c't 3/05
Immerhin deuten schon kleine Sprünge und Wölbungen der Elko-Deckel auf einen Defekt hin. Dennoch scheinen viele Mainboards kurzfristig fast störungsfrei zu laufen.
| Defekte Elkos müssen nicht spektakulär explodieren, sondern schon kleine Platzer oder Wölbungen des Deckels wie bei den beiden linken Exemplaren deuten auf Fehlfunktionen hin. |
Der Austausch dieser Elkos ist aus mehreren Gründen schwierig: Zunächst sollte man Erfahrung im Umgang mit dem Lötkolben haben, denn die Bauteile stecken in Platinen mit vier bis acht Lagen und müssen vorsichtig aus- und wieder eingebaut werden. Außerdem ist es nicht leicht, die passenden „Low-ESR“-Typen mit extrem geringem Innenwiderstand zu beschaffen - gewöhnliche Standard-Elkos gleicher Kapazität und Spannungsfestigkeit reichen nicht aus. Unter den Internet-Adressen www.zeg-shop.de, conrad.de oder segor.de sind immerhin einige Typen zu bekommen.
Möglicherweise überleben auch die Ersatz-Elkos nur wenige Jahre, denn nach unserer Einschätzung (siehe auch „Knallige Belastungen“ in c't 21/03, S. 216) sind auf vielen Mainboards nicht etwa die minderwertigen Elkos die eigentliche Ursache der Probleme, sondern die falsche Dimensionierung der Schaltung, in der sie arbeiten. (ciw)
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