an einem anderen PC überschreiben. Am einfachsten gelingt das mit einer Linux-Distribution und dem dd-Befehl, wie etwa für die dritte als sdc erkannte SATA-Platte:
dd if=/dev/zero of=/dev/sdc bs=512 count=1
Soll partout der alte Computer mit FreeNAS laufen, können Sie alternativ das UFS-Dateisystem verwenden oder die Platten manuell partitionieren und dann erst mit ZFS versehen. Dann sollte das Booten auch mit einem empfindlichen BIOS klappen.
(
ps)