c't 17/04
Beide Chips melden sich allerdings mit der gleichen PCI-ID (1002/4e50). Wenn ein älteres Programm nur eine Liste der PCI-IDs mit sich führt, kann es in der Tat den 9600er nicht vom 9700er unterscheiden. Einige Treiber-Versionen nennen die Chips nur „9600“, andere nur „9700“, bei einigen Notebooks habe ich auch „9600/9700-Series“ gelesen.
Möglicherweise orientieren sich die Treiber beim Ermitteln des Namens auch am Takt, den Sie etwa mit PowerStrip herausfinden können. Der 9600er läuft mit maximal 350 MHz, während die Notebooks mit 9700er den Grafikchip typischerweise mit 390 bis 450 MHz takten. Bisher hatten wir noch kein Notebook mit 9700er-Grafikchip im Test, das einen niedrigeren Takt hatte.
Aufgrund der nahen Verwandtschaft der beiden Chipvarianten dürften die Benchmark-Werte eines Notebooks mit 9700er nur wenig über denen eines Geräts mit schnellem 9600er-Chip liegen. Übrigens läuft auch ATIs 9600er-Chip nur in wenigen Notebooks mit vollen 350 MHz. Leider geben Notebook-Hersteller den tatsächlichen Takt ihrer Grafikchips nur ausgesprochen selten an.
Wichtig bei Geschwindigkeitsmessungen ist auch, ob der Chip über 64 oder 128 MByte lokalen Speicher verfügt. Eine langsamer getaktete Version mit 128 MByte schneidet in einigen Benchmarks besser ab als die schnellere Variante mit nur 64 MByte. (jow)
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