c't 5/03
Leert Strom sparen die Pufferbatterie?
Entlädt sich die Batterie innerhalb weniger Monate oder gar Wochen, liegt wahrscheinlich ein Bauteil-Defekt vor. Verdächtig sind die Sperrdioden, die die Lithiumzelle von der Hilfsspannung abblocken oder eventuell eingebaute Stützkondensatoren.
Die Pufferbatterie auf dem Mainboard versorgt bei fehlender Netzspannung die Echtzeituhr (Real-time Clock RTC) in der Southbridge des Chipsatzes. In einem speziellen RAM-Bereich dieses Bausteins sind auch die im BIOS-Setup vorgenommenen Einstellungen abgelegt. Für genauen Lauf der RTC und sichere Pufferung der BIOS-Setup-Werte ist eine Batteriespannung von mindestens 2 V nötig.
Zumindest neuere Mainboards schonen die Pufferbatterie, solange das ATX-Netzteil die Standby-Spannung von 5 V liefert. Dann wird die RTC aus dieser Hilfsspannung versorgt. Ob es aber günstiger ist, den PC am Netz zu lassen, ist fraglich, denn viele ATX-Netzteile schlucken in diesem Soft-Off-Zustand über 4 W Leistung. Außerdem ist es fraglich, um wie viel länger eine typische Lithiumbatterie leben wird: Ihre Selbstentladung ist zwar gering, aber durchaus vorhanden. Die früher üblichen ‘Dallas’-Uhrenbausteine waren für zehn Jahre Lebensdauer ausgelegt, gaben aber meist deutlich früher den Geist auf. (ciw)



