Freigaben im „nicht identifizierten Netzwerk“

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Einer meiner Windows-7-Rechner hat zwei Netzwerkkarten: Mit der einen hängt er über einen Router am Internet, die andere verbindet ihn mit meinem internen Netzwerk, das keinen Router enthält und komplett auf feste IP-Adresse eingestellt ist. Dieses Netzwerk zeigt Windows 7 im „Netzwerk- und Freigabecenter“ immer als „nicht identifiziertes Netzwerk“ an. Das Dumme daran ist, dass solch ein Netzwerk als „öffentliches“ eingestuft wird und daher mit erhöhten Sicherheitseinstellungen läuft. Unter anderem funktionieren deshalb die Freigaben in diesem Netzwerk nicht. Was kann ich tun?
Sie könnten die Sicherheitseinstellungen für öffentliche Netzwerke ändern, was aber viel Klickerei an verschiedenen Stellen erfordert und nicht vollständig funktioniert. So gibt es in öffentlichen Netzwerken grundsätzlich die praktischen Heimnetzwerk-Gruppen von Windows 7 nicht.
Vergrößern Auf die Einstufungen eines nicht identifizierten Netzes kann man über eine Gruppenrichtlinie Einfluss nehmen.
Der bessere Weg geht daher über eine Gruppenrichtlinie. Öffnen Sie in der Computerverwaltung die „Lokale Sicherheitsrichtlinie“ (secpol.msc). Im Bereich „Netzwerklisten-Manager-Richtlinien“ klicken Sie doppelt auf „Nicht identifizierte Netzwerke“. Im folgenden Dialog wählen Sie als „Standorttyp“ „Privat“ aus. Von nun an stuft Windows die nicht erkannten Netzwerke als privat ein und verwendet die passenden Sicherheitseinstellungen. Sie erkennen das auch am Computer- statt Parkbanksymbol im „Netzwerk- und Freigabecenter“.
Bevor Sie mit dem Rechner auf Reisen gehen und eventuell wirklich in fremde Netze kommen, sollten Sie die Einstellung in der „Lokalen Sicherheitsrichtlinie“ wieder auf „Nicht konfiguriert“ stellen.

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